Montag, 11. Mai 2015

Schmetterlingsprozess - Tag 56/60


11. Mai 2015 Neid <-----> Lerne deine Lektionen und geh los.
Gestern habe ich eine Frau kennen gelernt, die ich sehr mag. Ich hatte das Gefühl wir könnten uns verstehen. Dann redet sie davon, dass viele Frauen neidisch auf sie sind. Ich dachte noch, komisch, das Thema ist bei mir auch dran. Warum sie das Thema wohl anschneidet? Ich fühle mich ihr gegenüber nicht im Mangel und ich finde sie toll, wie sie ist... ist doch alles im Gleichgewicht. Kurze Zeit später erzählte sie davon, dass sie Vorträge vor 500 Leuten hält. Da war er: mein NEID. Meine Imagozellen meldeten sich: „das will ich auch“. Ich konnte sie ganz klar spüren. Meinen Ruf, dass ich mein Wissen in die Welt bringen soll. Auch vor 500 Leuten oder mehr. Das meine Bücher publiziert werden, gelesen werden, helfen. Und da saß eine Frau neben mir, die das locker schon konnte. Ich möchte das auch können, rief es in mir. Wieso kann ich das nicht? Der Mangel meines Seins heute im hier und jetzt fühlte sich klein und verloren an.
Ich holte mich zurück, nahm dieses Kind in mir in den Arm und lies den erwachsenen Teil hinein spüren. Ich sehe und spüre meine Imagozellen, die Bilder, die sie mir senden. Eine Zukunftsvision. Wenn ich sie erreichen will, gibt es einen Weg und auf ihm Schritte, die ich gehen muss. Lektionen, die ich lernen muß. Durchhalten und dranbleiben ist eine davon. Mich mutig zeigen ist ein weitere. Facebook ist ein super Übungsfeld – ich spüre euch, aber ich steh euch nicht direkt gegenüber. Ich merke den Unterschied bei den Abenden in meinem Atelier, wenn ich den Menschen wirklich gegenüber stehe – da hab ich Muffensausen und wie. Ich darf mich üben im Vorträge halten, jeden Tag und immer wieder. Ich wäre heillos überfordert, wenn zu meinen Vorträge jetzt schon 500 Leute erscheinen würden. Ich würde vor Aufregung kein Wort heraus bekommen. Eigentlich ist es also perfekt, dass zu meinen Vorträgen jetzt noch wenige Menschen kommen und ich üben kann, Schritt für Schritt meine Aufregung zart und liebevoll zu heilen. Ich stelle mich ja der Öffentlichkeit und gehe meine Schritte. Eigentlich ist alles gut. Ich bemühe mich den Satz „Gras wächst eben nicht schneller als es wächst.“ in mir aufzunehmen. Eigentlich. Was heißt das?
Das es immer noch Verleugnungsstrategien in mir gibt, denen ich heute auf die Schliche kommen kann. Und das es immer noch Lücken gibt, Lücken über das Wissen, wie ich mein Ziel erreiche. Ich darf einfach noch was lernen. Noch bin ich nicht so weit. Noch übe ich! Und diese Frau hat das Wissen darüber. Ich habe gelernt, dass ich Wissen aus den parallelen Welten hierher holen kann und es in mir aktiviere. Dann weiß ich, wie es geht. Gehen muss meinen Weg dann immer noch alleine und auf meine Weise und in meinem Tempo. Aber wie ich es schon sooft sagte, seit dem Jakobsweg weiß ich, dass man ankommt, wenn man losgeht, auch wenn man 800 km zu Fuß läuft. Da ich losgegangen bin, werde ich irgendwann ankommen. Das steht fest. Vielleicht ist der Ort, das Ziel ganz anders, als ich es mir jetzt vorstelle, aber es ist da, mein Ziel – dein Ziel und es ruft. Es ruft uns alle. Gehen wir los. Wenn wir gehen, kommen wir an!  
All diese Gedanken machen etwas mit mir: plötzlich kann ich diese Frau anders ansehen: sie hat etwas erreicht, was ich noch vor mir habe. Ich kann sie bewundern und ihr Achtung zollen für den Weg, den sie zurück gelegt hat. Wau, sie schafft das schon, wie mutig sie ist. Es macht mir Mut, denn es ist lernbar! Ihr Weg, den sie voran gegangen ist, macht mir Mut! Wenn sie das schafft, schaff ich das auch. Denn das hat mich Freya gelehrt, wir sind auf Augenhöhe! Alle! Das ist ein Gedanke, den ich umgekehrt schon sooft sagte: Wenn ich etwas schaffe, schafft das jeder andere auch. Denn wir sind alle Menschen, kochen alle mit Wasser. Und wenn ich von meiner Fähigkeit, dass ich etwas schaffen kann, weiß – wenn ich mein „Geschafftes“ anerkenne, mir merke, mich dafür lobe – es also richtig verankere in mir – dann hab ich einen guten Boden auf dem ich laufen kann – dann glaub ich nicht mehr an mich, dann weiß ich von mir!
Und dann, dann ist diese Frau ein Geschenk des Himmels, weil dann kann ich sie fragen, wie sie das gemacht hat und hinschauen, ob ich von ihr lernen kann. Ob auf ihrem Weg Schritte liegen, die sie gemeistert hat, die ich bisher übersehen habe. Das ist die Verbindung der Cluster untereinander – sie kommunizieren, sie erzählen sich ihre Erfolge, ihre Wege. Unter den Clustern der Imagozellen gibt es keine Konkurrenz, sondern sie wissen von der Augenhöhe. Sie arbeiten zusammen. Sie helfen sich! Und wenn der eine was geschafft hat, dann teilt er es dem Feld mit, damit die anderen es auch machen können.
In dem ich jemanden frage, der etwas schon geschafft hat, erhebe ich mich auf Augenhöhe. Eröffne ich mir die Möglichkeit diese Lektion auch zu schaffen. Ich kann das auch. Jeder kann das. Ich will meine Lektionen lernen. AHO.

Übung: Schau in ehrlicher Tiefe in dein Feld. Gibt es wen, den Du beneidest? Schafft da schon jemand etwas, was du noch nicht schaffst – Dich aber für das gleiche gerufen fühlst? Fühl in deinen Mangel hinein. Gib ihm Raum, gib diesem Kind Raum. Sag ihm, das es da sein darf. Lass deinen erwachsenen Anteil dieses Kind versorgen. Gib ihm, was es braucht. Und dann nimm mit dem erwachsenen Anteil Kontakt auf im Außen und frage die Menschen nach ihrem Weg. Frage nach Wegen. Es werden dir genau die richtigen Menschen begegnen, die dir ihren Weg zeigen, den du dann auf deine Weise gehen kannst. Frage nach Ideen. Und dann geh los. Auf deine Weise. Du wirst ankommen, wenn du gehst! Das ist gewiss. 

Löwenmilch. Für Andreas .
Jetzt ist alle Heilung getan. Jetzt wirkt nur noch die Zeit. Jetzt wirkt nur noch das Sein. Heilige Dich!
42 x 60 cm. Papier, Tusche, Bleistift, Dez. 14

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