Montag, 21. November 2022

Die scheinbar paradoxe Tür oder der Weg der Freiheit

und was Selbstliebe eigentlich ist.

 


Der Weg der Heilung ist, wenn Mama, Papa oder eine liebende Gruppe von Menschen dich so auffängt und umhüllt und dir all das gibt, was du brauchst, damit deine Wunden heilen können. Deine wirklich tiefen Wunden deiner Seele. Indigene Völker haben vielleicht noch das Standing. Wenn du das Feld um dich hast, dass du den Weg der Heilung gehen kannst, gehe ihn immer. Er ist friedvoll und wunderschön.

Wir sind gerade nicht in einer Welt, einer Zeit, in der wir den Weg der Heilung gut gehen können. Wir hier sind an Symptombehandlung und Taubstellung gewöhnt. Wem also dieser Weg gerade nicht offensteht, der kann den Weg der Freiheit wählen und den üben wir hier. Die Außenwelt erscheint oft als größer, machtvoller, als mich bestimmend. 

 Was meine ich damit?  Manchmal kommt die Außenwelt und schreit mich an: „Du bist ein Nichtsnutz.“ Als wäre die Außenwelt größer und mächtiger als wir selbst. Als unser Innen. Und unser System zuckt zusammen, wendet sich ab, versucht darunter weg zu tauchen bei gleichzeitigem Ausweichen der Außenwelt. Es gibt eine Schicht in der wir taub werden, Schutzpanzer bauen und uns darin zusammenziehen. Es gibt ne Menge und vielfältige Reaktionen auf diese krassen Begegnungen von der Außenwelt von Revolte, Weglaufen, Kampf bis hin zu Todstellen und Dissoziation. Versteht ihr, so reagieren wir hier üblicherweise, sowohl auf Anweisungen des Staates, wie wenn deine Mitmenschen dich kritisieren. 

Diese Wege, die wir bisher beschreiten, bringen weder Heilung noch Befreiung. Ich kann´s mir in meinem Cocon/Schutzpanzerbequem machen und mir einreden, dass ich´s hier drinnen schon umbaue, was mir alles so weh tut und ein wunderwunderschöner Schmetterling werden und dann werden sie schon alle sehen… 

Ich glaube, wir warten uns zu Tode, haben ein mega langweiliges Leben, bei dem wir uns das Leben der Helden lieber in Filmen anschauen und wachen dann irgendwann auf und merken, dass diese kleine Lebensspanne vorbeigeflossen ist an unserem Cocon und wir´s verpasst haben. Verdammt!

 

Was ist das, was wir nie wagen? 

Mich dem Glaubenssatz „Ich bin ein Nichtsnutz“ hingeben, ihn annehmen, voll und ganz. Ja, ich bin ein Nichtsnutz. Lass die Kraft dieses dich vernichtenden Feuers doch mal durch dich fluten. Beweg deinen Körper dabei. Schüttle dich. Sage laut JA, ICH BIN EIN NICHTSNUTZ. Was soll denn passieren? Dich wird Übelkeit durchfluten. Dich wird Schmerz nicht gesehen zu sein, fluten. Dich wird Verlorenheit fluten. Fühle das. Stell dich diesen dich flutenden Gefühlen. Kotze. Weine, Schreie vor Schmerzen. OK. Und weiter? Was passiert dann? 

Dann schwellen die Gefühle ab und du stehst da immer noch. Bist ganz du, immer noch dieselbe Person. Du hattest Jahrzehnte lang Angst vor diesem Satz. Nur wegen ein paar Tränen? Hast dich dagegen gewehrt und soviel Schutzmauer aufgebaut, weil du einmal Kotzen vermeiden wolltest? Weil du nicht der dumme Junge, das dumme Mädchen sein wolltest? Wie krass viel Eigenenergie verbraucht so eine Schutzmauer, wenn du sie täglich aufrechterhältst? Hast du dir das mal überlegt, woher dein Burnout wirklich kommt???  Was wagst du also nie? Tu es.

Und jetzt schaue ich mir den ach so gefährlichen Satz mal näher an: Mein Gott, ja, ich bin ein Nichtsnutz. Solange ich in meinem Cocon sitze, nütze ich vielleicht tatsächlich der Heilung von Mutter Erde nicht gut genug. Ich bin auch faul. Ich bin auch eifersüchtig. Ich bin auch zickig. Ich bin alt. Ich bin hässlich. Ich bin feige. Also, ich geh jetzt gerade die ganzen Sätze in meinem System durch. Du wirst andere haben. Ich bin aber doch immer noch die gleiche hier in mir drinnen und hier mit meinem Körper. Auch wenn ich diese Sätze durch mich durchlasse und das eine oder andere als wahr in mir erkenne. Ich bin immer noch genauso schön und plötzlich merke ich erst, dass ich tatsächlich gerne viel mehr nützen würde als ich es gerade tue. Ganz anders als die, die mir das als kleines Mädchen vorwarfen, von mir wollten, aber ja, ich nütze der Welt krasser Weise genau wegen dem Kampf gegen diesen Satz, weniger, als wenn ich den Satz erlaube und schaue, wo ich denn nützen möchte, wo ich wirksam sein möchte. Plötzlich habe ich freie Kraft um mir eine neue Handlung zu kreieren, die super nützlich ist.

Was gibt es denn größere Selbstliebe als wenn ich mich mit all meinen Fehlern liebe. Ist doch nicht schlimm, dass ich eifersüchtig bin. Und? Was solls? Dann fühle ich eben ein Gefühl, was eines der größten Tabus auf sich trägt? Und? Mein Gott, das tun in Wirklichkeit sehr viele Menschen, besonders die, die sagen, sie kennen keine Eifersucht… Ich nehme meine Eifersucht sogar ernstund nutze sie für meine Wachstum. Ich liebe auch meine Angst. Oder meinen Ekel. Oder meine Wut. All meine tollen Gefühle zeigen mir, was ich im ersten Augenblick nicht bemerkt habe an der Außenwelt. Danke, ihr geliebten Gefühle.

 

Das spannende ist diese paradoxe Tür, die wir alle so vermeiden. Wir glauben, wenn wir sagen, „ja, ich bin ein Nichtsnutz“, würden wir es werden und darin für immer festsitzen. Dabei ist es genau umgekehrt. In der Gegenwehr, dem abstreiten und sich dagegen wehren, in dem NEIN, steckt soviel Aufmerksamkeit die wir halten müssen/weghalten müssen – und Energie folgt der Aufmerksamkeit, sprich das Nichtsnutzen wird immer größer durch Gegenwehr – viel mehr als wenn wir einmal „Ja“ sagen. In dem Ja, stehen wir uns bei. Dann erst kann unser Inneres hinschauen, wieviel davon wir wirklich sind. Denkt unser innerer Kritiker das über uns? Haben wir diese Glaubenssätze geglaubt damals als wir klein waren? Sind wir vielleicht wirklich noch nicht so wirksam, wie wir es aber gerne wären? Und warum? Mit dem Ja kann der Satz sich bewegen, sich verändern, tatsächlich viel schneller durchfließen, weiterfließen, sich entfalten und wirken und wir haben die Lektion dahinter gelernt und sind wieder frei. 

Das scheinbar Paradoxe tritt ein und ist gleichzeitig völlig logisch.

 

Und: Wer soll denn zu uns stehen, wenn wir selbst nicht zu uns stehen? Wir sind doch die einzigen, die genau wissen, welchen krassen Weg wir bis hierhin schon gegangen sind und warum wir gerade so sind, wie wir sind. Und wer sagt denn, dass Bruttosozialprodukt hochtreiben der Gemeinschaft wirklich viel hilft und nicht gerade deine Forschung, wie du heile wirst, viel wichtiger, sozial wirksamer und nützlicher ist. Hey, ja, also wage ich den anderen Weg und sage: „Ich bin ein Nichtsnutz, so what?“ Und? Ich liebe mich so wie ich bin. Ich liebe mich einfach und ich bin treu bei mir. Ich, wenigstens ich, halte zu mir. Ich halte zu meinem Nichtsnutz in mir. Ich lieb den so doll in mir. Es ist alles ok. Das ist viel mehr Selbstliebe als mich mit Badewannenentspannung zu versorgen. 

 

Ich war viele Jahre meines Lebens mit nazistischen Partnern in toxischen Beziehungen verstrickt. Heißt, ich hatte viel Zeit mich mit den fiesen Vorwürfen, von mir sehr nahen Menschen, auseinanderzusetzen. Bei genauer Betrachtung musste ich mir eingestehen, dass diese Männer nur eine besonders gute Beobachtung besaßen und meine inneren Kritikersätze wiederholten. Mich spiegelten in dem, wie ich innerlich mit mir selbst umging. Das nimmt ihnen nicht ihre Verantwortung für so gemeines Verhalten ab. 

Doch ich konnte das nutzen und wuchs in mir über meinen Cocon hinaus, als ich anfing mich weder den Sätze gegenüber ausgeliefert zu fühlen, noch weiter gegen die Sätze oder die Männer zu kämpfen, sondern diese Sätze in mir bejahend annahm. 

Ja, ich fühlte mich dick. Ja, ich fühlte mich hässlich und alt. Und ich hielt mich liebend, zu mir haltend, in der Verzweiflung, wund und getriggert fest im Arm. „Dann bleibe ICH eben bei mir, wenn mich sonst keiner will.“ Waren meine ersten heilenden Sätze in mir.  Ich bleibe trotzdem bei mir und liebe mich. Und je mehr ich mich hielt und liebte, desto mehr ging die scheinbar so paradoxe Tür wieder auf. Eigentlich konnte ich einfach wieder die Wahrheit sehen. Ich bin weder alt, noch hässlich oder dick. Ich bin wie ich bin. Ich finde mich wieder wunderschön mit meinem Gewicht und meinem Alter. 

Und plötzlich fand ich die Kraft in mir wieder, dass ich mir viel mehr wert bin, als das ich jemanden neben mir dulde, der mich gerne verletzt. Und ich konnte mich voll leicht trennen. Und das alles über diese paradoxe Tür des Ja-sagens. Es ist wie windstille, Frieden, der dann innerlich eintritt. 

 

Warum nutzen Menschen Fiesheit? Ausgrenzung oder Verurteilung? Hinter all den Sätzen ist doch nur der Versuch uns zu isolieren. Du bist so schwer, kaputt, krank….und so will dich keiner. Dann wirst du alleine sterben. Einsam und verlassen. Autsch. Und was passiert in mir, wenn ich dem Glauben schenke??? In diesem Zustand sind wir gewillt uns manipiulieren zu lassen und werden zum Peoplepleaser. Wir tun, was der andere von uns will. 

In unserem Cocon ziehen wir uns dann tatsächlich zusammen und sind einsam. Doch vor allem sind wir von uns selbst verlassen.Das ist eine normale Schutz- und Überlebensstrategie, wenn ich ein Kind bin. 

Doch nun bin ich erwachsen. Ich bin dem Cocon entwachsen. Drehen wir das doch bitte jetzt um und gehen durch diese paradoxe Tür. Die ersten Schritte sind schwer und Angst besetzt – aber glaube all den Heldinnen dieser Welt: Du schaffst das!!!! 

Fühlen all die Gefühle wieder, vor denen wir als Kind Angst hatten und lassen unser System nachlernen, was es braucht. Kotzen ist nicht so schlimm, es reinigt. Weinen tut gut, es entlastet. Luftboxen bei Wut macht einen wahnsinnig klaren Kopf. Auf der Stelle rennen, das Flüchten imitieren, lässt uns danach sehr stark und wirksam fühlen. Gefühle möchten sich über eine Bewegung des Körpers ausdrücken. In dem Moment wo du sie ausführst, spürst du deine Eigenmacht wieder und gibst dir eine Größe zurück, die dich mit etwas Übung selbstsicher und dem Außen gegenüber gewachsen fühlen lässtSo kehrt Selbstliebe, Sicherheit und Stärke in dein System zurück. Erleb es. Schüttle dich und fühle!  

Das ist der Weg der Freiheit! 

 

 

Nina Lara Schmitz, 21. November 2022

 

 



 

 

 

 

Montag, 29. August 2022

Selbsthilfetools erlernen - Gruppen starten jetzt !

 Selbsthilfetools für den Weg in die eigene Freiheit

*für Menschen, die es wirklich wissen wollen.

Kleingruppen 4—6 Menschen

Über 3 Monate alle zwei Wochen 3 Stunden // September – Dezember 

Bevor das neue Jahr beginnt, stehst du auf einem ganz neuen Level! 

Du gibst ein Commitment für diese drei Monate und bist jedes Mal dabei. 

Pro Termin 40,- 

Bitte bei Interesse PN. Oder gleich: 0178 5373368 

Wenn die nächste Warteliste voll ist, können wir eine neue Gruppe starten

In meinem Atelier, Nina Schmitz, Berlin-Prenzlauerberg

 

Du bist aufgewacht in einer toxischen Beziehung, oder fühlst dich verwickelt in Altlasten/ Traumen, einsam und hast schon so viel probiert. Doch du willst es unbedingt ändern. Du willst unbedingt dieses Gefühl von Frieden und Freiheit in dir spüren. Du willst so sein können, wie du schon immer wusstest, dass du eigentlich bist. Doch du hast keine Ahnung, wie du tiefer gehen sollst? Dahin, wo deine Beteiligung dich immer wieder in ähnliche Situationen bringt? Du verstehst deinen eigenen Magneten in dir nicht und weißt nicht, wie du dich selbst neu ausrichten sollst? Wie du dich schützen kannst? Wie du Grenzen setzt, in denen du dich dir sicher hingeben kannst? Wie du dich wertvoll fühlen sollst, ohne dass du dir neue Klamotten kaufst, zum Friseur gehst, sondern von Innen, in dir, mit dir? Alle reden von Selbstliebe, klar, die hilft, doch wie geht das? Du weißt auch nicht, wie du dich selbst hältst, gar aushältst, wenn du dich auf deinen Erinnerungen, die so sehr drücken, einlassen würdest? Du fühlst dich oft wie gelähmt oder weißt gar nicht mehr, was du eigentlich wirklich wirklich wolltest von diesem Leben? 




 

Ich lade dich ein auf eine Forschungsreise in dein lebendiges Leben. Ein Leben, indem alles so sein darf, wie es ist und du jeden Tag über dich hinauswächst. Ein Leben voller Bewegung. Ein Leben voller Gefühle und der Fähigkeit, dass du dich wieder mit anderen Menschen verbindest. 

Ich sage bewusst nicht in ein Leben voller Glückseligkeit, denn Lebendigkeit bedeutet alles fühlen: Schmerz genauso wie wilde Freude. Wir machen uns auf die Reise in uns selbst, hin zur Scham, zur Angst, zum Schmerz, zur Wut genauso wie zur Schönheit, Wildheit und hüpfender Freude. Wir wagen uns an die großen Gefühle. In diesem, geschützten Raum, durch den ich dich führe. Ich kenne den Weg, nicht nur als Therapeutin, ich bin ihn auch selbst gegangen. Ich bringe dir bei, wie du dich hältst und du wirst erfahren, dass du stark genug bist, schön genug, wundervoll genug und wild genug für deinen eigenen Weg. 

Wir üben Nein sagen und lernen unsere Grenzen neu kennen. Spüren unseren Körper wieder und erwecken Schritt für Schritt die uns schützenden Instinkte neu. Dies alles geht nur, wenn du bereit bist selbst zu gehen. Wenn du bereit bist diszipliniert deinen Hausaufgaben zu machen, deine täglichen Übungen. Wenn du Veränderungen wirklich wirklich willst. Und glaub mir, sowas wie Rauchen aufhören ist Peanuts. Doch die Freude der Befreiung, das Gefühl der eigenen Stärke ist schöner als jeder Orgasmus! Der Weg nach Innen lohnt sich so sehr!

Dies hier ist nicht einfach eine Therapiegruppe, sondern ein Commitment an dich selbst. Nur wenn du wirklich wirklich dich dir stellen willst und voran gehen willst, bist du hier richtig. 

 

 

Schütteln. Meditieren. Fühlen.

Wütend. Weinend. Lachend.

Ein Kurs in Selbstliebe. 

Was lernst du? Interaktive schamanische Reisen, Meditation in Stille, Innere Kind Übungen, die heile Ahnenkraft aktivieren, Schütteln: Aufweckkraft aus dem Kollaps, Vagusnerv beruhigen und deinen Instinkt als inneren Guru erwecken. Haka tanzen, Dich überwinden, mutig sein und dich berührbar zeigen. 

Mit Hausaufgaben und eigenen Challenges aktiv den eigenen Weg gehen. 

 

 

Ich bin Nina Lara Schmitz, 54 Jahre. Heilpraktikerin für Psychotherapie, ausgebildete Schamanin, ausgebildete Aufstellerin in Gefühlestellen und integrativer Traumatherapie. Seit 2014 mit eigener Praxis. Ich komme aus dem Leben einer erfolgreichen Künstlerin, studiert an der Kunstakademie Düsseldorf, beste Galerien, weltweite Ausstellungen und viel Geld, die alles verlor und nach drei Burnouts auf dem Weg ein vergessenes, krass schlimmes Kindheitstrauma aufdeckte. Ich fiel tief und schmerzhaft, ohne jedes Selbstwertgefühl oder Achtung vor mir oder meinem damaligen Weg. Zehn Jahre musste ich mit Schulden und im Harz4 kämpfen für den Weg einer Heilung ohne Klinik oder Medikamente. Sanfte Kräuter, tägliche, mutige Konfrontation, kontinuierliches Aufstellen, immer wieder neue Challenges führten mich durch dieses Tal und in mein jetziges selbstständiges, friedvolles Leben. Mit glücklichen, erwachsenen Töchtern und Enkeln, einem eigenen Garten, indem ich im Sommer lebe und vielen wunderschönen, wilden Erfahrungen. In allen Tools, die mir halfen, ließ ich mich ausbilden bei richtig tollen Lehrern. Die Erfahrung lehrte mich den Spaß an Herausforderungen finden, lehrte mich meine Stärke, meine Widerstandskraft.  Und vor allem mein Lachen und die Leichtigkeit, das wilde Tanzen sehr sehr schätzen. Selbst als ich gesellschaftlich anerkannt, reich und jung und schön war – habe ich mich nicht ansatzweise so glücklich gefühlt wie heute. Und dies alles möchte ich mit dir teilen.

Samstag, 18. Juni 2022

Ich schüttle meinen Arsch.


Und der Satz der mich antreibt ist: „Beweg dich. Beweg deinen verdammten Arsch.“ Nein, er ist nicht fett und ich bin auch kein Masochist, ich will einfach heilen. Die Verdammnis beweg ich. Ich spüre meine Wut, sobald die Taubheit auftaut wie Eis. Ich bin nicht mehr einverstanden mit dieser Verdammnis! Ich renne und boxe dabei und schüttle was das Zeug hält. Ist gar nicht so einfach. Ich denke an afrikanische Frauen bei denen der Po beim Tanzen nur so zittert und die damit wunderwunderschön aussehen. Bei mir wabbeln die Brüste und der Bauchspeck, aber im Po sitzt nen krasser Stock. War mir nie so klar. Und der Satz, der dazu gehört ist: „Das Leben tobt da, wo die anderen sind.“

Ich seh meine Geschichte dazu, mich als Kleinkind auf meine Eltern warten, warten, warten. Mal Wochen, mal Monate, mal nur Tage. Ich seh das dunkle Haus und die klebrige Energie in der ich warten musste. Und das ich weder wild, natürlich, lachend und schon gar nicht traurig und wütend sein durfte. Ich sollte still sein, gehorchen und lieb sein, vor allem lieb sein sollte ich. Eingefrorenes Grinsen und immer hilfsbereit und lustig. Ich war einen Monat alt und dann irgendwann auch vier Jahre. Klitzeklein. 

An dieser bewegungslosen tauben Stelle am Arsch hängt weder Missbrauch noch die Schläge, die ich bekam in dem dunklen klebrigen Haus – es ist das verdammte Warten, was mir am Arsch hängt – das von anderen aufgezwungene Warten. Und da wo meine Eltern hingingen da tobte das Leben und ich durfte nicht dabei sein. Ich war auch neidisch. Ich bin immernoch neidisch auf alle anderen, bei denen das Leben tobt. 

Kein Trauma, was ich alleine gepachtet habe – oh nein, es sind so viele, die das mit mir teilen. Ob in klebrigen Großelternhäusern abgegeben oder in Kitas und Babykrippen – da sitzen Wartesaal-Kollpas*kinderseelen in uns, die vielleicht noch spüren, was sie sich wünschen würden, aber die wie festgefroren, bewegungsunfähig nicht das tun, wonach sie sich sehnen.

Oder sie brauchen einen Partner um sich zu bewegen. Oder sie brauchen einen Job um sich zu bewegen. Aber alleine bewegen und vielleicht auch ist das Wissen, was genau es ist, was lebendig macht – so tief unterm Eis verschwunden, wie Timbuktu.

Lebendig sein ist glücklich fühlen. So einfach ist das – Lebendigkeit ist der Schlüssel. 

 

Ich hab grad ein Schüttelworkshop bei Ilan gemacht. Ilan Stefanie, eine Koryphäe in Sachen Traumaarbeit mit Schütteln. Vagusnerv aktivieren. Googelt sie, es gibt richtig viel von ihr auf Youtube. Break free. Yeah. 

Und in mir bewegt sich alles. Die Taubheit schmilzt, die Blockaden brechen auf und ich fühle und fühle und fühle – das ist Lebendigkeit. Ich bekomm mit, wos hin geht, doch jetzt gerade sitz ich mitten drin – ich spür den Kollaps so krass. Wie eine Glocke spür ich den Raum um mich. Über mir am Kopf am meisten. Mein Gefängnis, in dem ich es mir schön gemacht hab. Aus dem ich ausbrechen will. Ich will durch die Decke gehen und die Welt da draußen spüren. Ekstase spüren. Die Kleine und die Große – einfach das lebendige Leben, einfach die Energie der Lebendigkeit, wie kaltes Wasser in das wir springen. 

Es ist verrückt: ich will zB Schwimmen gehen. Der See ist um die Ecke, mein SUP ist startklar und ich schaffs nicht. Ich sitze den ganzen Tag in meinem Garten, mach hier was und da was – hier im Cocon hab ich viel zu tun – und ich schaffs nicht raus. Wäre da doch ein Partner oder die Nachbarin oder würde ich jemanden kennen am See – damit habe ich mich früher immer rausgeredet - doch darum geht es nicht – es geht jetzt endlich darum, dass ich alleine meinen Arsch hochbekomme und dann können ja alle da sein. Und so sitze ich hier und spüre meine gesamte Unfähigkeit, meinen Stock im Arsch, meine Gelähmtheit. Es nützt auch nicht der Satz: Ja, mach doch einfach. Fahr doch los. Ist doch ganz einfach. Nein, ist es nicht und es tut weh im Herzen, jede einzelne Minute. Wenn ich das könnte, würde ich es tun. Das hier ist die Hölle. Zu wissen, da draußen ist das tobende Leben und ich bin hier eingesperrt. Das genau ist der Kollaps*. Das genau ist die Traumareaktion, die nach all den Therapien, nach all den Versuchen bis heute keine Auflösung gefunden hat. Schwimmen gehen ist nur ein Beispiel und jeder hat das an anderen Stellen, wenn ersie im Kollpas festsitzt. Und es ist so alt, wie ich alt bin – „Das Leben tobt da, wo die anderen sind.“ Und ich muss hier bleiben. Und ich schüttle diese Scheiße jetzt auf! 

 

Es gibt ein tiefes Versprechen, was meine Seele mir, dem Menschenkind, vor dieser Inkarnation gab: diesmal, meine Kleine, diesmal wirst du aufwachen, wirst du lebendig sein. Ich statte dich mit soviel Lebendigkeit aus, dass dein Sehnen dich ziehen, antreiben und schuppsen wird. Du wirst leben! Ja und so stehe ich schon seit vielen vielen Jahren da und forsche über die Lebendigkeit, über die Schönheit des Lebens, die mich in meine Schatten führte, die mich Fühlen lehrte – Schmerz und Ekel, Trauer und dann zuletzt auch wieder Wut – die war am tiefsten weggepackt und hat nun die größte Sprengkraft für dieses Gefängnis. Ich schüttel meinen Arsch! Was das Zeug hält. Und ich bin bereit, endlich bereit, dass ich all die Scheiße fühle, die mein Arsch festhält und versucht hat auszuweichen. Ich schüttel meinen Arsch auf das mir die Scheiße um die Ohren fliegt, bis gut ist. Bis all der alte blöde Mist endlich raus ist. Denn der Vagusnerv muss ein bisschen nachholen – wenn er nicht weglaufen konnte – dann darf er jetzt rennen. Wenn er nicht kämpfen durfte, dann darf er jetzt Luftboxen und schreien und Grimmassen ziehen. Ich bin gefährlich! Meine Grenze übertritt keiner mehr! Niemals wieder! 

 

*Kurz: Was ist ein Kollaps? Wir kennen alle die Instinktreaktionen, die in uns aktiver sind als alle Gewohnheiten, Übungen und Zwänge: Flüchten, kämpfen oder Freeze. Todstellen. Doch wenn all das nicht funktioniert hat und ein Trauma … und Warten ist für ein Baby in den ersten vier Jahren ein Trauma und diese altkulturelle Erziehung von schreienlassenden, willenbrechenden Babys hat uns tief traumatisiert – denn wir lernten: was wir wollen führt dazu, dass man uns Warten lässt. Wir dürfen nicht wollen, wir sollen den Arsch stillhalten und Klappe halten und warten bis die anderen es richtig finden und uns geben, was sie für richtig halten. Prima Glaubenssatz – krasses Trauma eben – und wenn wir zu klein waren zum Weglaufen, wenn Kämpfen, Wut also, nicht geduldet wurde und Todstellen zur Gewohnheit wird – dann nennt man das Kollaps. Der Begriff bezeichnet den Zustand von schmerzfrei Sterben in der Biologie – viele Lebewesen überleben das nicht, wir Menschen oft schon – und in diesem Kollaps sitzen so viele von uns – wir nennen das zB Depression. Körperlich taub, gefühllos und so unlebendig wie möglich, bis der Körper aufgibt und eben stirbt. So kann man sein ganzes Leben verbringen. Abgestellt, fremdbestimmt, so wenig wie´s geht von sich selbst mitbekommen. Eine andere Art wie Drogen nehmen, mit der gleichen Wirkung. Aua, richtig aua und – kulturell bedingt wie eine Seuche, die uns alle irgendwo gepackt hat. 

Ich atme tief ein und aus und ich spüre meine Instinkte wieder: ich will meinen Arsch weiter schütteln! 

 

Sonntag, 5. Juni 2022

Being yours wasn´t easy for me.

 

Der Weg schiebt sich
beim Laufen unter die Füße


Being yours wasn´t easy for me.

Wo war der Weg nur, der sich sonst so unter die Füße legt. 

Der mich immer weiter trug

Das Glück und Wunder brachte, immer, irgendwo

Irgendwann gabs immer ne Überraschung

Freigetanzt, geatmet, gelacht 

und die Kraft meines Willens mich schütteln gespürt. 

Ich wusste immer, das Dazwischen ist die Pause, 

und dann wird’s wieder bunt, wild und ungestüm.

Ich liebe die Bewegung und die Weite.

Wellen von allem – von Traurigkeit bis Ekel und Wut 

wechselten sich schon immer ab 

mit Leichtigkeit und Lachen. So ist Leben. 

Kleine Runde gedreht und morgens wieder im Licht erwacht.

Getanztes Leben das sogar Traumen löst, tiefste Verwirrungen entwirrt 

und immer Liebe schenkt.

 

Doch plötzlich war Dunkel, Stille.

Wie eine Fatamorgana im dichten Nebel sah ich dich

Kaum auszuhalten. Das Warten. Unerreichbar.

Meine Seele entschied und ich ging mitten rein. 

Panik. Feuerchaos in der Herzkammer. Flimmern.

Immer wieder blitzte da sein Regenbogen im Dunkel auf

So bunt, so glitzernd. Volle Faszination.

Ich folgte diesem Traum. 

Immer tiefer, immer weiter folgte ich in sein Labyrinth

Kein Hauch von Luft, kein Atem

Alle Wunden, die jemals gefühlt, schrien gleichzeitig auf. 

Blubbernde Vulkane, überall – ich wusste nichts von solchen Räumen

Bevor ich diese betrat.

 

Ich betrat Höllen und Kerker als Schamanin. Seelenretten. 

Licht bringend, Schätze findend

Doch nie vorher fand ich solch verwirrt gebauten, vollgeschlammte Keller

alle Liebe, alles Licht schluckend, geschützt von Tarntheaterbühnen. 

Missbrauch kann so perfide sein. Echter Wahnsinn.

Die Wege darin mir so fremd.

Mein Rettungsanker, rief das Kind in mir. Wahnsinn, was tut sich da auf. 

Schönster Mann, liebster Freund, Reisebegleiter, feinster Liebhaber

Echter Wahnsinn gewachsen über Generationen, niemals befreit, nur getarnt.

Räume voller toxischer Feuerfässer, 

die auf Öffnung warten und nach Erlösung schreien.

Menschheit, was schlummert in diesen Tiefen. 

Bevor nicht der Schwächste genährt und erwachsen, sind wir alle nicht befreit. 

 

Da wo die schlimmsten Greultaten tiefste Wundenfurchen zogen

und wo seit beginnender Patriachatsillusion 

alle Türen verschlossen vor der Wahrheit Licht. 

Wir können so tun, als gäbe es diese Höllen nicht.

Doch ich habe sie nun erlebt und keinen Ausweg gefunden.

Froh, dass ich meinem Faden nach draußen folgen konnte

Lies ich ihn zurück. Ich lies ihn zurück. Schlimmster Schmerz, versagt, verloren. 

 

Jede Hölle, jede Angst ist eine Illusion. Ist Fatamorgana. 

Doch nichts, nichts hilft dem, der sich entscheidet 

diesem Raum Glaube zu schenken.

Dann wird sie wahr und erfüllt ihre Versprechen bis ins tiefste Detail.

Wiedererkennend das Gefühl: ich kann nicht helfen. 

Ohne Macht. Ohne Idee ging ich fort

Meine Hand, gereicht, voller Liebe, Kraft und Stärke. 

Die Fackel für den Weg bereit, 

doch verschmäht der Weg der Liebe.

Verglühte Regenbögen, tausende. 

Versinkende Männlichkeit, ausgepowered auf den eigenen Bühnen des Fakes.

Hohle Masken, traurige Regenherzen 

 

Ich durfte mein Kind retten auf meinem Weg da unten.

Es gab eines in mir, dass saß vor solch verschlossener Tür 

seit frühester Kindheit.

Die Fremde hieß sie. Sie kam mit mir heim 

und tanzt nun mit einem Lorbeerkranz, geliebt und wachsend.

Da ist wieder Weg unter den Füßen

Und freie Luft 

Liebende Menschen, verbunden und tanzend

 

Doch so viele sind da unten in den Höllen von denen sie glauben, sie wären echt.

Die Weisheit spricht, nur er kann sich retten. Genauso wie sie. 

Keine Erfahrung kann geredet, übertragen oder ungehandelt Fesseln lösen. 

Und nur die eigene Liebe für sich wird die Illusion ablösen.  

Du, die Frau, bist ihr und sein Bruder und darfst hier draußen voller Vertrauen 

lieben und weiter das Licht tanzen.

Weitergehen, ihn und sie und alle da unten in den Höllen

in ihrer Zeit und Raum lassen. Sie kommen. Sie kommen.

So ist Leben. Ich antworte ihr nicht. 

Ich bin zurück auf meinem alten Pfad.

Mein Herz so voll von ihm. 

Ich seh ihn lachen mit mir, obwohl nie erlebt.

Ich seh uns tanzen und um die Welt segeln – auch nie erlebt,

doch es ist da. Das eine Boot, was die vielen ersetzt. 

Und ich hisse jetzt die Segel, singe ihm ein Lied 

über die schaukelnden Wellen hinweg.

“Being yours wasn´t easy for me. I miss your face, your mind, your company”

Und der Weg schiebt sich beim Laufen unter meine Füße. 

 


Nina, Mai 2022

 

 

 

 

 

Mittwoch, 9. März 2022

Das erste Mal im Leben - A HOLY SHIFT

 

Ich stell den Rucksack ab. 

Das erste Mal im Leben.

Und wir wandern gemeinsam, 

frei und ohne Gepäck

Du und ich. 


Ich bin eine Wanderin und

Die Zeit fliegt dahin

Und ich liege in ihr. Getragen und Bewegt.

Jeden Tag durchdringen mich ihre

Ideen, Begegnungen, auch Chancen.

Sie durchfluten mich. 

Energieströme unterschiedlichster Farben.

Die einen erkunde ich

Die anderen scheinen mich zu beschränken

Und ich darf mit der kurzen Erinnerung an mein Weiterfließen:

Hey, das ist der Sinn!

Diesen Wind hindurchlassen, 

mich meiner Strasse zu-wenden,

mich mir 

nicht zu, wie verschlossen, sondern auf, wie geöffnet 

hinwenden und meinen Weg gehen.

 


Ich bin eine Wanderin durch meine Zeit.

Ich durchtrenne diese Fäden, die mich klebrig machten

Halte die Nase in den Wind

Das, was für mich bestimmt, kommt alleine

Nicht halten. Ok.

Nicht suchen. Echt jetzt?

Nicht zerren.

Die Sucht als Krücke aufgeben.

Sie war so beliebt. 

 

Ich bin eine Wanderin auf meiner Strasse

Oh Gott, wie oft habe ich mich geweigert 

Blieb sitzen

Rannte zurück

Drum herum

Baute mir undurchdringliche Tore, 

damit ich nicht weiterkam

Verrannt in Panik

Gestrandet im eigenem Sicherheitsgefängnis.

Laut aufgeheult im Jammer. Im Morast. 

Dann aufgebäumt und geflohn und 

Am Abend bemerkt, dass ich nur ums Karree gekommen

Blind 

Die Fäden der Sucht doch nie durchtrennt.

 

Ich bin eine Wanderin durchs tiefste Tal

Heute regnets. Die Erde ganz schlammig

Doch der Wind flüsterts. Los hoch.

Los weiter. Es kotzt, wie der Regen, 

der Widerstand hoch. 

Los, das macht Spaß und Freunde. 

Der Entzug zeigt die dämmrige Feuchte. 

Verrückt, wo ich alle Drogen mied.

Ich mit Fünfzig gestrandet am Straßenrand der ewig Süchtigen.

Von Anerkennung vor allem

Von den Tausend Stimmen auf meinem Handy

Von den Helden der Filme, die mein Vorankommen ersetzten

Von ihren Küssen, sogar ihrem Sex

 

 

Ich bin eine Wanderin im Sumpf der Nebel 

Hier ist nicht viel los auf der Strasse des Lebens

Sind so viele verloren gegangen 

vor den kleinen Blechbüchsen 

Mein Herz pocht zu laut

Das Leben kommt anders, noch mehr als gedacht. 

Ich hebe den Kopf übern Tellerrand hinfort.

Hoffnung trägt mich weiter. Jeden Tag. 

Der Sommer wird kommen, die Liebe folgt auch.

Mein Feuer brennt hoch und wärmend. 

Die schönste Dunkelheit glitzert darin.

Gedreht. Gewendet. 

Die Magie des Lichtes mitten im Schmerz entdeckt.

Gewachsen. Geliebt. 

Nach Hause gekommen. 

Hab den Rucksack noch auf

Und kanns kaum glauben

 

Ich bin echt eine Wanderin. Habs Feuer durchquert. 

Erst Frühling und doch

Plötzlich sind die Strassen bunt, die Lichter an.

Da stehn sie, jubeln – alle sind sie da. 

Unfassbar. Ein Fest im Gange, wie nie erlebt

Sie winken und meinen mich

Der Wind trägt Musik, das Lachen. Tanzen.

Als wären sie immer da gewesen.

Nur ich zu blind im Nebel

Meine Freunde

Meine Liebe

Mein Sinn und Zweck. Home. 

All meine Hoffnung, all meine Träume waren immer wahr

Ich bin jetzt da. Ich bin wirklich da. Da wo ich immer hinwollte. 

Bin da, wo du schon immer warst.

 

Und das erste Mal in meinem Leben, stell ich den Rucksack ab

Und wir wandern gemeinsam, frei und ohne Gepäck.

Wir. 

Wir sind Wanderer durch diese Zeit. 

Gemeinsam. 

Im Licht der Liebe

Wilde feine Menschlichkeit 

Mutter Erde erhört

Helfende Hände und liebende Güte

Fühlende Weite gehalten 

In den Elementen 

Der Schönheit 

Im Frieden

 

 

 

 

 


Donnerstag, 3. März 2022

Free your toxid love magnet.

Selbsthilfegruppe für Gesunde Liebe  

Denn das bist du!
Du kommst gerade aus einer toxischen Beziehung und brauchst Rückenstärkung für die Trennung. Du möchtest verstehen, wie du tickst. Du möchtest lerne, wie du in dir mehr Selbstwert und Stabilität aufbaust?

Dann bist du hier richtig. Wir treffen uns jeden 1. Und 3. Donnerstag im Monat um 19.30 Uhr im Kiezladen am Helmholzplatz-Berlin. Bitte nimm Kontakt mit uns auf, siehe unten. 

Die toxische Beziehung hat typische Symptome: Love Bombing, Projektion, Schuldsuggestition, Gaslighing, On und Off Beziehung, Ghosting – bis hin zu Gewalt. Die leeren Versprechungen von Besserung, und die zuckersüße Versöhnung, die Hoffnung und das erneute Zusammenfallen des Kartenhauses. 

Unsere Beteiligung ist, dass wir dableiben und wider bessere Erfahrungen eine Extrarunde nach der anderen drehen. Mit der Idee, wenn wir nur genug fehlende Liebe geben, dann wird sich alles auflösen und wir werden bis ans Lebensende glücklich sein. Nein, so wird es nicht kommen! Und das wissen wir auch genau.

Wir müssen der Wahrheit ins Gesicht sehen. 

Das wir Lovebombing und wirkliche Liebe nicht auseinanderhalten können – tja, dass wäre zwar vermeidbar, aber das ist menschlich. Doch, die Stelle, wo ein toxischer Partner*in seine Beziehungsunfähigkeit, seine Gemeinheiten, seine Verdrehungen der Realität auftischt – da würden andere Menschen gehen. Wieso also wir nicht? Was ist also bei uns anders? Warum sind wir so manipulierbar und abhängig? Warum enttarnen wir Liebesentzug nicht als Waffe? Und erfinden vor uns selbst so viel Ausreden? 

 Es gibt einen Weg heraus. Doch der ist nicht leicht, so nötig er ist. Das Eingestehen der eigenen Sucht und der Weg durch den Entzug ist kein leichter Weg. No Contact ist die Voraussetzung, neue Freunde finden, sich Unterstützung suchen, vielleicht sogar eine Therapie machen ein guter Anfang. Der Weg raus geht immer über unser eigenes Innen. Selbstliebe neu lernen ist der Schlüssel. 

In dieser Selbsthilfegruppe sind Menschen, die den Weg gehen und an verschiedenen Stellen stehen und aus den Erzählungen ihrer Geschichten wirst du deinen eigenen Weg erkennen und den Mut finden ihn zu gehen. Es lohnt sich. Sehr! 

 Kontakt: 

www.toxische-bezeihung.de

info@toxische-beziehung.de

für Berlin-Pankow: 

0176 31699588

0178 5373368

Sonntag, 26. Dezember 2021

Kein Weg vorbei, nur durch

Was ist dieses Gefühl, das mein Herz so schwer? Das Sehnen nach den Dopaminflashs, die überall so gehyped, als wäre Manie Glückseligkeit. So viele Jahre rannte ich den falschen Göttern nach. Tu es noch und merks nicht mal. Nenn ich es beim Namen. Die Sucht. All dies cool, erfolgreich und dauerkaufend. Ich dachte einst Mercedes fahren und zu den 500 Schönsten und Reichsten der Stadt gehören, wäre Erfüllung. Ich fiel tief. Danach. Falle noch. Immer tiefer. Falle weiter. Mit der Fackel die ewige Dunkelheit durchleuchten. Falle. Der Fall ist die beste Erfüllung. All dies scrollen, netflixen, diäten und selbst das heilige Yoga wird als Manie vermarktet. So schnell baut der Kopf auf Ego´s Befehl selbst die vegane Heilung für Mutter Erde um in eine Essstörung und tarnt die Sucht, wie ein Alkoholiker seine Flaschen versteckt. Und weiter geht’s mit dem Bodyshamingbombing auf allen Seiten stehenden Fußes gefolgt vom neuesten Trend. Niemand will sich so fühlen, also mitgemacht und beigelacht. Was ist dieses Gefühl, das mein Herz so schwer? Hoffnungslosigkeit? Einsamkeit? Gehe ich den heilenden Weg, so ist da niemand an meiner Seite. Wer will schon still und leise anders sein? Ich bin eine Süchtige und dachte immer, ich wäre Liebende. Ich bin eine Süchtige und dachte, ich wäre Ernährungsprofi. Ich bin eine Süchtige und dachte, ich wäre Businessexpertin. Mit dem dritten Burnout verlor ich all das Leben, was die Welt als einzigst glücklich mir pries. Heute, verdammt, schon sechzehn Jahre her, bin ich immernoch bemüht das alte Streben aus den Tiefen der uralten Gewohnheitsgräben neuzumalen. Ich hab mich eingeigelt, kleingeduckt, nein, unsichtbar. Ich, die früher vor Glitzer und Wildheit hervorstach. Doch bei all dem Kampf aus der Illusion das Echte des Blueprints zu filtern, verlor ist den Verstand. Oh Schreck. Das einzige Werkzeug, was uns Krönung der Schöpfung so unvergleichlich mächtig macht. Das Werkzeug, was den einzigen Ast auf dem wir sitzen, munter absägt. Wohl eher der schlimmste Feind, der je gelebt? Was ist dies Gefühl, das mein Herz so schwer? Wie kann der Betrug und die Manipulation so allumfassend fruchtbar sein? Fassungslosigkeit. Ist das mein Schweremut? Als kleines Mädchen las mir meine Mutter von den weisen Indianern tiefste Botschaften vor. Will sagen, schon seitdem weiß ich. Und wollts nicht glauben. Dachte dies sei vergangen. Doch, es ist, ich sehs. Dies Wertesystem der hiesigen Welt ist nur ein Gerüst, ein simples Baugerüst, was vor gestellt als Tarnung. Tarnung der tiefen Traumen. Tarnung der Hoffnugslosigkeit. Tarnung der Einsamkeit. Als letzter Strohhalm, so dünn und dünner. Und es kracht zusammen. Und es ist ok. Es ist ok. Es führt kein Weg vorbei. Alten Wunden wollen gehalten sein, solange bis gut. Und das entscheide weder ich noch du, wie lange die Zeit denn ist. Es tut weh. Es braucht Tränen. Jedes Ausweichen macht sofort eine Süchtige aus mir. Der Stoff des Ausweichens ist schlimmer als Heroin. Doch wer will das sehen? Die Brüchigkeit des Baugerüstmaterials. Es kracht. Und es tut weh. Und es führt kein Weg vorbei. Was ist dies Gefühl, was mein Herz so schwer? Jede vermeindlich hohe Kultur starb den gleichen Tod. Egal wie genial der Verstand. Vielleicht einfach nur Abschiedsschwere? Abschied, der Platz macht für die gute neue Zeit. Für meine Urururenkel, 13 Generationen nach mir! Ich spüre die Umarmung, die Wärme. Ich vertraue darauf. Ich will jetzt Glitzerstiefel tragen in meinem Garten, weit weg in den Bergen am Meer. Niemand wird mich sehen, doch ich werde tanzen darin. Ich versprech es dir. Ich werde leben von den Früchten aus eigener Hand. Und all die Menschen sind Familie, tanzend ums Feuer. Wie in Mutters Geschichten von einst. Die Leichtigkeit umspielt meinen Mund, umspielt die Schwere im Tanz. Wie Gezeiten, ein Paar, was zusammengehört. Wie Tränen und Lachen. Wie Schlafen und Küssen. Im Sonnenlicht der Mond auch scheint. Da ist Liebe, still und friedlich. Ruhig ists. Und Langsam. Schnecken langsam. Und dann wird’s wieder leicht im Herzen und alles ist gut.