Donnerstag, 26. März 2015

Schmetterlingsprozess - Tag 10/60



26. März 2015 Leiste dem Widerstand keinen Widerstand. Werde weicher.
Fühle, fühle, fühle und fühle noch mal.
Gestern morgen  gings mir richtig doof und ich bat um Hilfe. Und ich bekam Hilfe. Soviel Hilfe, dass ich vor Rührung geweint habe. Ich saß an einem See im Wald, neben mir ein riesen Schwan und ich empfing die Liebe meines Rudels. Danke. Wir sind nie allein. UND wenn wir fragen, bekommen wir Antworten! Immer.
Und im Wald konnte ich mich gut nach Innen wenden, mich wieder hören, mich fühlen und bemerke: es läuft alles auf drei Sachen hinaus auf die wir achten sollen solange wir im Cocon sind: Ziel fokussieren, fühlen und weicher werden.
Die Imagozellen brauchen das Licht und die Aussicht auf Licht. Glaube deinem Innerem, glaube fest daran, dass du Schmetterling bist. Wer, wenn nicht du, soll daran glauben.
Und wenn der Widerstand wieder kommt, mach dich weich, stemm dich nicht dagegen. Ja, schon wieder ein Tag im Bett. Ja, schon wieder ein Tag mit Angst. Ja, schon wieder ein Tag mit dies oder jenem. Mach keine Geschichte daraus, das fixiert dich und Widerstand macht das Gefühl noch schlimmer, also wehr dich nicht. Setzt dich hin und fühl, was es zu fühlen gibt. Fühl, wie es dir Angst macht einen ganzen Tag im Bett zu liegen. Die Angst Depressiv zu sein, die Angst zu versagen, nicht fit genug, nicht leistungsfähig. Fühl diese Angst, setzt dich hin und geh hinein. Sie wird sich bewegen, diese Angst. Fühl die Trägheit. Frag sie, wovon sie redet. Geh auch in sie hinein. Sie wird sich bewegen, sie wird sich verändern, wenn du sie fühlst. Wie oft, wenn ich träge bin weiche ich meiner Trägheit aus in dem ich ein neues Projekt entwerfe oder putze oder Freunde treffe. Doch mein inneres Gefühl bleibt. Es will gesehen werde und es ist penetrant und bleibt bis ich mich hinsetze und dem keinen Widerstand mehr leiste. Keinen Widerstand dem Widerstand mehr. Fühle und mit jedem Fühlen wirst du weicher, immer weicher. Immer flüssiger. Den Imagozellen immer mehr als Nahrung dienlicher.

Übung: Jedesmal, wenn Du heute eine Geschichte erzählen willst – weißt du, was mir da passiert ist... weißt du, wie ich den finde.... weißt du, wie es mir geht.... halte Innen inne. Wenn du kannst halt die Klappe und geh stattdessen nach Innen und fühle. Bleib an deinem Gefühl anstatt sie mit Geschichten wegzumachen. Jedes gefühlte Gefühl bringt dich deinem Schmetterling näher. Fühle. Fühle. Fühle, soviel du kannst.

P.S.  Ein wundervolles Werkzeug um all dies zu lernen ist die Vipassana-Meditation wie Goenka sie lehrt. In Triebel, nicht wei von hier, kann man in einem 10-tägigem Retreat diese uralte buddhistische Meditationsform lernen. Buddha entdeckte diese Art der Meditation in seinen 40 Tagen, die er unter dem Baum saß wieder und lehrte sie in seiner Schule die folgenden 45 Jahre. Ich kann dieses Werkzeug nur empfehlen. Es reinigt, es fokussiert, es bringt zurück in die Mitte. Ich meditiere seit vielen Jahren, habe mehrere buddhistische Ideen ausprobiert, doch diese ist die nachhaltigste Methode vor allem für zu Hause! Ich meditiere seit anderthalb Jahren nun die Vipassana jeden Tag 2 Stunde. Sie ist mein Anker, meine tägliche innere Reinigung, meine Ruhe.
Über die Worte "Vipassana, Triebel und Goenka" findet man hier im Internet viele Informationen und die Möglichkeit sich anzumelden. Ich mag die Art der Finanzierung der Vipassnazentren, die rein auf Spendenbasis für die Nächsten ist. Dein Platz ist also schon bezahlt und deine Spende ermöglicht es dem Nächsten. Und wenn du wenig Geld hast, kannst du wenig geben und dennoch darfst du dasein und mitmachen. Und das Prinzip geht auf, es lehrt das Mangeldenken aufzugeben! 


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