Freitag, 8. Juli 2016

Phönixprozess - die Mitte - die 13 zuerst: Der Phönix - Unzerstörbarer alter Seelenvogel

 Ergeben wir uns
Leben wir nicht die Wahrheit verschwindet der Phönix aus unserem Leben, sagen die Geschichten. Der Sonnenvogel begleitet die Mythologie auf allen Kontinenten. Er steht für Glück, Wohlstand und Schutz. Und natürlich für die Tiefenreinigung und die Wiedergeburt. Er ist das Symbol für die Auferstehung, für das ewige Leben.
Der Phönix lebt in Zyklen, wie das Rad des Lebens. Wie ein Phönix aus der Asche, werden wir neu geboren. Doch dem geht immer der Prozess des Feuers vorraus.
Die Veränderung, das Feuer macht Angst, aber dennoch gehen wir mutig weiter. Wir lassen uns verbrennen weil wir instinktiv wissen: nur wenn das alte Leid, die verfaulten Stellen und die Unwahrheit verbrannt werden, kann Neues entstehen. In dem Raum, den das Feuer weg brennt ist plötzlich Luft und Freiheit, leere Stellen an denen Neues, Liebendes wachsen kann.
Der Phönix Prozess begegnet uns in Zyklen immer wieder in unserem Leben. Natürlich hat das Ego kein Interesse am eigenen Sterben. Selbst dann nicht, wenn unser Leben gefährdet ist. Das Ego wird immer Widerstand leisten und versuchen uns zurück zu halten. Die Kraft des Phönix ist der Mut mit dem wir dennoch voran gehen. Auch wenn wir nicht wissen, was die Zukunft uns bringt. Der Phönix schenkt uns die Kraft mit der wir uns im richtigen Moment ins Feuer wagen und uns der inneren Reinigung stellen.
Der Phönix Prozess ist wie das Leben selber: wir tun alles dafür um ein Ziel zu erreichen und dann müssen wir es wieder loslassen. Alles kommt und geht. Immer. Es gibt nichts, was unverändert in der Ewigkeit bestand hat. Das ist Leben, das ist unsere Lektion in dieser materiellen Welt. Buddha nannte dies das Naturgesetzt. Annica. Alles ist vergänglich. Alles wächst und stirbt ab. Alles kommt und geht.
Umwandlung ist unsere eigentliche Aufgabe. Nur in der lebensnotwendigen Berührung mit uns selbst können wir auflösen und transformieren, was nicht in unser authentisches Leben gehört und können somit unser Potential mehr und mehr nutzen.
Der Phönix ist die Begegnung mit dem eigenen Selbstmordattentäter. Mit dem Wissen, dass nach dem Tod immer die Wiedersauferstehung folgt und mit dem Mut diesem ewigen Prinzip zu vertrauen. Nur wenn ich gewillt bin zu sterben kann ich wiedergeboren werden. Wenn ich bereit bin mich auf mein Urvertrauen zu verlassen. Wenn ich alle Anhaftungen loslasse. Der Phönix ist wie Fieber: wir ergeben uns, der Ego gibt auf, um danach neugeboren zu werden. Die totale Verzweifelung geht dem Neubeginn immer voraus. Die Zeiten des Phönix Prozesses sind keine leichten Zeiten. Sie machen Angst und dennoch sind sie immer wieder nötig im Leben.
Doch in der Auferstehung aus der Asche folgt die ewige Jugend, das sich immer regenerierende Dasein. Die Seele, das Herz ist bei diesem Prozess nicht gestorben, sondern nur die äußere Schale hat sich verändert.
Nach dieser Reinigung kann neues Leben erwachsen, rein und klar. Unschuldig wie ein Kind. Bedingungslose Liebe.


Der Phönix Prozess beginnt mit der Phase vor dem Feuer. Wir zaudern und spüren unseren Widerstand das Alte loszulassen. Wir hören auf das Gejammer des Egos der die Komfortzone niemals verlassen möchte. Lieber wollen wir die alten Überlebensmuster aufrecht erhalten, als uns den nächsten Schritt wagen. Selbst schlimmste Schmerzen halten wir aus, Trennungszustände aufrecht oder gehen bis an unsere Grenzen. Nur in uns selber die Änderung zünden, die Wahrnehmung auf das eigene Selbst in Liebe wandeln, das wollen wir nicht. Wir haben alle gelernt Probleme zu lösen, indem wir versuchen sie loszuwerden: abschneiden, verlassen, wegrennen und verdrängen waren bisher unsere Überlebensstrategien. Wir waren als Kinder nicht fähig schmerzhafte Gefühle oder Wut fühlen zu können und wählten einen Weg mit dem wir weiterleben konnten. Wir verschlossen die Gefühle ganz tief in uns. Und jedes Mal, wenn das Leben uns seit her die Gelegenheit bietet, diese alten Gefühle jetzt zu befreien, greifen wir auf unsere altbewährte Methode zurück: abschneiden, verlassen, wegrennen und verdrängen. Doch unser Unterbewusstsein spürt, wenn wir bereit und stark genug sind uns den eingelagerten Gefühlen zu stellen. Denn wie wir immer wieder feststellen können, Zeit heilt keine Wunden. Nur Licht = Bewusstwerdung/ Anschauen der Wunde und Liebe, bedingungslose Liebe, Vergebung und Annahme allen was ist, bringt die alten Gefühle in Bewegung. Erlauben wir den Gefühlen ihr Dasein, nehmen wir sie an und lassen wir sie durch uns hindurchfließen, heilen Wunden, selbst tiefste Traumawunden binnen Stunden. So wie eine eitrige Wunde aus der endlich der Stachel gezogen wurde binnen eines Tages verheilt. Der Trick, den wir lernen müssen ist unseren Widerstand wahrzunehmen und als unser eigentliches Dilemma zu erkennen. Erst der Widerstand verwandelt Schmerz in Leid. Der Widerstand ist der Dorn in der Wunde, der sie nicht heilen lässt. Der Widerstand ist das Ego, dass lieber sein ganzes Leben vergeudet als den einen faulen Zahn zu ziehen. Der Widerstand in Form von abschneiden, verlassen, wegrennen und verdrängen ist es der uns Jahr um Jahr, Beziehung um Beziehung in den Wiederholungsschlaufen stecken lässt. Er rettete uns einst das Leben.
Die Gefahr ist groß, auch den Widerstand wieder mit Widerstand loswerden zu wollen, indem wir versuchen ihn abzuschneiden, verlassen, wegrennen, verdrängen.... doch auch hier ist es angesagt dem Widerstand mit Dank für seine Dienste und Liebe und Verständnis für sein Dasein zu begegnen. Diese Beobachtung des Widerstandes und die Liebkosung durch den Dank und unser Mitgefühl mit diesem innerem Anteil verändert das Selbstverständnis des Widerstandes in sich und löst ihn dabei auf.
Das Unterbewusstsein hilft uns dabei in unserem Leben Situationen zu kreieren bei denen wir der alten Wunde und unserem Widerstand erneut begegnen. Wir erhalten Chance um Chance damit wir lernen können. Wenn wir uns in diesen Wiederholungsschleifen wiederfinden, können wir uns sicher sein, das unser Unterbewusstsein mit uns spricht und uns aufmerksam macht auf eine alte Wunde in uns selber. „So, wie du dich jetzt fühlst, hast du dich auch damals als Kind gefühlt.“ Das ist das Mantra der Heilung.
Wie oft gehen wir mit unseren alten Überlebensstrategie bis weit über unsere eigenen Grenzen. Manchmal sogar lieber in den Tod als das wir die Änderung wagen. Die Angst vor der Wiederholung alter Schmerzen ist so groß, dass wir einen anderen Weg für unmöglich halten. Denn jeder andere Weg könnte uns wieder in die alte Gefahr bringen.
Dennoch hassen wir uns für unsere Überlebensstrategien. Dafür das wir den geliebten Partner nur noch anmeckern oder uns gar von ihm trennen. Dafür dass wir die Arbeitsstelle schon wieder verlieren, uns mit dem Kollegen streiten oder nur noch alleine vor dem Fernseher sitzen. Wir hassen uns dafür dass wir uns die eigenen Luft zum Leben nehmen, den Alltagstrott, die Langeweile und die Einsamkeit. All diese Überlebensstrategien sind ein Widerstand gegen das Fühlen des alten Schmerzens.
Und genau an dieser Stelle liegt unsere neue Chance. Wir können aus eigener Kraft unser Leben grundlegend verändern. Wir können uns beobachten und bemerken, dass Überlebensstrategien von Alkohol, Fernsehen bis hin zu fleißiger Überarbeitung und Helfersyndromen uns halfen bis hier her zu kommen. Wir haben damit überlebt. Diese Strategien, so anstrengend, ermüdend oder tödlich sie letztendlich für uns waren. Sie haben uns lange, lange Zeit getragen. Danke dafür, tiefen Dank, denn wir leben noch. Ein Teil von uns hat sich geopfert um die Hauptseele zu schützen. Dieser Teil hat all die unerledigten Gefühle geschluckt und trägt sie in sich, damit unser innerer Kern heile bleibt.
Unser Kern, unsere Seele ist unzerstörbar. Immer und für alle Zeiten. Unschuldig, rein, heile und voller unendlicher Liebe. Wir haben immer genügend bedingungslose Liebe in uns für alles, für uns, für die Anderen, für alle Änderungen dieser Welt. Dieser Kern sind wir. Diese Seele, das sind wir. Wir alle, jeder von uns hat diese Seele, diese heile Seele voller Licht. Verbunden mit allen anderen Seelen. Andere nennen dies Gott. Doch die Getrenntheit, die Dualität in der Gott etwas oder jemand ist, der getrennt von uns, außerhalb existiert, bringt uns auf eine falsche Fährte. Wir alle haben einen göttlichen Kern IN uns. Jeder einzelne hat dieses Licht in sich, diese Liebe. Und jeder kennt es. Jeder. In den Momenten, in denen wir uns ungerecht behandelt fühlen, wir bemerken, dass wir doch eigentlich unschuldig sind und doch nur unser Bestes getan haben. Selbst wenn die Situation aus dem Ruder gelaufen ist, aber irgendwie haben wir doch selbst da voller Liebe gehandelt. Selbst Hass kann voller Liebe sein.
In diesen Momenten spüren wir einen kleinen Lichthauch unserer Seele, die tatsächlich im Kern völlig heile und unverletzt vorhanden ist und ewig bleiben wird.
Doch mit dem Eintritt in dieser Welt übernehmen wir die Idee, dass wir verletzbar wären. Wir übernehmen die Idee, dass wir dieser Körper sind und damit auch die Konsequenz, dass wir zerstörbar sind. Wir entscheiden uns für ein Leben in einer Parallelwelt. Wir entscheiden uns für die Wahrnehmung getrennt von anderen zu sein. Wir entscheiden uns für die Idee, dass unsere Seele zerstörbar, zerstückelbar ist und sie getötet werden könnte. Die Konsequenzen dieser Entscheidung sind Leid, Schmerzen, Hass, Wut, Neid, Einsamkeit, Krankheit und Tod. Und wir tun alles mögliche um die Konsequenzen irgendwie erträglicher zu machen. Aber auf die Idee, dass wir einem Irrtum glauben schenken, kommen wir nicht. Es ist auch schwer zu glauben, weil wir uns mit großer Wehemenz einreden, dass die Illusion Realität wäre.
Es gibt einen Teil in uns, wir nennen ihn Ego, der nur in der Parallelwelt existieren kann. Es ist die Stimme der Angst, der Kritiker in uns, der Kontrolleur, der Antreiber. Er ist der Erfinder aller Glaubenssätze und der Träger von Druck.
Würden wir uns entscheiden wieder in der Wahrheit unseres Seins zu leben, würde er schmelzen, sich auflösen und das würde der Ego nicht wollen. Wer will sich schon gerne auflösen. Er tut alles dafür um die Illusionswelt aufrecht zu erhalten. Genauso wie die Pharmaindustrie einen Feldzug gegen die Idee, dass Spontanheilung für jeden jederzeit möglich wäre führen würde, weil sie dann überflüssig wäre. Selbst wenn es wahr wäre, würde sie diese Tatsache nicht anerkennen wollen, weil dann der Zufluss des Geldes an sie stoppen würde. Doch auch diese Angst des Egos ist nur eine Illusion. Er würde nicht sterben, sondern sich verwandeln. Wie sich der Drache Mahlzahn bei Jim Knopf, nach dem ziehen des faulen Zahnes in den weisen Drachen verwandelt.
Auch wenn wir es nicht glauben können, dass es eine lebbare Welt gibt in der wir Ganz, voller Licht und heile sind, können wir auch ohne diesen Glauben einen Schritt wagen. Schließlich haben wir das ganze Leben lang nach dauerhaftem Glück, Frieden und Liebe gesucht und sie in dieser Dimension nicht gefunden. Wir können uns entscheiden die ewigen Wiederholungen für einen Moment zu stoppen und uns einer anderen Idee öffnen. Nur für ein Spiel, für eine Phantasiereise. Wir können eine andere Brille aufsetzen und uns und die Welt neu beobachten.
Was wäre, wenn der böse Chef auch Liebe wäre? Welch Verletzung muss ihm widerfahren sein, dass er so brüllt? Wenn ich unverletzlich bin, brüllt er MICH gar nicht an. Er brüllt einfach. Er kann mich ja eh nicht treffen. Was will er dann mit dem Brüllen?
Was wäre, wenn mein Mann, der sich gerade trennen will, nur Liebe ist? Wenn seine Abgrenzung in der Trennung gar nicht mir gilt sondern ihm selber? Was ist, wenn sein Weg, der für ihn gerade einzig mögliche ist? Was ist, wenn die Trennung von mir ihn seiner Seele wieder näher bringt? Wovon redet seine Trennung wirklich? In welcher Not befindet er sich?
Ich kann jede Situation anders sehen. Ich kann sie durch die Augen der Liebe betrachten. Jedesmal wenn ich ungute Gefühle in mir spüre kann ich mir sagen: „Ich kann diese Situation anders sehen. Ich kann Liebe sehen. Ich bin Liebe und ich bin gewillt Liebe zu sehen.“
Auf dieser Reise kann ich Mitgefühl finden für meine Feinde, für meine Nächsten, die mich oft am tiefsten verletzen. Aber vor allem für mich. Denn der Ego beschimpft und kritisiert sich selber am aller meisten. Ich habe meine eigene Liebe am aller nötigsten. 
Das ist was der Phönix uns schenkt: alle Angst wird abgebrannt in seinem Namen. Möge sie lichterloh brennen. AHO

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