Freitag, 1. Mai 2015

Schmetterlingsprozess - Tag 46/60

1. Mai 2015 Heute ist Beltane. Seid da, Männer, seid da.
Beltane wurde früher bis zum Ende der Eisheiligen gefeiert. Das fällt in diesem Jahr auf den 15. Mai und das Ende meines Prozesses. Möge das Eis bis dahin vertrieben sein aus den Systemen aller Schmetterlinge!!! UND aus meinem bitte auch!
Ich bitte um ein Wunder. Ich bitte um ne handvoll Wunder. Es ist mir zu eng in meinem Cocon. Ich hab das Gefühl ich platze gleich. Ich will da raus und tanzen. Und mich verbinden. Ich will berühren, flirten, Sex, mich hingeben. Ich spür diese Kraft in mir, diese Lust, dieses Leben. Es pulsiert bis zum Hals.
Ich war heut Nacht tanzen mit ner Horde Männer drum herum. Und ich? Ich hab ne riesen dicke Mauer um mich herum. Ich schau den Männern noch nicht mal in die Augen auf der Tanzfläche. Ich lass niemanden an mich ran.
Maaaaaan echt, stöhn, und wie war ich früher stolz darauf, dass ich so cool sein konnte und keiner ne Schnitte bei mir hatte. Diese Arroganz spüre ich immer noch in mir. Diese Art Männer zu degradieren, dieses innerliche Lästern mit dem ich alle auf Distanz hielt oder umgedreht, wenn sie unerreichbar-schizoid genug waren, so das mein System sich sicher fühlte, dann hab ich sie auf einen Sockel gestellt. Augenhöhe hats noch nie gegeben. Was für eine Erkenntnis.
Und alles, alles ist nur eine Methode um nicht berührbar zu sein. Aua. Das tut so weh. Es tut so unendlich weh zu bemerken, dass ich mich mein Leben lang fern gehalten habe von den Menschen. Jetzt fällt mir meine Einsamkeit, die ich jahrzehntelang penetrant in mir geübt habe auf die Füße. Ich möchte hier raus. Ich möchte die Sockel sprengen auf die ich die Einen stellte und meine Waffen nieder legen mit denen ich die Anderen weghielt. Ich danke dieser Überlebensstrategie, dass sie mich bis hierhin begleitet hat. Sie hat mir gute treue Dienste geleistet. Doch ich bin heraus gewachsen aus der Notwendigkeit eine solche Aufseherin neben mir zu haben. Ich kann jetzt alleine und gut für mich sorgen. Ich hab schließlich Freya in mir. Es wird mich nie wieder ein Mann sexuelle missbrauchen, weil ich heut gut für mich sorge.
Ich möchte da im Feuer stehn und mich wagen Euch Männern in die Augen zu sehen. Ich sehe Euch. Ich stelle mich meiner Angst. Bitte schaut mich an, schaut mir in die Augen. Ich hab so Angst vor Euch. Ich habe Angst berührt zu sein. Ich habe Angst die Kontrolle zu verlieren. Ich habe Angst mich zu verlieren. Ich habe Angst dass sich wiederholt, was ich als Kind erlebt habe. Ich lauf nicht mehr weg aus Angst, ich bin jetzt da und schau Euch an. Möge das Eis schmelzen im Angesicht all der Schönheit von Euch Männern. Ich bin bereit Euch zu empfangen.
Und ja, Nicole, du hast es so gut gesehen: es ist meine Treue an meine Mutter. Ich wende  mich heute an meine Mutter und ich lege mich ihr dankbar zu Füßen. Sie wollte mich beschützen und behüten. Sie wollte das aller, aller Beste für mich. Und es war gut so, denn damit habe ich überlebt. Sie hat alles richtig gemacht. Diese Schritte, die ich in den letzten drei Jahren ging waren nur möglich, weil ich stabil und bodenständig genug wurd in meinem Leben. Ihr Schutz hat dazu beigetragen, dass ich genauso stark werden konnte, wie ich es brauchte um diese Lektionen alle zu lernen. Jetzt hab ich sie gelernt, nun hebe ich meinen Treueschwur auf. Ich werde Dir ab heute untreu, Mama. Ich entschlüpfe deinem Schutz und trete in meine Welt. Ich werde alles dafür tun, dass ich endlich lustvolle, freie, wilde Sexualität leben kann. Ich werde das erste Mal im Leben Männer auf Augenhöhe lieben. Ich kann mich verströmen in Liebe, mich hingeben, weich sein. Ich übergebe Euch meine Zügel, geliebte Kräfte die ihr mich begleitet, ab jetzt bin ich zügel-los. Aus-verschämt, wie Andreas so schön sagt. Es hat sich genug geschämt, jetzt ist frei und wild an der Reihe. Ich heule mit den Wölfen. Hört ihr mich, mein Rudel. Lasst Euch locken, kommt her. Lasst uns Beltane feiern bis das Eis geschmolzen ist. Bitte Männer, helft uns Frauen mit Eurer Liebe, Eurer Wärme, Eurer Standfestigkeit damit wir schmelzen können, damit wir weich wie Wasser werden, umhüllend, hingebend. Seid da, Männer, seid da. AHO.


Hier ist Beltane gut beschrieben:
https://www.facebook.com/Labdanum.Rauchwerk/photos/a.165108310214087.36762.141644625893789/891067657618145/?type=1&theater


 
3 Klang:
Göttliche Intelligenz, transformatorische Veränderung und Hingabe ins Spiel
Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Friedensreich hineingehen.

Ich sehe den Wind, die Engel, das Spiel.
Ich sehe die Erde, den Mond und Dich, dich geliebtes Kind.
Gesegnet sei es. AHO

Im Kreuz der offenen Herzen, geöffnet in alle vier Richtungen.
Mögen wir heilen. Alle
Für Heidi, das innere Kind 4, Heiliges Blut 20
Papier, 40 x 54 cm, Acryl, Gold, Bleistift, April 2015

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