Donnerstag, 16. April 2015

Schmetterlingsprozess - Tag 31/60


16. April 2015 Wie bist du? Du darfst so seien wie du bist, du darfst. 
Sehr schöner Slogan. Andreas hat gestern Abend in der Schamanenausbildung so wunderbar erklärt, das eine seiner befreiensten Erkenntnisse ist, dass er sich nicht nach den Normen aller psychologischen Lehren verändern muss, sondern er ganz so sein darf, wie er ist. Diese lebenbejahende Sichtweise ist der Schlüssel, der mich heute den ganzen Tag begleitet. Ich darf genauso sein, wie ich bin. Und ich war auch schon immer so.
Und das arbeitet so sehr in mir, dass ich heute nicht mehr schreiben kann – denn diese Idee, so alt sie ist, dreht bei wirklicher Betrachtung alles auf den Kopf. Nimmt alle Angst, alle Last von den Schultern und alle Mangelgefühle weg. Alles was Du bist, ist leicht. Tut Dir gut, tut dir immer gut. Wenn du genauso bist wie du gemeint bist, dann ist das Leben leicht. Immer wenn du an eine Stelle kommst, wo du nicht so bist, wie du gemeint bist, tut es weh, fühlt es sich gelähmt oder klebend an oder langweilig. Ich war vieles, was ich schon als Kind war. Da bin ich gehüpft, getanzt, hab gemalt und bin wild wie ein Indianer durch die Wälder gelaufen. Ich hab mutig mich in Kuhherden gestellt und hab mich für eine Klassenkameradin die als Außenseiterin gehänselt wurde geprügelt. Ich bin immer schon mitten ins Feuer gesprungen. Ich hab immer schon gesagt, was ich finde. Ich bin immer wieder zu meinen Freunden gegangen und hab mich darum gekümmert, dass wir uns wieder vertragen. Ich bin auch immer die gewesen, die zu den Großen ging und sich entschuldigt hat. Egal wer recht hatte. Das fiel mir immer schon leicht. Ich hab immer die Initiative ergriffen, wenn ich wen kennen lernen wollte. So war ich einfach immer schon. Wieso hab ich mir nur einreden lassen, dass das schlecht wäre oder nicht damenfein genug? Wieso ist die Contenance halten besser als ich bin? Wieso ist klar sehen und Tacheles reden blöder? Naja, für andere vielleicht schon, wenn sie es nicht hören wollen. Ich bin gar nicht falsch, sondern ich hab auf den falschen Rat gehört. Und die anderen dürfen halt gehen und da tuts mir immer weh – ich darf lernen deren Nein leichter zu nehmen und darf weiter gehen. Das erstaunliche ist ja, wenn ich weiter gehe, dann kommen sie meist alle wieder. Bei manchen dauert´s ein bisschen länger als bei anderen, aber eigentlich hab ich keine Leichen im Keller (mehr!!). Wahrscheinlich stimmt das auch nicht, denn irgendwie ist Heilarbeit ja immer blinde Flecke aufdecken. Und davon haben wir alle mehr als genug und ich bin jedes Mal erstaunt, dass da doch noch was Neues um die Ecke kommt.

Übung: Überleg es dir: Wie bist du? Wie bist du gemeint? Wie warst du schon immer und was davon erzählst du dir, weil du nicht in den sauren Apfel von dir selber besser tuenden Veränderungen beißen willst und was davon bist du wirklich? 

Jahresbotschaft 2015: Schöpferbewußtsein im Zeichen der Hirschkönigin und Raben.
Das Opferbewußtsein wird eingeäschert. Aho.

Papier, Transparent, Bleistift, Gold, 54 x 40 cm, Januar 2015



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