Samstag, 9. Juli 2016

Phönixprozess - 1 - Der heilige Lotus

Reinheit, Stille, Meditation
Treten wir in den Prozess der Transformation gibt es Bilder und Informationen die den Weg weisen. Meditieren wir über diese Bilder, lassen wir die Erfahrungen und Lebensweisen einer Lotusblüte oder eines Pferdes in uns hinein, können wir die Schlüssel erhalten. Wir können aus den Erfahrungen anderer lernen, wir sind gewohnt und fähig aus der Nachahmung zu lernen. So geben uns bestimmte Bilder Informationen über die nächsten Schritte unseres eigenen Weges. Dieser Weg bringt einen tiefen Reinigungsprozess in Gang, damit wir wieder voller bedingungsloser Liebe leben können. Denn das ist das Ziel was wir brauchen als Boden, damit wir uns unsere Lebensaufgabe widmen können. Denn die Lebensaufgabe erfüllen bringt uns endlich in den Zustand pures Glück, Frieden und Geborgenheit zu empfinden. Denn das ist unsere Heimat. Jede Seele strebt danach. Verbunden mit allen. Eins.
Der heilige Lotus zeigt uns die Fähigkeit im Schlamm Nahrung zu finden und mit dieser Nahrung als heilige Liebesblume zu erblühen an deren Blütenblättern jegliches Wasser abperlt. Begreife ich die Bilder, den Schlamm als meine verdrängten tiefsten Ängste/Schmerzen/Erfahrungen und die Nahrung daraus als das Licht. Jede noch so schmerzhafte Situation enthält eine Liebesbotschaft für mich. Ich kann hergehen und im Schlamm Schlamm sehen oder in ihm nach Nahrung suchen und finden. Und diese Nahrung bringt etwas ganz besonderes hervor. Eine Blume schöner als alle. Sie erhebt sich über das Wasser. Wasser steht für Gefühle. Und an ihren Blättern perlt das Wasser ab. Keine Gier, kein Neid, keine Trauer können dieser Liebesblume etwas anhaben. Sie strahlt und leuchtet, selbst wenn es regnet. Aus dem Schlamm heraus wächst die Kraft der Liebe. Und ja, sie braucht eine Weile bis sie die Oberfläche durchbricht und vom Boden des Sees nach oben gelangt ist. Und ja, sie verblüht und der Kreislauf des Lebens wird durch ihren Samen erneut in Gang gesetzt. Der neue Same sucht erneut nach der Liebe im Schlamm, nach Licht und Nahrung und aus ihm erwächst ein zweiter Lotus. Doch die alte Lotuspflanze hatte nicht nur einen Samen, sondern viele. Aus der ersten Pflanze, aus der ersten Erfahrung aus der Liebe der schmerzhaften Erfahrungen eine Blüte wachsen zu lassen, wachsen nun Viele. Und aus den vielen Lotusblüten der zweiten Generation wachsen noch mehr neue Blüten, bis der See ein einziges Blütenmeer ist. Die Liebe potenziert sich. Immer.
Wir beginnen nun den Phönixprozess, eine Reise der Erneuerung. Noch stehen wir vor dem Feuer, der ersten Phase, vom Zaudern festgehalten in unserer Komfortzone. Doch etwas in uns nagt und zieht. Das Leid möchte erlöst werden.



Der heilige Lotus erblüht in seiner Reinheit. Unantastbar ist seine Seele, für immer unschuldig und voller Schönheit. Umhüllend, seine Liebe. Sitz der Meditation und der größten Göttter. Kraftort der Stille. Genährt durch den dunkelsten Schlamm, die tiefste Erde, im Wasser der Gefühle versteckt reckt der Lotus sein Herz hinaus. Tief in unserem Herzen wissen wir alle um die Wahrheit der Unschuld in uns. Doch für den Weg zurück in die Sichtbarkeit der bedingungslosen Heiligkeit unseres Seins brauchen wir die Nahrung des tiefsten Schlammes. 
Die schlimmsten Schatten, die ekelhaftesten Schmerzen, Schuldgefühle, Neid, Hass, Eifersucht und Verlust haben in ihrer Durchleuchtung im Kern Liebe. Der Lotussame sink hinab in die Tiefen der schlimmsten Gefühle an den Grund des stehenden Wassers, in den Schlamm, den Moder. Er wurzelt im Sumpf. Dort findet er alle Wärme, Nahrung und Pflege die er braucht um hinauszuwachsen, hindurch durch das Wasser der Gefühle, die Wasseroberfläche durchdringend, sich dem Licht zeigend als reinste Blüte der Liebe. Nach der Blüte fällt der Same der Lotus erneut in den Schlamm am Grunde des stillen Wassers.
So ist der Kreislauf.
Bedingungslose Liebe den eigenen Schatten gegenüber, uns selbst, jeder Schuld, jedem Fehler gegenüber, lässt den Schlamm zur Nahrung werden. Nur unsere Interpretation lässt den Dreck zu etwas ekeligen werden und in der Angst damit identifiziert zu sein, suchen wir nicht nach den Perlen im Schlamm. Heben wir die Interpretation unseres Egos auf, wagen wir uns tief in den Spiegel zu schauen, dann finden wir im Schlamm, in den vergrabenen Tiefen unserer schlimmsten Albträume, die Nahrung, die Antworten und die Liebe, die uns über uns hinaus wachsen lässt. Tiefste Suchtstrukturen können hier geheilt werden. Dunkelheit und Gewalt kommen ans Tageslicht und transformieren sich. Tiefste Traumen reinigen sich mit dem Lotus. Wer seine Schattenseiten liebt, hat Frieden für Andere. Über diesen Prozess finden wir die bedingungslose Liebe für die der Lotus steht. Wir alle haben den Samen der Reinheit in uns und die bedingungslose Liebe lässt uns über die Angst vor den Schatten hinauswachsen ins Licht des reinen Seins. AHO

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