Mittwoch, 15. März 2017

13 Tage der Gnade

Dies ist ein 13 tägiger mini Retreat-Prozess, gratis als Vorgeschmack auf meinen bald kommenden OnlineKurs und die Ausbildung in den 13 Schritten. hier bekommst du einen Vorgeschmack, wie die 13 Schritte miteinadner wirken, sich aufbauen und wie du sie selber anwenden kannst. Und jedesmal, wenn du merkst, dass du eine Veränderung brauchst, kannst du dir dieses Wissen hochholen und dich in deinem eigenen Prozess begleiten. Die 13 Schritte sind eine Ableitung aus der Analogie der Schmetterlingsmetamorphose. Einem der erfolgreichsten Transformationsprozessen dieser Erde. 


15. März 2017, Tag 1 --> Bin ich wirklich bereit für diesen Prozess?

Was ist Gnade und wie bekommen wir mehr Gnade in unser Leben? Welche Überschrift könnten deine 13 Tage der Gnade brauchen??? Bin ich denn überhaupt bereit gnädiger mit mir zu sein???

In den letzten Monaten liefen bei vielen Menschen die Prozesse auf Hochtouren. Ich hab diese Reinigungszeit stark bemerkt und vielen Klienten ging es ähnlich. Ich habe mich mit Entgiftung der Leber und einer Ernährungsumstellung weg von Zucker, Milchprodukten und Gluten körperlich darin unterstützt. Erstaunlich welche Emotionen sich in der Altschlacke eines Körpers ansammeln und erst aufgescheucht werden bevor sie abfließen. Erstaunlich auch wie klar und kraftvoll ein Körper wird, wenn diese Gifte wegfallen. Nun ist ne Pausenzeit dran für alle die tiefe Prozesse hatten in der letzten Zeit. Heute morgen zog ich die Karte „13 Tage der Gnade“ und ich nehme diesen Wink mit dem Zaunpfahl gerne an. Also jetzt 13 Tage mehr Gnade, Leichtigkeit und Verbindung.

„13 Tage der Gnade“ heißt ein Kartenset von mir. Ein Teil des 13 Schritte-Kartenset-Systems. Das 13 Schritte Kartenset-System besteht aus 5 Kartensets mit je 13 Karten. Die bekanntesten sind die 13 Schritte aus dem Schmetterlingsprozess, Bild siehe unten. Ich habe mir aus letzterem eine „Überschriftskarte“ für diese 13 Tage gezogen. „Leichtigkeit“ kam bei mir. 
Wer mitmachen möchte, dem kann ich gerne eine eigene „Überschriftskarte“ für diese 13 Tage ziehen. Mögen wir alle gnädig sein mit uns selber.

Sind wir wirklich bereit gnädiger mit uns zu sein? Gnade assoziieren wir viel mit Ideen der Vergebung, Milde, Nachsicht, Verständnis. Barmherzigkeit ist auch ein spannendes Synonym. Es ist das Gegenteil von Rechthaberei. Mein erster Lehrer Chuck Spezzano, hat gerne den Satz gesagt: Entweder Du hast Recht oder Du hast Freunde. Vielleicht verzichte ich lieber aufs Recht haben für mehr Gnade und Freunde und vor allem die Möglichkeit weicher und hingebungsvoller zu leben.
Aufmerksamkeit spuckt das Synonymlexikon auch aus. Das mag ich als Leitfaden. Ich bitte die geistige Welt um Wahrheit in diesen Tagen. In der Wahrheit liegt immer Liebe, dem mag ich Aufmerksamkeit schenken. Die 13 Tage gehen bis zum 28. März, also in den Frühlingsanfang hinein. Starten wir diese wilde Zeit des Frühlings mit ein bisschen mehr Gnade uns selber gegenüber. AHO


 Hier mehr Informationen über die 13 Schritte im Schmetterlingprozess:



Und hier die Verbindung:  
http://schamanin.ninaschmitz.de/2015/06/12-verbindung.html


16. März 2017, Tag 2 --> Was ist das Ziel?

Bedingungslose Liebe


Was ist das Ziel auf das wir uns bewegen mit der Gnade in diesen 13 Tagen? Es ist die bedingungslose Liebe. Selten haben wir sie in uns parat, aber sie ist da und wir können den Weg des Vertrauens wählen und sie bewusst aktivieren. Ich in mir. Ich liebe mich bedingungslos. Ich bin für mich da. Ich bin jetzt mal die erste, die an mich glaubt. Ich bin jetzt 100% für mich da, versorge mich und höre auf meine innere Stimme. Also, ich meine auch, dass ich wirklich darauf höre und nicht mehr dem Druck des Gefallens oder der Erwartungserfüllung von Außen nachgebe, sondern ich bin jetzt gnädig mit mir. Ich als erste fange damit an, gnädig mit mir zu sein und höre auf alles was ich fühle in mir. Ich als erste fange damit an, mich bedingungslos zu lieben, auch wenn ich gerade mal einen Fehler gemacht habe. Es ist nur ein Fehler. Und ich  liebe mich dennoch und trotzdem und gleichzeitig. Daran will ich heute den ganzen Tag denken. Dies ist mein Ziel wohin ich mich bewegen will in diesen 13 Tagen. Und die Gnade möge mir helfen, darum bitte ich hier. Ich wecke in mir die Gnade durch die bedingungslose Liebe. 


Wie oft habe ich mich einfach in eine Transformation geworfen, in einen Prozess, ohne vorher meine Kräfte und Klarheit und Ausrichtung zu sammeln - die Raupe, die sich erst voller Potential frisst bevor sie sich in den Cocon begibt, macht es anders vor. Und sie braucht auch einen triftigen Grund um wirklich diese Verwandlung über sich ergehen zu lassen - denn die Transformation ist kein Winterschlaf. Die alten und die neuen Zellen kämpfen im Cocon im Zellbrei miteinander - da ist keine friedliche Embryonalentwicklung - es ist gut, wenn wir genau wissen, warum wir diesen Weg gehen wollen, gekoppelt mit dem heutigen Tag - mit dem Ziel - was ist das Ziel, wofür mache ich das hier???? Wie ist mein heute Punkt und wie soll mein Ziel wirklich aussehen – immer in Bezug auf die Überschriftskarte:
 

In meinem Fall steht diese Übung mit der Überschrift, dass ich mehr Leichtigkeit in mein Leben holen, mich leichter fühle und alles leichter nehme, annehme. Das ich diese Leichtigkeit bedingungslos Liebe, was da Gegenteil von Angst ist. Ich kann nur sagen, das mein Leben schwer ist, kenn ich gut und mich leicht stellen, kenn ich auch, aber das mein Leben leicht sein darf... dass ich aufhören darf zu kämpfen und mir alles in den Schoß fällt – wow, in diese Neuerung darf ich viel bedingungslose Liebe schicken! Und du?

Andere hatten eine andere Überschrift, wie Eigenverantwortung. Ich liebe mich bedingungslos für mehr Gnade in meinem Leben, damit ich besser auf meinen eigenen Beinen stehe. Ich kann mich bedingungslos lieben, weil ich die Verantwortung für mich übernehme. Mit der Verantwortung habe ich auch die Möglichkeit der Veränderung in den Händen. Und in 13 Tagen komme ich genau da an, in dieser bedingungslosen Liebe für meine Eigenverantwortung durch dieses mehr an Gnade in meinem Leben, was ich jetzt aktiviere.

Oder eine andere Frau hatte die Karte „Wahres Handeln“ als Überschrift über diese 13 Tage – Ich liebe meine innere Stimme bedingungslos, sie gibt mir die Intuitionen für mein wahres Handeln. Heute will ich meine Bauchstimme und meine Herzstimme bedingungslos Lieben. Damit dadurch mehr Gnade in mein Leben fließt.



Braucht jemand noch eine Anregung, wie er seine Überschrift an wenden kann?

Möchte noch jemand eine eigene Karte/Überschrift gezogen bekommen für diesen 13 Tage Prozess?


17. März 2017  Tag 3 - Freude


Die ersten drei Tage eines 13 Schritte-Prozesses sind immer dafür da, dass wir uns sammeln. Hinschauen, wo wir stehen, was schon gut läuft, wo wir schon authentisch, liebend und glücklich sein können und was gerade fehlt, nicht rund läuft – also den Istpunkt bestimmen. Dann schauen wir nach unserem Sehnen. Wonach Sehnen wir uns, was ist der Zielpunkt. Wenn diese beiden Punkte: die Bereitschaft und das Ziel ausgemacht sind, dann brauchen wir noch die Aktivierung unseres Potentials in uns – sie Aktivierung der Recourcen – wir brauchen die Selbstliebe – das ist unsere Nahrung, unsere sicherste Nahrungsquelle, unser sicherstes Schutzterrain, was wir immer dabei haben. Warum lieben wir uns nicht alle 100%ig selber, wenn es doch der sicherste und einfachste Lösungsweg ist? Historisch gibt es da eine Verwechselung im Begriff mit Egoismus, der die freie Entfaltung der Selbstlliebe stört - aber lassen die wir die Kirche und ihren Einfluss aus dem Mittelalter mal außen vor. Als Kinder waren wir vielleicht zu wild, zu langsam oder die Eltern oder sonst wer war einfach überanstrengt oder mit sich beschäftigt oder wir wurde gar traumatisiert... wir waren nie zu wild, zu langsam oder anstrengend – doch wir haben diese Sätze gegen uns verwendet und um zu überleben eine neue Strategie entwickelt, um die Erwachsenen um uns, von denen wir abhängig waren zu beglückte – irgendwie ist sogar das ein Akt der Selbstliebe aus der Not des Überlebens heraus. Diese Mechanismen sind wir gewohnt und Gewohnheiten sind tief eingeschliffene Pfade in unserem Nervensystem. Um eine Gewohnheit zu ändern und sei es uns selber mehr zu lieben, brauchen wir ein Umtrainieren. Die Überlebensstrategien erfüllen nicht Selbstliebe, sondern sind Ersatzleistungen und unser wahres Ich wird verdeckt mit ihnen. Irgendwann fällt das fällt dann richtig auf – das ist der Mangel in uns, die Sucht nach Drogen, Menschen, Anerkennung, Einkaufen, TV. Es ist das Loch, was wir in uns fühlen. Nichts im Außen kann das ändern. Aber wir: Wir können uns selber helfen. Und genau das ist nötig. Das ist die Vorraussetzung für jegliche Änderung. Eine Raupe würde niemals eine Metamorphose überleben wenn sie sich nicht vorher gut ernährt. Und so geht es uns auch. Wir brauchen Selbstliebe, das ist überlebensnotwendig. Wir brauchen Wahrheit, authentisches Sein dürfen. So und das dahin kommen, dass wir uns selber verletzende, klein machende, die Sucht oder Ansprüche anderer erfüllende Verhaltensweisen auflösen ist eine große Übung. Wer mal mit Rauchen aufgehört hat oder eine Ernährungsumstellung gemacht hat, der weiß, wovon ich rede und wer eine Verhaltenstherapie gemacht hat, auch. 50 bis 200 Tage braucht es um eine Gewohnheit wirklich lebenslänglich zu verändern. Was wir also brauchen ist Disziplin, kontinuierliche Disziplin. Disziplin für mehr Selbstliebe!



So und in diesem Prozess der 13 Tage der Gnade, ist die Lösung für diesen Schritt: FREUDE. Heute dürfen wir uns damit beschäftigen, wie wir mehr Freude in unser Leben bekommen. Und zwar gleichzeitig zu unseren Prozessen. Trotzdem, nebenher und immer. Uns jeden Tag mit Freude zu beschenken ist ein schöner Akt der Selbstliebe. Denn wir habe tägliche Freude verdient, selbst in den schlechtesten Zeiten. Aber damit das hier nicht einfach Worte sind, bitte ich jeden von euch, sich eine Liste zu machen, was dich freut, jetzt – was kann dir heute helfen das du mehr Freude in dein Leben bekommst? Was brauchst du? Sei gnädig mit dir und gesteh dir soviel ein, wie du auf deinen Zettel bekommst. Schokolade, Schwimmen gehen, Sauna, Buch lesen, Reise planen, Tanzen gehen, einen Freund anrufen, Fußball spielen, Malen, Theater, stillsitzen, Kinder anschauen, im Wald spazieren gehen, auf einen Berg klettern, Pause machen, ausruhen oder das Gegenteil aktiv sein – was macht dir Freude???

Und diesen Zettel erfüllst du dir heute. Heute ist dein erster Tag für mehr Selbstliebe. Wir machen so viele Todo und Einkaufslisten, diese Liste ist wirklich zutiefst sinnvoll! Was tue ich heute für mehr FREUDE für MICH???

Am besten machst du dir jeden Morgen einen solchen Zettel – alleine schon um zu lernen, dass nicht das Außen, der Partner, die Kindern oder Arbeitskollege dafür da sind, dich zu erfreuen, sondern du für deine Freude zuständig bist. Wir lernen nicht durch Forderungen und Maßregelungen, sondern durch Nachleben. Wir Menschen sind Nachmacher. Du tust also einen wundervollen Akt für deine Mitmenschen und Kindern, wenn du voran gehst und dich so sehr achtest und liebst, dass du für mehr Freude in deinem Leben sorgst.



„Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“ Laotse



Gerne könnt ihr hier ein Commitment abgeben. Wenn man es offenbarend postet, dann nimmt man sich selber verlässlicher in die Pflicht. Postet hier, was hier heute für euch tut um mehr Freude in den Tag zu bringen!



P.S. Ich lief ja schon gestern mit dem Wissen um diese Aufgabe im Kopf durch den Tag und immer wieder viel mir auf, dass ich keine Ahnung habe, was mich freuen würde. Und ich habe immer wieder in meine Feld gefragt und jetzt ist es da: ich möchte mich befreien. Immer noch fühle ich mich wie in einem Ei. Ich bin fertig entwickelt, hier drinnen ist es auch echt schön, aber eigentlich will ich hier raus. Ich spür es oft wie einen Klammergriff im Nacken, der mich festhält und mir fehlt es weiß Gott nicht an Mut für Sprünge in den freien Fall oder das Verlassen von Komfortzonen. Da ist was tieferes, was in Bewegung geraten möchte... doch wiiiieeee –

Ich weiß heute nicht wie das gehen soll, aber ich habe eine Bewegung in mir, die ich gerade das erste Mal ausgeübt habe, ich befreie mich aus dem fiktiven Ei, dessen Schale ganz schön hart ist. Ich schlage immer wieder und wieder dagegen. Diese körperliche aktive Bewegung aktiviert mein System in genau die Richtung in die ich will und nachdem ich das gerade fünf Minuten gemacht habe, spüre ich Freude in jeder Pore meines Körpers, Mut und Hoffnung. Es erinnert mich an meine Kindheit, wo ich oft genau solche Spiele gemacht habe. Und mit diesem Gedanke schließt sich ein Kreis: denn genauso wichtig wie die Schmerzen und Leiden der inneren Kinder liebend aufnehmen ist es ihre freie Wildheit wieder liebevoll in den Arm zu nehmen und ihren Ideen zu folgen. Ich werde heute und 50 bis 200 weitere Tage, dieser Bewegung aktiv jeden Tag 5 Minuten folgen, mal schauen, was mein System damit macht! Mein Commitment. AHO 




18. März - Tag 4 - STILLE


Heute ist der 4. Tag dieser Challenge für mehr Gnade in unserem Leben – immer noch auf dem Hintergrund der Überschrift, die jeder für sich gezogen hat.

Jetzt haben wir uns drei Tage vorbereitet, das Ziel aktiviert und Freude als Kraft mit ins Gepäck genommen. Die nächsten drei Tage dienen dazu, dass wir uns mental ausrichten. Dies ist eine zweite wichtige Ausrichtungsphase. Heute ist der Tag im Prozess an dem wir uns um unsere Schattenseiten kümmern. Du möchtest mehr Gnade für dich. Frage nun in dein System welcher Glaubensatz dir dabei im Wege steht. Welche alte Idee in dir springt da als erstes hoch?

Darfst du vielleicht nur ein schweres Leben haben, hart und lange arbeiten, weil sonst..... ? Darfst du dich nicht gehen lassen, weil  sonst passiert.... ? Oder ist es ehr ein Satz, wie ich bin es nicht wert...? Ich habe zu krasse Fehler gemacht...? Mich liebt eh keiner oder mehr ist nicht drin als das jetzt ... oder es interessiert ja doch niemanden....?

Welcher Satz bei dir als erstes aufploppt, schreib ihn dir kurz auf. Registriere kurz, wie es sich anfühlt diesen Satz aufzuschreiben. Frag dann noch in dein System wie viele Hindernisse, Glaubenssätze und Widerstände da noch im Weg stehen für mehr Gnade in deinem Leben – eine Zahl. Schreib sie auch auf.

Heute ist der Tag der Stille. Setzt dich nun für eine halbe Stunde still hin und nimm diesen Glaubenssatz wie ein verlorenes Kind auf deinen Schoß. Stell dir vor, es wäre ein Kind, was dir diesen Glaubenssatz über sich erzählt. Frag es, wo der Satz herkommt, wer ihm den gesagt hat und warum derjenige ihn wohl gesagt hat? Forsche mit dem Kind auf dem Schoß nach dem Satz. Was steckt hinter dem Satz, wovor soll er dich beschützen? Spüre die Angst die dahinter liegt, vielleicht nicht zu überleben oder verlassen zu werden. Nimm dieses Gefühl des Kindes auf deinem Schoß liebevoll in den Arm. Du fühlst es für dieses Kind. Tu es in Stille. Vielleicht kullern dir ein paar Tränen über die Wangen, dass ist gut. Halte das Kind, wie du ein verzweifeltes Kind halten würdest. Sei bei diesem Kind, bei diesem Glaubenssatz, bei dir bis du es liebhast und es sich beruhigt und wohl fühlt in deinem Arm. Dann hast du den Satz aufgelöst. Mit Gnade in dir. Schau noch mal auf deinen Zettel und fühle nach, wie sich das Gefühl gegenüber dem Satz verändert hat. Jetzt kannst du ihn verstehen und lieb haben und damit kann er gehen.

Zum Abschluss übergibst du der stillen Gnade die Anzahl der Hindernisse, Glaubensätze und Widerstände und bittest sie, diese auch für dich zu transformieren. Mögen sie in Liebe Frieden finden.

Und bedanke dich bei dir, dass du dich so ernst nimmst und liebevoll behandelst, dass du diese Übung gemacht hast. Sie ist ein großer Schritt in Richtung Selbstliebe. AHO




19. März -  Tag 5 HINGABE



Am fünften Tag in den 13 Tagen der Gnade geht es um die Eigenverantwortung und diese soll sich verstärken mit der Hingabe. Gestern lief mein Interview in dem Kongress Trotzdem Erfolgreich. Zwischen all den Speakern, die ihre Angebote preisen, hab ich nichts von meinen Angeboten erzählt – hab ich einfach vergessen. Ich war einfach ich in dem Moment. Und nun sitzt ich hier und zweifle an mir – wenn doch alle einen anderen Weg gehen, wieso bin ich so, muss ich umlernen?

Dieser Konflikt beschreibt wunderbar, was im Cocon los ist. Das Neue, die geschlüpften Imagozellen aus denen der Schmetterling wachsen soll, mein mich zeigen, wie ich bin, ist da und das alte System (in dem ich früher immer geschaut habe, wie machen es die anderen, ich mache nach* und dann etwas tat, was nicht ICH ist) versucht meinen neuen Weg zu torpedieren mit Zweifeln, sowie das alte Immunsystem der Raupe, die Imagozellen versucht zu töten, obwohl der Fortbestand der Spezies Raupe/Schmetterling den Umbau unbedingt brauchen, weil nur der Schmetterling sich fortpflanzen kann.

Hingabe an das eigene ICH. Ich gebe mich mir hin, ich gebe mich mir ganz. Ich bin jetzt mal die erste, die mir vertraut, dass der Weg, der aus der Tiefe meine Intuition kommt, der richtige ist.



* Wir sind Nachmacher, das ist die Art, wie wir Menschen lernen. Eine gute wudnervolle Art des Lernens. Doch: ich denke da an die neue Verfilmung des Dschungelbuches, wo die Essenz so sichtbar ist. Solange Mougli versucht es auf Wolfsart zu lösen, funktioniert es nicht. Ganz im Gegenteil: daraus entwickelt sich eine Katastrophe nach der anderen, die alle gefährdet. Erst als er sich traut sich als Mensch, sich als das zu zeigen, was die Tiere, seine Familie als Feinde ablehnen, sich als das zu zeigen, was er ist, mit seinen Fähigkeiten, da hat er Erfolg und kann wirkungsvoll handeln. Ich will sagen, bei allem Nachmachen ist es wichtig, dass immer im Abgleich mit dem eigenen wahren Sein passiert.



Geben wir uns hin. Geben wir dem ICH, der Wahrheit in uns, alle Liebe, alle Ehrung, alle Kraft. SO BIN ICH. Dieser Satz darf mit größter Hingabe gesagt sein. AHO




20. März – Tag 6 – HUMOR


13 Tage der Gnade. Gnade erinnert uns an die Liebe. Sie bringt Leichtigkeit und Freude mit sich. Wir werden weich mit der Gnade. Gnade ist immer da, wenn wir offen für sie sind. Wie ein Zeichen des Himmels. Gnade ist die Süße des Lebens, fein und still. Sie entspannt uns, lässt uns die Waffen nieder legen. Gnade lächelt.

In diesem Jahr wandert die Sonne heute schon in den Widder, heute ist Frühlingsanfang. Heute ist der letzte Tag an dem wir uns vorbereiten – uns mental vorbereiten, für die Wandlungszeit des Prozesses, der die nächsten drei Tage läuft, bevor wir die letzte drei Tage damit verbringen wie wir das Gelernte in den Alltag bringen

Der Schritt Nr. 6 ist die Ehrlichkeit im Wir, die Stelle, wo wir uns ansehen, wie wir selber ausweichen indem wir anderen die Schuld geben und unsere Fehler auf sie projektieren. Es bedeutet ne Menge Mut, wenn wir die Ehrlichkeit und Offenheit aufbringen vor uns selber und die Projektionen zurückholen in unser System. Doch ohne dem, ist der Verbindungskanal mit den anderen Menschen verstopft. Dieser Schritt ist ein Reinigungsschritt – und womit kann uns Gnade besser helfen an dieser Stelle als mit Humor. Seien wir gnädig mit uns, wir alle nutzen Projektionen um unseren blinden Flecken auszuweichen. Nehmen wir uns mit Humor an dieser Stelle. Lachen wir über unsere Fehler und die Konzepte, die wir uns aufbauen, um uns vor uns selber zu tarnen. Diese Idee, dass wir uns loswürden, wenn wir im Außen rumwurschteln oder umgedreht, dass unsere Bedürfnisse sich befriedigen würden, wenn wir sie aus dem Außen fordern – birgt schon einen gewissen Humor. Unser Leben ändert sich nicht, wenn wir Außen zwingen sich zu ändern – wir reden und diskutieren, predigen und erziehen mit unter und meinen unter dem Deckmantel des Helferleins, dass wäre was ganz Tolles, was wir da tun – dabei weichen wir in diesen Momenten nur uns selber aus und anstatt eine konsequente eigene Handlung zu vollziehen fordern wir sie im Außen - als würde uns irgendwer im Außen davor bewahren können unseren eigenen Weg zu gehen. Als könnten wir unser Leben leben, wenn andere voran gehen. Und obwohl uns das allen klar ist, fallen wir immer wieder auf diese naiven Egostrategien in uns herein, – ja, mögen wir lachen über uns selber, gnädig und mit Humor dieses verdrehte Konzept in uns erlösen. Wir sind schon lustig, wir Menschen.



Ja klar, wir brauchen die Anderen. Nicht um ihnen zu helfen, sondern um von ihnen zu lernen. Umgedreht wird ein Schuh daraus. Denn unsere betriebsblinden Flecke entdecken wir nur über eben die Spiegelung im Anderen. Es ist ist ein mega wichtiger Schritt, die Verbindung aufnehmen mit Außen, um Hilfe bitten, positiv, neugirig auf Außen schauen, was es uns heute wieder über uns selber zeigt. So wie die Imagozellen im Zellbrei im Cocon sich zusammentun in Gruppen, in Cluster. Die Stammzellen im Zellbrei tun sich zusammen und informieren sich über Verbindungslinien über ihre Existenz. Mehr ist nicht nötig – denn wir sind Nachmacher und lernen von denen, die Vorrausgehen. Nicht weil die reden, sondern weil die es leben und wir uns erinnern an unsere eigenen Fähigkeiten und dann selber gehen können.
 
21. März – Tag 7 --- MUT
Nun wechseln wir in das dritte Feld. Im Osten geht die Sonne auf, der Frühling kommt mit geballter Kraft. Das Feuerelement, Vater Sonne. Die Stäbe im Tarot.
Gnade braucht Mut. Mut braucht Gnade. Mut ist fröhlich und bewegend. WEnn wir ins kalte Wasser springen, kieksen wir vor Vergnügen und freuen uns über das erfrischende Kalt. Das ist Mut. Ein gnadenvoller Akt der Menschlichkeit. Mut ist das Verlassen des Alten, das vielzitierte Loslassen. Nicht verlassen, sondern lassen.
Hier steht ein Artikel übers Loslassen:

In den Filmen wird diese Stelle immer sehr dramatisch dargestellt, der Protagonist steht am Abgrund, wird gejagt und er hat nur eine Möglichkeit: nach vorne ins Ungewisse springen oder sich töten lassen von dem Antagonisten – keine Ahnung ob er den Sprung überlebt. Sie springen oft ins Wasser, was unsere Emotionen symbolisiert – übersetzen wir dies, kommt die Frage für heute: sind wir mutig genug für den Sprung in unsere Emotionen. Nicht um sie auszuagieren, sondern um sie in uns zu fühlen. Der Mut ist im 13 Schrittekreis genau gegenüber der Bereitschaft. Im Cocon ist die Lösung um das neue System, also den Protagonisten zu retten, dass er sich zusammenschließt in Clustern – in Gruppen. Raus aus der Einsamkeit und in Hingabe hinein in die Verbindung. Und zwar nicht in der alten Form, sondern so, wie ich authentisch schon in mir gewachsen bin. Der Mut wird unterstützt von der Leichtigkeit und der Disziplin – das ist das Feuerdreieck im 13ner Kreis – die 13 ist die Mitte auf die sich alles bezieht und die das Dreieck zum Tetraeder macht – dreidimensional, in Gruppe sozusagen. (Wer mehr über die heilige Geometrie der 13 Schritte erfahren möchte, hier ist ein Artikel über den 64 Tetraeder: http://schamanin.ninaschmitz.de/2017/03/13-schritte-im-64-tetraeder.html )
 
 
22. März – Tag 8 – Achtsam

Der Same der Acht. Acht ist die Wandlung. Achtsamkeit ist Bewusstwerdung. Dieser Gnadenprozess schenkt uns am Tag des Wandels den Samen für die Bewusstwerdung. Ich bin immer wieder begeistert, was für schöne Kombinationen herauskommen, wenn man Karten zieht! Heute ist der Feuertag der 13 Tage der Gnade. Mögen wir fühlen und wachsen und in Stille annehmen, achtsam. AHO


23. März – Tag 9 – Wunder

Am Tag des wahren Handelns kommt das Wunder. Auch sehr schön. Ich hab immer das Gefühl, wahres Handeln ist vor allem Dankbarkeit und Stille. Für Wunder ist noch etwas Wichtiges nötig: Empfangen! Ohne Empfangen kommt kein Wunder an. Wenn unsere Kanäle verschlossen sind, bleiben auch die Wunder vor der verschlossenen Tür. Heute dürfen wir unsere Kanäle öffnen. Bereit sein, dass die größten Wunder uns begegnen – das ist Gnade.

Wahres Handeln ist Empfangen. Gnade ist Empfangen, finde ich auch gut. Damit geh ich heute. AHO
 
 
24. März - Tag 10 - KRAFT

Guten Morgen Gnade. Wie ziehst du in mein Leben ein? Das frage ich mich immer wieder. Und der gestrige Punkt hat vieles aufgeweckt, doch ich frage mich noch wie das geht....??? Ich habe einen Tag der Wunder erlebt. Schon in der früh habe ich einen Brief im Briefkasten gehabt, der eine unmöglich erscheinende Situation ermöglicht. Ich bin ein Kulanzfall und bekomme ein riesen großes Geschenk. Später war ich bei einem Rechtsanwalt und habe von ihm genau die Unterstützung bekommen, die ich mir gewünscht habe. Und ich habe in mir den Mut mich endlich mal zur Wehr zu setzen – das habe ich mich noch nie gewagt und alles geht ganz leicht und einfach. Es befreit mich, es lässt mich atmen und glücklich auf meinen Beinen fühlen. Ein wunderschönes Gefühl. Was ganz schnell verflog. Am Nachmittag saß ich dann alleine da und fühlte nach, was in mir los ist und bemerkte, dass ich mich schämte. Ich schämte mich, dass mir dies alles so leicht geschenkt wird und anderen vorenthalten wird. Ich schämte mich, dass mein Leben so leicht sein könnte – und ich fühlte, dass ich dieses Gefühl auch schon seit meiner Kindheit kenne – wahnsinn – denn ich konnte in dem Moment erkennen, dass ich aus der Scham heraus mir selber viele, viele leichte Situationen verweigerte und es vorzug, dass alles schwer ist in meinem Leben – schließlich bin ich ja stark genug um das zu stemmen, wieso sollte ich es also leichter haben als andere – die anderen, die nicht so stark sind wie ich, die sollen es leicht haben – wow – ich kann das noch nicht so recht fassen. Aber ich weiß genau, dass ich diese Gedanken schon oft hatte, dass es in meinem Leben total leicht fließt und mir alles zufällt und alles klappt, was ich will und ich kenne auch, dass ich mich zutiefst dafür schäme und das niemandem zeige, was mir leichtes passiert und oder das Leichte nicht annehme um ja keinen Neid und Verlust und Ablehnung auf mich zu ziehen. Die Verlustangst ist größer. Es gab Menschen in meiner Familie, die es noch schwerer hatten als ich und für die es wichtig war, dass sie damit nicht alleine sind, es gibt ein solidarisches schwer machen in mir. Auch weil ich den Neid gespürt habe von dort, der sie von mir trennt und ich wollte doch unbedingt dazu gehören. Ich bin ein Glückskind, aber das wird mich vereinsamen – diesen Satz gibt es in mir und ich habe das Glück verweigert. Es ist so absurd, was ich da in mir finde und ich schon gestern in der abendlichen Gruppe sah ich die Anderen nicken als ich davon erzählte – es gibt also ein Phänomen, was wir kennen, dass wir uns das Glück, das Leichte verweigern, weil wir Angst haben, dass wir durch die Begünstigungen des Glücks aus Neid von den anderen verlassen werden – ja, dass ist echt ne Nummer.

Und der gestrige Eintrag macht das energetisch sehr deutlich. Ich blockiere in mir den Empfangskanal. Oder ich empfange das Wunder, aber ich weigere mich es als solches anzuerkennen und spüre in mir nicht die Dankbarkeit, sondern eine Leere – was zur Folge hat, dass sich das Wunder nicht zu Hause fühlt und wieder geht. Ich verbinde mich nicht mit meinem Erfolg. Ich mache ihn klein, erkläre ihn zur Selbstverständlichkeit und degradiere das Wunder dadurch – und ich kenne das aus meinem Leben, dass ich etwas bekomme und dann geht es wieder.

Ich stelle fest, dass es genauso wichtig ist, die Schmerzen und unangenehmen Gefühle zu fühlen, wie die Wunder. Ich darf unbedingt lernen, dass ich die Wunder annehme. Ich weiß noch nicht, wie genau das geht und ich weiß noch nicht, wie ich mit dem Neid von außen umgehen soll, aber gerade mit dem Begriff von heute wird mir die Notwendigkeit dieses Schrittes deutlich klar: denn mein Leben, indem ich lieber alles Schwere getragen habe weil ich ja so stark bin – verlangt jetzt mit fast fünfzig Jahren ihren Tribut – ich hab keine Kraft mehr. Ich bin echt müde und ausgelaugt – ich bin auch mit meiner Kraft als Recource hundsmiserabel umgegangen. Ich habe sie verschleudert und nicht mit Bedacht, mit Vorsicht und behütet eingesetzt. Ich nehme heute meine Kraft in den Arm und danke ihr für diese lange Unterstützung und ich bitte sie um Verzeihung, dass ich sie so ausgelaugt habe. Ich werde heute meine Kraft wiegen in meinem Arm, denn sie hat mich mein Leben lang begleitet und mir geholfen meine seltsamen Überlebenswege zu gehen, obwohl das auf ihre Kosten ging.
Dieser Punkt in uns allen, wo wird das Leichte, die Wunder und die Schönheit des Lebens draußen lassen, den dürfen heilen – das ist genauso wichtig wie der Punkt wo wir Opfer wurden oder schlimme Dinge erlebten – wir haben dann eine Überlebensstrategie entwickelt und dazu gehört das verweigern des leichten Weges. Doch irgendwann kann unser Körper die Kompensation nicht mehr tragen – man nennt das Dekompensation – im medizinischen ist das wenn ein Organ, was das System mit kompensierendem Einsatz gerettet hat, versagt, weil es überlastet ist. Und dieser Punkt tritt auch psychisch ein, wenn wir uns nicht von unseren Überlebenstrategien befreien. Es ist überlebensnotwendig, dass wir unser System wieder in die Ordnung bringen und dazu gehört es auch Fülle, Liebe, Leichtes, Wunder, Kraft, Hilfe und vieles, vieles Mehr, was es hier an wundervollen Geschenken gibt EMPFANGEN! 
Und es gibt noch einen Satz: Die Neider werden nicht davon lernen und erlöst werden aus ihrem Mangel, wenn wir mit ihnen leiden, sondern wenn wir vorrausgehen und zeigen, dass es einen Weg gibt, wie man sich aus Mangel befreit.... kann natürlich sein, dass wir dann erstmal alleine sind, aber neben einem Neider sind wir sowieso alleine. Mein inneres Kind auf meinem Schoß heißt mal wieder Verlustangst heute und ich erkläre ihm dies... mal sehen wohin uns das bringt... habt einen schönen Tag mit diesen Ideen. Viel Kraft!    


25. März - Tag 11 - Zärtlichkeit



Möge uns unsere eigene feine, santfe Berührung unserer Seele heute durch den Tag tragen. Mögen wir uns achtsam und zärtlich halten, anhaltend und verbunden. Möge wir uns stündlich Liebkosungen flüstern, uns mit Gelassenheit streicheln. Mögen wir uns den Raum und die Ruhe schenken, indem sich diese Zärtlichkeit entfaltet. Denn erst aus der Art, wie wir uns Innen selber behandeln erwächst im exakten Spiegel was uns Außen widerfährt.

Es bedarf der Konzentration einer Meditation und auch die Übung und tägliche Praxis, die wir damit wir unser Herz, unsere Inneren Kinder und die oft solange ignorierte innere Stimme wieder hören und zärtlich pflegen. Wenn wir uns selber empfangen können, können wir auch die anderen Menschen empfangen, können wir Fülle empfangen und Wunder. Möge Zärtlichkeit unser Leben erobern und wir die Zärtlichkeit. AHO



26. März – Tag 12 – Face The Truth


Ich mag diesen Ausdruck, für den ich keine Übersetzung einsetzen möchte. Für den Weg, den dieser Ausdruck mit sich bringt. Es ist die gnadenvollste Idee, die ich kenne. Unsere Wahrheit verstecken wir so sehr vor uns selber. Nicht nur kleine blinden Flecke, sondern ganze Konstrukte sollen uns täuschen. Es ist kein Wunder, denn unsere ganze Lebensform mit Werbung und Kaufsucht und was wir angeblich alles nötig haben um glücklich zu sein oder was andere so festlegen, was ein erfolgreicher Mensch so wäre, ist ein Fake, dem wir aufsitzen. Doch wieso fallen wir darauf alle rein? – und diese Manipulation findet ja nicht nur so plump wie bei der Fernsehwerbung oder in den Idiologien von Abendserien statt, auch an spirituellen Orten finden wir Erfolgskonstrukte, die ganze Gruppen manipulieren plötzlich den Ideen der Lehrer hinterherzurennen. Politiker genauso wie Presseleute. Wieso ist unsere westliche Welt dafür so anfällig?

Im Gegensatz zu Naturvölkern oder indigenen Menschen sind wir hier entwurzelt, haben die unsere Mitte verlassen und das ist kein kleiner Irrtum, sondern eine tiefe Verwirrung seit langer Zeit, die nicht nur einzelne, sondern unsere ganze Spezies inzwischen bedroht. Und nicht eine neue Verfassung oder neue Gesetze – also neue Konstrukte helfen, sondern jeder Einzelne ist gerufen bei sich anzufangen.
Um Menschenseelchen für ein ganzes Leben lang aus ihrer Mitte zu katapultieren braucht es nicht viel. Es reicht, wenn wir als Babys direkt nach der Geburt nicht bei unserer Mutter liegen und geprägt wurden. Wir Menschenkinder müssen genauso geprägt werden wie Gänse und Enten. Aus den Tierversuchen kennen wir die Ergebnisse, doch hier bei uns Menschen sprechen wir uns dies ab. Wie konnte es passieren, dass wir uns mit der Industrialisierung  noch weiter von uns abwandten als schon im Mittelalter? Wie konnten wir dem Fake aufsitzen, dass diese westliche Welt erfolgreich und ein Fortschritt ist, besser als Naturvölkerleben wäre? Ist es wirklich ein Fortschritt, dass es Krankenhäuser gibt und die Babysterblichkeit zurück ging – es ist eine schwere Frage, denn auf der anderen Seite gibt es nun eine ganze Generationen geprägt von Verlustangst ausgelöst durch Babystationen in Krankenhäusern und der Idee je früher Kita desto cooler sind wir und schlimmeres. Und das ist keine Kleinigkeit, die wir uns damit antun. Diese getarnte Unfähigkeit der Verbindung benötigt eine Menge Kompensation. Wir laufen wie Zombies durchs Leben und kaufen und arbeiten fürs kaufen, bekommen Kinder, die wir weggegeben um mehr arbeiten zu können, um ihnen mehr bieten zu können und sterben ohne dass wir anhalten. Finden tausend Konstrukte für die Schreie des Körpers, schlucken Pillen oder machen so was wie Chemo um das Schreien zu stoppen – das ist Wahnsinn - wie oft habe diesen Lebenslauf beobachtet und auch selber gelebt. Wir stopfen unsere Löcher mit allen möglichen Konstrukten. Je nach Blase, in der wir dazu gehören möchten. Ich hab schon so viele gesellschaftlich erfolgreich beurteilte Menschen erlebt, die gar nichts wussten von ihren Traumen und erstmal völlig zusammenbrachen als sie der Wahrheit ins Gesicht sahen. Als die Gesellschaft mich als erfolgreiche Frau wahrnahm, hatte ich meine schlimmsten Jahre. Ich verdiente viel viel Geld, meine Vita zeigt die viele Anerkennung die ich bekam, doch in Wahrheit war ich ein Zombie hoch zehn. Und es hat über 12 Jahre gebraucht, dass ich mich mehr und mehr traue mich meiner Wahrheit zu stellen und noch mehr und noch tiefer. Wir Menschen bauen immer neue Konstrukte an die Stelle der alten und meinen jetzt wären wir erwacht. Schon wenn wir meinen, jetzt hätten wirs begriffen fallen wir wieder auf ein neues Konstrukt rein. Der Kopf kann nicht erwachen. Er kann nur Konstrukte bauen. Selbst die vielzitierte Liebe ist besetzt mit so vielen Konstrukten. Wir Menschen sind so krass manipulierbar, so blind. Sobald wir auf unser Denken hören, auf unseren Kopf und das was wir Verstand nennen, sind wir schon verloren. Unser Denkapparat findet für jede Vorstellung ein wasserdichtes Konstrukt. Für das, an das wir gerade glauben, dass es wahr wäre, genauso wie für das Gegenteil.
Die Wahrheit trifft uns nicht übers Denken. Die Wahrheit trifft uns anders: Unser Körper lügt nicht, wenn er Schmerzen hat. Unsere Emotionen lügen nicht. Wir haben Anhaltspunkte in uns, doch wir hören lieber auf die Konstrukte, weil wir dann nichts ändern müssen als ....
Stop, durchatmen.
Ich erlebe als die gnadenvollste Wahrheit Ideen wie „ich weiß gar nichts“, weil „alles ändert sich immer“ – es gibt nichts zu lehren, nichts steht fest – Face the truth, bringt jeden Tag ein Stück mehr Freiheit, doch sie bringt auch sowas wie Schwerelosigkeit in unser momentanes Dilemma. Es ist schwer sich an diese Schwerelosigkeit zu gewöhnen, nichts ist sicher, außer das Nichts - doch face the truth ist ein guter Weg – denn wir fallen mitten ins Hier und Jetzt damit. Alle Konstrukte zerbröseln irgendwann, spätestens wenn wir sterben gehen wir wieder mit Nichts von dieser Erde - wir schweben alle frei, der freie Fall ist unser sicherstes Zuhause. Face the truth bringt nicht meine Wahrheit ans Tageslicht oder Deine oder die irgendeiner Kirche oder Buddhas – alles nur Konstrukte – der Weg von face the truth ist etwas anderes. Ein Baum ist Wahrheit, eine Fliege, die Blumen und Affen und Gänse und Löwen – überall dort, wo der Denkapparat keine Konstrukte dazwischen fuschen kann, dort ist Wahrheit. Von dort können wir uns wieder inspirieren lassen, Liebe lernen und uns neu verwurzeln. Mutter Erde ist Wahrheit. Unsere Kinder sind die reinsten Menschen, die noch am nächsten angebunden sind, von ihnen können wir lernen – nicht sie von uns – im Moment ist es umgedreht – das ist die Verdrehung dieser Zeit - die Kinder sind der heiligste Teil unserer Menschheit. Face the truth. AHO
 
 
27. März 2017 - GNADE
Der letzte Tag dieses 13 tägigen Prozesses.....
Worum ging es? Was war unsere Überschrift - ich hatte die Karte Leichtigkeit für meine Überschrift gezogen. Und ihr? Möge die Gnade jedem das bringen, was er am meisten braucht, dafür ist gnadenvolle Zeit und Liebe da.... mir fehlen die Worte

29. März 2017 - ich finde noch immer keine abschließenden Worte und so bleibt dieser Prozess noch ein paar Tage offen auch wenn er für 13 Tage deklariert war. Irgendein Puzzel fehlt, ich halte Ausschau und gehe in mein Geburtstagswochenende. Mögen wir empfangen, was fehlt, damit wir die Gnade am Tag der bedingungslosen Liebe vollends in uns aufnehmen.