Donnerstag, 14. Mai 2015

Schmetterlingsprozess - Tag 58/60



13. Mai 2015, Putz deine Rohre des Empfangens in dem du deine Projektionen zu Dir zurücknimmst. Dann ist frei. Dann ist wieder Berührung mit Anderen möglich.
Ich hab es tatsächlich verpasst zu schreiben. Der Tag war gestern soooo vielfältig bis tief in die Nacht. Ich durfte mich noch mal üben im Nein-sagen und Grenzen setzen. Ich staune über mich, weil ich weiß, dass ich früher niemals so gehandelt habe. Ich spüre meine Grenze. Meine Innere Stimme, sie ist laut und wehement – ich spüre auch immer noch meine Angst und mein Zittern davor mich für meine Grenze einzusetzen. Früher hätte ich für Gerechtigkeit gestritten, versucht den Anderen dazu zu bringen (doppeltes zu – doppelt verschlossen) es zu verstehen. Oder ein Schleier von Vernebelung wäre über mich gekommen und ich hätte meine innere Stimme ignoriert und mich damit in verherende Situationen gebracht. Ich höre sie, spüre meine Angst von damals und ich handle es dennoch. Ich fühlte all das wie ein Feuer durch mich fließen. Im ersten Augenblick erschütternd, doch wenn die Kanäle auf sind nach Innen, geht es rasend schnell. Wau. Gestern war aber auch der Tag, an dem wir das Feuer der Quelle wieder im Herzen zünden konnten. Ich rief in meiner Meditation die höchsten Sonnenkräfte in mein Lebensfeld, damit es erleuchtet. Damit das Feuer leuchten kann. Und Abends im Heilkreis schenkte mir mein Rudel eine Leibarbeit, die mein Herz öffnete, die alle Zellen meiner Haut berührte und weit weit öffnete. Es war wie erweckt werden. Es war als würde die Energie der Anderen meine Hautzellen, ja wecken und sie reagierten darauf mit leuchten. Ich fühle wieder was, ich kann euch spüren und das ist wunderschön. Immer noch läuft ein ganzer Regen an Energieschüben an mir auf und ab. Ich kenne das aus der Meditation – aber ausgelöst durch die Hände Anderer, die eine Verbindung aufnehmen mit mir, ist es als ob mein ganzer Körper leuchtet. Es erinnert mich daran, wie vorgestern in meiner schamanischen Reise mein inneres Mädchen in ihrem weißen Kleid leuchtete. Wie in Leuchtkäfer, durch und durch – so als wäre ich durchsichtig und würde im Neonlicht durch und durch strahlen. Ich habe dieses Schwarzlicht in der Disse immer sehr geliebt. (Ich gehör noch zu der Generation, die immer in Discos ging und nicht in Clubs und dieser Unterschied ist mir immer noch lieb und heilig.)
Ich bin so dankbar über die Menschen um mich herum. Über dieses Feld der Heilung, rund um meine Schule, die SHS und überhaupt, all die Menschen, die ich in den letzten Jahren in mein Feld gezogen habe. Wenn ich die Perspektive erneut in den Schmetterlingsprozess wechsle, dann bin ich eine der tausenden Imagozellen im Cocon und damit ich überlebe im Zellbrei – damit ich die Angriffe des alten Immunsystems der Raupe überlebe, ist es nötig, dass ich die anderen Zellen um mich spüre. Wir überleben durch die Wärme der anderen. Wir Menchen sind Rudeltiere und keine Einzelgänger. Die Kommunikationslinien der Cluster untereinander, sind unseren modernen Kommunikationsformen sehr ähnlich – wir verteilen die Botschaften, wie Heilung, wie Transformation geht untereinander und stärken uns damit. Es hat insgesamt drei Jahre gedauert das ich mich aus meinem Cocon befreien konnte. Und die Schritte waren klein, nachhaltig. Immer wieder musste ich durchs Feuer gehen und der tiefen Wahrheit in mir gewahr bleiben. Alleine in der Höhle, als Einzelgänger ist die Selbsttäuschungsmöglichkeit viel zu groß: siehste-mit-mir-ist-doch-alles-in-Ordnung, es sind doch die Anderen. Der Prozess, dass ich alles, was ich in mir fühle in mir Selbstverantwortlich transformiere und gleichzeitig durch Berührungsängste mit Mitmenschen immer wieder durchgehe, hat meine Verwandlung ermöglicht. Jede Projektion zurück nehmend und in mir, mit meinen Anteilen erkunden, erfühlen und in mir regeln was ich vorher immer mit dem Außen diskutieren wollte. Klappe halten und auf den Meditationssitz setzen oder keine Geschichten mehr erzählen, sondern alles Innen verantwortlich für meine eigene Gefühle seiend, auch fühlen – das hat den Wechsel gebracht neben der Bereitschaft, dass ich die Liebe, die Berührung der anderen Menschen wieder empfange. Das beides hat mir der gestrige Tag gezeigt -das Zusammenspiel der beiden Sieten.
Das eine ist fest verbunden mit dem Anderen. Weil nur, wenn ich die Projektionen zu mir zurück nehme, höre ich auf die Anderen zu beschuldigen. All meine Gefühle sind meine Kreationen und sie diene mir. Ich habe die Situationen inszeniert um etwas zu fühlen/lerne/etwas von früher zu erlösen/heilen und es gibt da nicht eine einzige Ausnahme. Was nicht heißt, wie ich Beginn des gestrigen Tages bemerkte, dass ich keine Grenzen setzen darf. Ich darf und soll meine Raum bewahren – aber meine Lektion, die daraus entsteht, regle ich mit mir und nicht mit dem Gegenüber. Daraus entsteht dann Handlung. Nicht umgedreht. Projektionen sind Angriffe auf andere Menschen, und sie passieren nur, solange unbewußte Anteile, von mir ungesehen im Energiefeld rumfleigen. Mit dem Entschluss, dass ich alles von mir sehen will, alle blinden Flecke sich mir erleuchten, kan ich Schritt für Schritt aufräumen in meinem Feld. Projektionen halten wahre Verbindung von mir weg. Jede unverarbeitete, ungelöste Energie fliegt außerhalb meines Bewusstseins, sozusagen wie draußen rum und die anderen Menschen schnappen sie auf und spielen sie mir vor (natürlich schnappen immer die Richtigen das auf, die auch davon was haben, aber das ist deren Lektion, nicht meine und es ist noch niemand heil geworden durch rechthaberische Diskussionen – das habe ich Millionenfach getestet, hat nie funktioniert einen da draußen zu ändern!) Wenn ich dieses Schauspiel, dieses Außen als meinen Film betrachte, der mir meine nächste Lektion schenkt, dann halte ich den Schlüssel in der Hand in mir die anstehenden Schritte zu gehen. Das ist der Prozess, der in die Höhle gehört – doch tue ich ihn, öffnet sich gleichzeitig die Höhle und wird transparent, berührbar. Dadruch überwinde ich von Innen meine selbszgewählte Einsamkeit. Dadurch das ich meine Grenzen halte, meine Innere Arbeit bei mir selbstverantwortlich mache, werde ich durchlässig und für die Liebe der Anderen erreichbar. Meine Kanäle sind dann wieder frei für wirklich tiefe Berührung, für Empfangen von Fülle, Leichtigkeit und Glück. AHO. Das war gestern, alles auf einmal.

Übung: Geh unter Menschen und nimm jede Projektion zu dir zurück. Was heißt, dass du da nicht stehst und sagst, „Der da, der hat das gemacht. Das hat nichts mit mir zu tun.“ sondern in dir siehst und zugibst: dieses Gefühl ist in mir und triggert sich gerade wieder hoch. Wie spannend. Das beobachte ich mal. Das hat mir mit zu tun. Ich weiß da gibt es keine Ausnahmen. Mein Ausredenanteil will mich nur vor der eigenen Erkenntnis abhalten. (Siehe das Kapitel über den Widerstand gegen die eigene Heilung und den Ego, der nicht sterben will. Kurs in Wundern) Ich nehme diesen unangenehmen Menschen als Spiegelung eines Anteiles in mir wahr. Hole ihn hinein in mich. (Mit dieser Geste entlaste ich den Anderen und damit wird der Kanal, der ansonsten mit Angriff gefüllt ist, wieder frei für das Empfangen von Liebe.)
Geh nach Innen und führ in dir dein eigenes kleines Theaterstück deiner inneren Anteile auf: schaue hin, wie dieser Anteil in dir mit dem Rest in dir umgeht. Frag diesen Anteil, warum er das tut und frag ihn, was er eigentlich braucht. Halte diesen Anteil in dir im Arm und liebe ihn. Übe das einen Tag, Du wirst erstaunt sein, über den Effekt, wenn du den Kanal des Empfangens frei machst von diesen Angriffen, die ihn verstopfen (die von Außen wahrgenommenen Angriffe). Übe das am besten den Rest deines Lebens. Irgendwann läuft es automatisch ab, wie eine permanente Dusche, die deine Rohre frei macht. Wunderbar. 

Also bin ich jetzt. Ich belichte die Liebe.
Löwenmilch.
Integration. Licht. Liebe. da ist keine Grenze. Da geh ich weiter. Ich bin bereit mir etwas Neues aufzubauen mit dem Blick auf die Liebe, in die Mitte.
42 x 60 cm. Papier, Tusche, Bleistift, Dez. 14

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