Mittwoch, 21. Dezember 2016

Einweisung in die Rauhnächte


Die Rauhnächte
Das Sonnenjahr geht von der Wintersonnenwende zur Wintersonnenwende und dauert exakt 365,25 Tage. Doch ein Mondjahr beinhaltet 12 Mondmonate die jeweils von Neumond zu Neumond gehen. Diese 12 Mondphasen dauern jeweils ca. 29,5 Tage. Dies ergibt für die Länge des Mondjahres genau 354 Tage. So ergibt sich eine Differenz zwischen Sonnen- und Mondjahr von 11 Tagen und 12 Nächten – die 12 Rauhnächte. Diese 12 Rauhnächte liegen somit sprichwörtlich „zwischen den Jahren“.  In dieser Zeit sind die Tore in die Anderswelt offen. Es gibt Mythologien über diese Zeit und hunderte von Ritualen je nach Region. Letztlich haben alle Überlieferungen eines gemeinsam: Halte inne. Geh nach Innen, finde Zeit für dich. Lass das Alte los und lass sich in der Ruhe deine schöpferische Kraft für das Neue entfalten. Lass diese Zeit eine Zeit der Einkehr und der Stille sein, ganz in der Vorbereitung des neuen Jahres. Schon seit uralten Zeiten wird in diesen Rauhnächten orakelt. Alle Geschehnisse der einzelnen Nächte stehen symbolisch für einen Monat des nächsten Jahres. So geben die Träume zB Aufschluss, was passieren wird. Die erste Nacht steht also für den Januar, die zweite für den Februar, etc

Wann beginnen die Rauhnächte? :
Mit der Wintersonnenwende. Die Wintersonnenwende lag zu Zeiten Julius Cäsars, als der Julianische Kalender eingeführt wurde, auf dem 25. Dezember. Weihnachten, also das Geburtsfest Christi, war im frühen Christentum noch unbekannt. In Mitteleuropa wurde es erst um 813 nach Christus durch Karl den Großen zu einem kirchlichen Fest. Und zwar genau an dem Datum, an dem die Heiden auch vorher schon die Geburt des Lichtes feierten. Mit dem tatsächlichen Geburtstag von Jesu hat das wenig zu tun, als vielmehr damit, dass die alten Feste nicht wegzudenken waren – eine Umdeutung war da wohl effektiver. Integration könnte man das auch nennen. So hat es sich eingebürgert, dass auch die Rauhnächte in der Nacht vom 24. auf den 25. beginnen und am 6. Januar, dem heiligen Dreikönigsfest, enden. Doch astronomisch hat sich das Datum an dem die Wintersonnenwende heute stattfindet geändert und ist inzwischen auf dem 21. Dezember vorgerückt. Die Zwischenzeit beginnt also heute astronomisch in der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember und endet am 2. Januar.  Da ich aus der Natur lerne und mich ihr am zuverlässigsten verbunden fühle, gehe ich mit dem Wanderung der Sonne und nicht mit festgeschriebenen Zahlen. Für mich sind es nicht die Zahlen, sondern die Energie der Sonne mit dem Mond, die dieses Mysterium öffnen.
Ich nehme die Zeit bis zum 6. Januar mit in meine innere Arbeit, in dem ich die drei Nächte nutze um mehr über meinen Weg in meine eigene Mitte zu erfahren.




Datum

Monate im
nächsten Jahr
13 Schritte
Ritual / Fragen
21. Dezember
Wintersonnen-wende


Altes loslassen / Neues einladen
21./22. Dezember
1.  Rauhnacht
Januar
Klarheit
Was sind meine Grundlagen, Recourcen, Potentiale?
22./23. Dezember
2. Rauhnacht
Februar
Eigen-verantwortung
Verbindung mit höherem Selbst // innere Meister in mir aktivieren
23./24. Dezember
3. Rauhnacht
März
Bedingungslose Ehrlichkeit
Das Sähen der Wünsche /Ziele für das kommende Jahr
24./25. Dezember
4. Rauhnacht
April
Mut
Herzöffnung durch neues Risiko der Liebe
25./26. Dezember
5. Rauhnacht
Mai
Stille/ Halten
Neue Betrachtung alter Wunden: was habe ich daraus gelernt? Wie bin ich daran gewachsen, erblüht?
26./27. Dezember
6. Rauhnacht
Juni
Wahres
Handeln
Ahnenverbindung // Tag der Familie
27./28. Dezember
7. Rauhnacht
Juli
Gnade
Tag der Selbstliebe / für sich sorgen.
28./29. Dezember
8. Rauhnacht
August
Leichtigkeit
Tag der unschuldigen Kinder – Auflösetag
Alles was schief lief aufschreiben, Wunschversion auf 2.  Zettel. Altes verbrennen
29./30. Dezember
9. Rauhnacht
September
 Verbindung
Tag der Freundschaft. Bereinige und ehre deine Freundschaften
30./31. Dezember
10. Rauhnacht
Oktober
Bereitschaft
Vorbereitung auf das Kommende

31./1.
Januar
11. Rauhnacht
November
Ziel
Abschied nehmen, Loslassen um sich wieder auf das eigentliche Ziel zu fokussieren
1./2.
Januar
12. Rauhnacht
Dezember
Disziplin Kontinuität
Segnung für das Licht. Kreative Schöpfung üben. Nacht der Wunder, die alles erlösen.
3. -6. Januar
13. Aktivierung
der Mitte

Bedingungslose Liebe
Die Tore in die Anderswelt schließen sich langsam, Rückkehr in den Alltag


Vorbereitungen:
Wir schaffen uns einen Raum/Zeit indem/r uns nicht so sehr ablenken: Kein Handy, kein Internet, kein TV, wenig Menschen. Ich liebe diese Herausforderungen (schaffe ich es wirklich mich von meinen Alltagsabhängigkeiten freizumachen?) und bin jedes Mal sehr erstaunt über den Effekt, den diese Experimente auf mich haben. Meditation, Yoga, Malen, Zeichnen, viel in die Natur gehen, achtsam beobachten was mir begegnet im wahren Leben und der Natur. Wir können uns einen Altar bauen für diese Zeit und einen Kraftort für unsere Meditationen einrichten. Ordnung machen ist wichtig, denn Unordnung zieht Unordnung an. Wir können die Wohnung einmal mit Salbei räuchernd reinigen und dann jeden Tag zu Meditation die unten genannte Räuchermischung räuchern.
Ein leeres Buch/Stift neben dem Kopfkissen um die nächtlichen Träume aufzuschreiben. Ich empfehle unbedingt sofort aufschreiben, ohne auch nur sich hinzusetzen, damit möglichst viel der Erinnerung bleibt. Die Träume in den jeweiligen Monaten nachzulesen ist die größte Freude, weil wir sicher sein können, dass sie nicht einem Konstrukt des Wollens entspringen. Und über die Analogie der Träume mit den Geschehnissen des Alltags im nächsten Jahr lernen wir die Sprache unseres Unterbewussten unglaublich tief kennen. Nicht munkeln, testen. Selber erfahren ist die einzige Möglichkeit um aus Glauben Wissen zu machen.
In dieses Rauhnachtsbuch schreiben wir aber auch alles andere, was uns auffällt: die Stimmung, das Wetter, die auffälligen Begegnungen, wichtige Gedanken, Gefühle, Fragen.
Ich male jeden Tag ein Bild, was mich dann als Kalender im nächsten Jahr begleitet. Jeden Morgen denke ich an den kommenden Monat und schicke Wünsche in die zukünftige Zeit.

Kräutermischung für die Raunächte:
Ich hab das ganze Jahr über Kräuter angepflanzt, gesammelt, geerntet, getrocknet. Für die Rauhnächte bereite ich eine Mischung mit verschiedenen Orakelpflanzen vor.

1. gekaufte Lorbeerblätter. Im antiken Griechenland gehörten die Lorbeerblätter zu den Räucherzutaten der geheimnisvollen Orakelmischung der Pythia, der Seherin von Delphi. Ihr weiser Satz, de rüber dem Eingang stand war: Erkenne dich selbst. So ist diese Pflanze die Pflanze der Selbsterkenntnis. Sie schärft die Sinneswahrnehmungen und wird gerne benutzt um die Traumfähigkeit für die Rauhnächte zu erhöhen. Sie löst Wahrträume aus. 2. Gehört natürlich die Mistel hinein. Sie wächst zwischen Himmel und Erde, einem Zwischenort, verbindet die beiden.  So kommt es auch, dass man sich unter einem Mistelzweig küssen soll – weil man sich an einem Zwischenort befindet, egal wie die Gesellschaftlichen Konventionen sind, hier darf man – hier wird das Unmögliche wahr. Eine heilige Orakelpflanze. Sie öffnet unsere Visionen – den Kanal nach oben und den Kanal nach Innen, so dass wir unser Unbewußtes, unsere Inneren Bilder besser verstehen können. Und 3. Gehört natürlich Beifuss in jede Orakelmischung – nur bitte nicht mit Schwangeren anwenden, denn Beifuss löst Geburten aus. Geburten jeder Art. Mit der Kraft dieser Pflanze können wir Kontakt aufnehmen zu unseren Ahnen und der geistigen Welt. Sie hilft Altes loszulassen und Platz für Neues zu schaffen (Geburten eben). Er ist eine Sonnenpflanze, er beruhigt und entspannt die Seele. Auch eine gute Schutzpflanze mit der man seine Räume gut reinigen kann. Beifuss wächst ja wirklich überall. Selbst auf den Tramgleisen, in jedem Park – wir kennen diese Pflanze alle, auch wenn wir es oft nicht wissen. Meine habe ich auf dem Balkon gezogen, sie war der Geburt meiner Enkeltochter aktiv dabei und hat wunderbar geholfen und nun im getrockneten Zustand darf sie die Rauhnächte begleiten.

All diese Pflanzen kann man auch gut in Kräuterläden kaufen und sich eine eigene Mischung zusammenstellen. Ich empfehle ein altes Teesieb über einem Teelicht auf einer Müslischüssel, die so hoch ist, dass das Teesieb nicht in, sondern über der Flamme hängt und dann Kräuter reinstreuen und genießen. Teure Räucherlampen sind nicht nötig. Oder die andere Variante ist Räucherkohle auf Sand. Ne Müslischale voll Sand gibt’s auf dem Spielplatz. Räucherkohle gibt es in den Shishaläden oder in Räucher- oder Spiriläden. Hier in Berlin führen die Spiribuchläden auch die Grundausstattung zum Räuchern. Also auch Kohle in verschiedenen Größen. Beides lässt man natürlich nicht alleine im Zimmer und die Kohle, falss noch was übrig ist, danach mit dem Löffel ins Waschbecken und mit Wasser löschen.

Und wer mehr lernen möchte. Marlies Bader hat tolle Bücher geschrieben zum Räuchern mit sehr guten Pflanzenbeschreibungen. Hier in Berlin empfehle ich meinen Kollegen Martin Wagner. Ein unglaublich tiefer Pflanzenkenner. Ich hatte das Glück mit ihm gemeinsam die Schamanenausbildung zu machen und auch das Ambujahr. Ich hab unglaublich viel von ihm gelernt. Seine Räucherungen treffen tief. Seine Behandlungen sind echt der Knaller. Und im Bremerraum empfehle ich Frank Thomaschewski, der seine Räucherkurse auch als Ausbildung anbietet. Toller Mann. Seine Räucherbehalndlung hat mein ganzes Familiensystem umgekrempelt. Pflanzen haben eine sehr tiefe und nachhaltige Wirkung. Ich möchte sie nicht mehr missen in meinem Alltag.

Orakeln:
Bleigießen, Tarotkarten ziehen, Runen befragen, das I-Ging befragen. Es gibt eine riesen Palette, je nach Kultur-liebhaberei, an Orakelmöglichkeiten.
Hier ist ZB eine Webseite, wo man viele Kartensets gratis ziehen kann:
Ich liebe den Mayakalender:
Oder zB die Karten der Liebe von Chuck Spezzano:


Meine Bilder der Rauhnächte gibts jedes Jahr hier: http://schamanin.ninaschmitz.de/p/rauhenachte.html


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