Mittwoch, 27. Mai 2015

1 BEREITSCHAFT


Der Gorilla als Krafttier.
Mit dieser Karte betrete ich den Zyklus der Transformation
Raupe, Westen, Erde, Scheiben, Mouladarachakra/Wurzelchakra
Schützerin: Mutter Erde
Herbst: ich sammle die Kraft für den Prozess

Der Affe steht für Leichtigkeit, Beweglichkeit und Kreativität. Doch der Gorilla im speziellen zeigt sich mir noch anders. Er ist ein Überlebenskämpfer, stark und unerschrocken. Ein sein Rudel beschützender Silberrücken ist machtvoll. Der Gorilla lebt im Rudel mit einer unendlich feinen Zartheit, die sie sich gegenseitig liebevoll zeigen und gleichzeitig gibt es eine große Bereitschaft zur Abgrenzung gegen Gefahr. Sie spiegeln die beiden Seiten des Herzens – die bedingungslose Liebe und Verbundenheit mit dem Rückgrat sich für sich und die Herzenstreue einzusetzen. Sie sind starke Krieger, schnell, wendig und mutig und gleichzeitig sind sie feine liebevolle Partner, Mütter, Väter wie Brüder und Schwestern. Dieser Rahmen, dieses Krafttier im Rück sitzend macht den ersten Schritt in den Transformationsprozess erst möglich. Wie oft habe ich meinen Gorilla gerufen und ihn gebeten mich zu halten, zu schützen. Ich saß ganz klein in seinem Schoß und er hat meine Haare entlaust. Seine Wärme umgab mich und seine Stärke floss in ich hinein.

Aus dem Kartenset des Schmetterlingsprozesses, Nina Schmitz, 2015


Im Angesicht meiner Kinder fand ich meine Bereitschaft. Die Erfahrung hatte mich nach so vielen Jahren dann doch klar gelehrt, dass kein Prinz auf dem weißen Pferd kommt und mich rettet, sondern dass ich es bin, der für mich aufstehen muss. Nichts und niemand im Außen wird für mich meinen Weg gehen. Ich hatte das lange, lange versucht zu übersehen und verdrängt. Doch irgendwann war es so augenscheinlich, so unübersehbar, dass selbst die dickste Augenklappe das Licht nicht mehr abhalten konnte. Ich konnte es nicht mehr verbergen, dass Wissen, dass ich aufstehen muss und mein Leben selber in die Hand nehmen muss. Wenn ich etwas anders will, dann muss ich etwas anders machen. Und wenn ich VIEL anders will, dann muss ich VIEL anders machen. Meine Sehnen nach einem anderen Leben war so groß, dass ich den Schmerz im Herzen nicht mehr aushielt. Ich habe doch Träume und ich fühlte es ganz stark in mir, dass es mir doch möglich war, z.B. eine wundervolle Partnerschaft zu leben oder mit meinem Können Geld zu verdienen. Ich sah mich mit einem Mann an meiner Seite, ich sah mich in einem glücklichen Leben und ich wusste irgendwie instinktiv, dass wenn ich es mir vorstellen kann, dann ist es auch irgendwie möglich. Nur wiiiiieeeeee? Schrie alles in mir. Ich hatte keine Antwort. Keine Idee damals. „Es geht doch nicht, dass ich mein Leben weiter hier in meiner Wohnung verbringe, einsam, weinend und sooo traurig. Ich werde immer älter und irgendwann ist das Leben um – das kann es nicht gewesen sein. Das darf nicht sein, das darf einfach nicht sein.“ Es wuchs in mir ein so großes Bedürfnis dass sich etwas ändert. Ein ganz mächtiges Gefühl wurd da in mir stark. Ich hielt es kaum aus. Mir war ganz schlecht davon wenn ich nur rumsaß und nichts tat. Es war wie ein Vulkan, der von unten gegen den Hals drückte und ich drückte den Hals zu, damit nichts rauskam – wo sollte das Gefühl auch hin. Ich wusste das alles nicht zu handeln. Das ist der Moment in meinem Leben in dem ich anfing zu beten:
Bitte, lieber Gott im Himmel hilf mir. (irgendwie sind es diese Urworte meiner Kindheit, die immer aus mir heraus kommen, wenn ich ganz verzweifelt bin, wenn mein Kopf ausgeschaltet ist und ich nur noch agiere – heute weiß ich, auch ohne das ich an den Gott der Katholiken glaube, dass diese Worte dennoch eine große Wunderwirkung haben, weil sie so aufgeladen sind von menschlichem Glauben, dass sie alleine dadurch Kraft bekommen – also sind sie wunderbar geeignet, wie jedes andere Gebet auch. Ich bin unbedingt dafür, dass sich jeder sein ganz individuelles Gebet machen soll – und wenn es eine Coladose ist, die ich bitte mir zu helfen – letztendlich ist das egal, es geht um das Aussprechen der Bitte ins Feld. Die wohlwollenden Geister, Engel, Götter, Krafttiere wissen schon, wer am besten helfen kann und sie kommen. Sie kommen hundertprozentig, denn sie sind immer da. Sie sind Omnipräsent, teilbar, da ist immer genug göttliche Kraft für jeden. Eine unerschöpfliche Masse an Energie, die durch den Verbrauch sich potenziert – ein aus menschlicher Denkkraft erstmal widersprüchlicher Umgang, der Mangel einfach ausschließt, denn in Wirklichkeit gibt es keinen Mangel.)
Bitte lieber Gott im Himmel, hilf mir. Ich bin bereit. Ich bin bereit loszugehen. Ich bin bereit für alles was nötig ist. Ich bin bereit, das dieses alte leben sterben darf damit ich Platz schaffe für ein Neues. Ich bin bereit loszulassen und mich umzudrehen in die Richtung meines neuen Weges. Ich bin bereit. ICH BIN BEREIT. Ich gehe jetzt los, auch wenn ich noch nicht weiß, wie alle Schritte sein werden, doch diesen ersten Schritt weiß ich: ich mache den ersten Schritt in dem ich sage, ich bin bereit. Mutter Erde, auf Dir will ich gehen. Sei bei mir. Sei meine Schützerin, trage mich, gib mir Nahrung und Boden unter den Füßen. Ihr Geister des Westens seid bei mir, ich rufe Euch. Die Kraft der Scheiben aus dem Tarot steht bereit. Ich sammle alle Kraft, alle Fülle und speichere sie für den bevorstehenden Prozess. Ich packe meinen Rucksack für die Wanderung. Ich mache mich bereit, so wie die Raupe frisst und frisst und frisst und sich bereit macht für ihre große Transformation. Sie sammelt Nahrung und Erfahrungen, die sie dann verwerten kann für die Kraft des Umbaus und die neuen Schmetterlingszellen.
ICH BIN BEREIT: AHO


Heyhey, ich rufe hier den ersten Schritt in unser Feld. Die  BEREITSCHAFT. Sie brauchte die Notwendigkeit, die Einsicht, dass eine Transformation nötig ist als Motivation. ICH WILL. Dies ist der Ausgangspunkt. Ich will ein anderes Leben und ich bin bereit dafür alles zu geben. Hey, ich rufe all die Heilkräfte hier im Westen an, die uns hier helfen. Ich rufe dich großen Gorilla, Schützer dieses Schrittes. Hey, du wunderschöner Silberrücken zeig uns deine Kraft mit der du ums Überleben kämpft genauso wie deine Zartheit mit der du in deinem Rudel deine Liebsten laust. Hey, ich zünde die Bereitschaft, den ersten Schritt.
Möge sich in unserem Feld zeigen, was die Bereitschaft hindert. Mögen sich die Widerstände hier zeigen und mögen sie von den magischen Energien unseres Feldes aufgelöst sein. All unsere Widerstände werden von unseren Helfern aufgeschlürft und der großen Mutter übergeben, die sie liebevoll verascht. Zu 100% ist die Bereitschaft für eine Transformation an diesem Abend gezündet. YYY korrigiert. Heyhey, die Bereitschaft ist gezündet.
Jeden Morgen will ich nun aufstehen mit dem Gedanken, ich bin bereit. Ich bin bereit für den nächsten Schritt, für diesen Tag, ich bin bereit für ein Leben voller Glück, voller Liebe, Wohlstand, Verbundenheit, Schönheit und Frieden. Ich bin bereit!

Hausaufgabe: Ich schreibe mir auf den Spiegel und auf Karten, die ich am Frühstückstisch und am Bett deponiere. Darauf schreibe folgendes Mantra: „Ich bin bereit. Ich bitte um den nächsten Schritt. Ich bin bereit ihn, ich gehe den nächste Schritt. Ich lebe und ich bin bereit für meine Transformation.“ Jeden Morgen und jeden Abend 5 Minuten Wiederholen des Mantras. Tagsüber immer wieder wenn du an einem Zettel vorbei kommst einmal innerlich das Mantra sprechen.
Achte auf deine innere Stimme oder auf Botschaften von Außen, die dir nächste Schritte für dich vermitteln. Horche auf alles. Das kann sehr spannend sein, wenn man davon ausgeht, dass überall eine verdeckte Botschaft für einen steckt. Forsche nach deinen nächsten Schritten. Es können Worte in einem Buch sein, ein Satz den du bei vorrübergehenden Menschen aufschnappst, eine Zeile aus einem Song. Die Inspiration kann von überall kommen. Sei wachsam für deine Bereitschaft.

Mein Lehrer Chuck Spezzano sagte immer, wer die Hausaufgaben nicht macht, wird von den Hausaufgaben gemacht. Sei dir dessen gewahr.

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