Samstag, 18. April 2015

Schmetterlingsprozess - Tag 33/60


18. April 2015 Wir sind HELDEN. Wir haben es nur vergessen.
Als wir uns das erste Mal auf den Weg gemacht haben hier in diese Welt zu inkarnieren haben wir eine Wettbewerb gegen Millionen anderer Samen gewonnen. Jeder von uns.
Was würdest du denken über jemanden der der beste aus Einermillionen ist? Du bist so einer. Hm, ich auch! Wie können wir nur einen Augenblick an uns zweifeln. Wir alle haben eine riesen Überlebenswillen. Wir alle haben Kraft und Durchsetzungsvermögen. Wenn wir etwas einmal hatten, können wir es immer wieder aktivieren. Wir sind Helden. Jeder von uns. Wir müssen das wieder in uns aktivieren, das wissen über unsere Heldenfähigkeiten!
Je mehr ich mich mit diesem Schmetterlingsprozess auseinandersetzt, desto mehr Achtung bekomme ich vor der Transformation dieser Lebewesen, vor deren Kampf der Verwandlung. Desto mehr Achtung bekomme ich vor jedem von uns, der sich hier auf den Weg macht. Jeder von uns, auf seine Weise. Jeder ist ein Held, genauso klassisch, wie er in allen Filmen beschrieben wird.

Übung: Finde den Helden in Dir wieder. Er ist da, dass ist gewiss, also suche solange bis du ihn wiedergefunden hast. Er ist in Dir. Er ist in jedem von uns. 


Heldenwege, Sei Freya. Lebe deine Kriegerin. Zeig deine Kraft. Aho
Aus der Serie: Ich bin Heldin!
Papier, 40 x 54 cm, Bleistift, Gold, Silber, Acryl, April 2015

Freitag, 17. April 2015

Schmetteringsprozess - Tag 32/60


17. April 2015 WE´re ONE
Auf der Suche, wer ich denn bin finde ich immer mehr Anteile in mir. Welche die ich ablehne, welche die ich gerne mehr wäre, welche die ich mal war und welche die gar nicht zusammen passen. Ich bin soviel. Ich setze ein Puzzle zusammen, was ich immer versuchte auseinandergehalten zu verstecken.
Ich bemerke, dass ich wie viele Zellklumpen im Raupenbrei bin und eben kein ganzer Schmetterling. Ich selber habe versucht die einzelnen Teile ja nicht zusammen zu bringen, weil ich davon überzeugt war, dass sie nicht zusammen passen oder ich nen rieseigen Batzen an Anteilen von mir verabscheue. Es ist mir heute so klar, wie noch nie – es geht nur, wenn wir alles, alles von uns lieben – akzeptieren wäre noch zu wenig. 
Mir fällt auf, wie wenig Gleichzeitigkeit ich mir immer noch vorstellen kann. Mir fällt auf, dass es meine Urteile sind, Glaubenssätze, meine festgezurrten Vorstellungen, dass – sagen wir mal Hure und Heilige nicht zusammen passen würden – wer sagt denn das? Klar weiß ich, wer das sagt, aber muss ich gerade denen glauben? Wer legt denn diese Definition fest? Es gibt Bedeutungspaare, die wir meinen, die nicht zusammen gehören. So wie wir meinen Künstler sein und Brot ginge nicht zusammen und nur weil wir alle Millionen Mal „brotlose Kunst“ gehört haben, glauben wir daran.
Wieso hinterfrage ich das so wenig? Wenn ich mir überlege, wie ich sein will, dann hab ich da etliche Bedeutungspaare, die ich erstmal nicht überein bekomme. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ich mein fast 50 sein, Tänzerin sein wollen noch überein bekomme. Ich weiß auch nicht, wie ich meine behinderte Art Partnerschaft zu leben, oder eben nicht zu leben mit dem Wunsch eines anderen Anteiles überein bekommen soll, der sich eine Jahrzehnte lange Partnerschaft wünscht. Gestern sagte mir jemand, dass die Ideen in meine Artikeln widersprüchlich wären. Ich hab sie noch mal studiert und festgestellt, nein, sie sind alle ich. Genauso bin ich. Bewegt und im Wandel und dennoch ist alles eins. Ich weiß seit heute, dass ich all diese Anteile bin. Das diese Anteile in mir zumindest überein kommen, sich die Widersprüche auflösen, einfach nur weil ich die Bedeutung ändere, die Verurteilung rausnehme und alle Anteil lieben werde – und ich bin mir sicher, dass jeder Anteil, den ich in mir mit meiner Liebe berühren werde, sich einflechten wird in mein Sein. Meine Liebe kann aus mir ein GANZES machen. Und durch meine Liebe, wird es sichtbar werden und liebens-wert. AHO

Übung: Liebe Dich. Liebe. Liebe. Liebe und Liebe immer mehr. Jeden Tag eine Nuance mehr an Dir. Liebe DICH, dich, Dich!!!


Ich bin Königin und Bettlerin.
Ich bin Hure und Heilige.
Ich bin Licht und Schatten.
Ich bin Kriegerin und Mutter.
Ich bin Geliebte und Frau.
Ich bin naiv und gleichzeitig hellwach und intelligent.

Aus der Serie: "Ich bin Heldin!"
Papier, 40 x 54 cm, Bleistift, Gold, Silber, Acryl, April 2015

Donnerstag, 16. April 2015

Schmetterlingsprozess - Tag 31/60


16. April 2015 Wie bist du? Du darfst so seien wie du bist, du darfst. 
Sehr schöner Slogan. Andreas hat gestern Abend in der Schamanenausbildung so wunderbar erklärt, das eine seiner befreiensten Erkenntnisse ist, dass er sich nicht nach den Normen aller psychologischen Lehren verändern muss, sondern er ganz so sein darf, wie er ist. Diese lebenbejahende Sichtweise ist der Schlüssel, der mich heute den ganzen Tag begleitet. Ich darf genauso sein, wie ich bin. Und ich war auch schon immer so.
Und das arbeitet so sehr in mir, dass ich heute nicht mehr schreiben kann – denn diese Idee, so alt sie ist, dreht bei wirklicher Betrachtung alles auf den Kopf. Nimmt alle Angst, alle Last von den Schultern und alle Mangelgefühle weg. Alles was Du bist, ist leicht. Tut Dir gut, tut dir immer gut. Wenn du genauso bist wie du gemeint bist, dann ist das Leben leicht. Immer wenn du an eine Stelle kommst, wo du nicht so bist, wie du gemeint bist, tut es weh, fühlt es sich gelähmt oder klebend an oder langweilig. Ich war vieles, was ich schon als Kind war. Da bin ich gehüpft, getanzt, hab gemalt und bin wild wie ein Indianer durch die Wälder gelaufen. Ich hab mutig mich in Kuhherden gestellt und hab mich für eine Klassenkameradin die als Außenseiterin gehänselt wurde geprügelt. Ich bin immer schon mitten ins Feuer gesprungen. Ich hab immer schon gesagt, was ich finde. Ich bin immer wieder zu meinen Freunden gegangen und hab mich darum gekümmert, dass wir uns wieder vertragen. Ich bin auch immer die gewesen, die zu den Großen ging und sich entschuldigt hat. Egal wer recht hatte. Das fiel mir immer schon leicht. Ich hab immer die Initiative ergriffen, wenn ich wen kennen lernen wollte. So war ich einfach immer schon. Wieso hab ich mir nur einreden lassen, dass das schlecht wäre oder nicht damenfein genug? Wieso ist die Contenance halten besser als ich bin? Wieso ist klar sehen und Tacheles reden blöder? Naja, für andere vielleicht schon, wenn sie es nicht hören wollen. Ich bin gar nicht falsch, sondern ich hab auf den falschen Rat gehört. Und die anderen dürfen halt gehen und da tuts mir immer weh – ich darf lernen deren Nein leichter zu nehmen und darf weiter gehen. Das erstaunliche ist ja, wenn ich weiter gehe, dann kommen sie meist alle wieder. Bei manchen dauert´s ein bisschen länger als bei anderen, aber eigentlich hab ich keine Leichen im Keller (mehr!!). Wahrscheinlich stimmt das auch nicht, denn irgendwie ist Heilarbeit ja immer blinde Flecke aufdecken. Und davon haben wir alle mehr als genug und ich bin jedes Mal erstaunt, dass da doch noch was Neues um die Ecke kommt.

Übung: Überleg es dir: Wie bist du? Wie bist du gemeint? Wie warst du schon immer und was davon erzählst du dir, weil du nicht in den sauren Apfel von dir selber besser tuenden Veränderungen beißen willst und was davon bist du wirklich? 

Jahresbotschaft 2015: Schöpferbewußtsein im Zeichen der Hirschkönigin und Raben.
Das Opferbewußtsein wird eingeäschert. Aho.

Papier, Transparent, Bleistift, Gold, 54 x 40 cm, Januar 2015



Mittwoch, 15. April 2015

Schmetterlingsprozess - Tag 30/60


15. April 2015 Danke, danke dem Leben für alle Lektionen. Danke für dich. Danke fürs Dasein.
Halbzeit – Halbzeit dieses 60 Tage Prozesses. Wau! Was in 30 Tagen alles passieren kann. Wahnsinn!  Meine Welt hat sich verändert. Ich habe mich ausgepackt und gezeigt und ich hab´s überlebt! Mehr als das, es haben sich so liebevolle, wunderschöne, herzensgute Menschen an meine Seite gestellt. Soviele haben mir geschrieben und mir gedankt. Ich schaue zurück. Ich lese mein Tagebuch. Ich weiß noch wie in Not ich mich fühlte vor 30 Tagen. Es war als ob ich platzen würde und meine Angst, dass diese Explosion mich umbringen würde, was riesig. Eine Woche vor Beginn dieses Experimentes hatte ich eine meiner tiefsten Aufstellungen. Ich sah noch einmal meine großen Wunden, mein Opfer, meine Täterschaft, meine Einsamkeit – mein mich schier erstickende Einsamkeit. Über Monate, Jahre und wenn ich genau hinschaue, über viele, viele Leben. Ich hatte als kleines Mädchen beschlossen sterben zu wollen. Doch meine Imagozellen sind so laut, so penetrant. Ich habe eine schier unglaublichen Lebenswillen. Ich will, ich will unbedingt in diesem Leben heile werden. Das darf nicht umsonst gewesen sein. Kein Schritt in diesem Leben darf umsonst gewesen sein. Vor 30 Tagen war meine Hoffnungslosigkeit so groß, dass ich wirklich dachte, es ginge um Leben oder Tod. Es gab ein Leben, in einem anderen Jahrtausend, indem sich mein gesamte Dorf für mein Überleben als Heilerin einsetze. Alle starben damals, mein Mann, meine drei Kinder – alle Menschen die dort lebten. Diese Schuld war nicht zu ertragen und doch lebte ich weiter. Ich schwor Gott ab, ich hasste ihn dafür und wollte nie wieder heilen und nie wieder einen anderen Mann lieben als ihn. „Nie wieder“ ist ein großer Schwur. Heute weiß ich, wie vorsichtig wir damit sein dürfen!!! In diesem Leben bin ich wieder Heilerin und natürlich kam mein Schwur ganz schnell wieder ans Licht und wollte erlöst werden. Und wie das Universum so Heilprozesse einfädelt, traf ich ihn wieder, meinen Mann von damals, dem ich ewige Treue geschworen hatte. Doch all die Hoffnungen zerfielen ganz schnell, weil er andere Pläne hat für dieses Leben als es mit mir zu teilen. Ich hasse unkommentierte Neins, die ich akzeptieren soll! Wie ein dickköpfiges Kind hab ich mich verweigert voran zu gehen. Das ist mein Thema in diesem Leben. Meine mich umbringende Dickköpfigkeit mit Liebe und Zuversicht durchdringen. Weiter gehen, loslassen, für mich sorgen! Bei mir bleiben. Wie oft habe ich mir Buddhas Worte vorgebeten, dass wenn man die Knochen aller Menschen mit denen ich je verheiratet war oder die meine Kinder waren auf einen Haufen legen würde, dann wäre der so groß wie der Himalaya. Es ist bedeutungslos und doch so voller Bedeutung für mich. Im Vergleich zu diesem Universum, bin ich noch kleiner als ein Sandkorn. Meine Demut vor dem Fluss des Lebens, vor den Wundern des Universums ist gefragt. Ich hab es schon oft erlebt, wenn ich loslasse, dann kommt etwas viel, viel besseres, als ich es mir je ausgemalt hatte auf mich zu.
Mein Weg in diesen 30 Tagen ging steil bergauf, aber nicht so, wie wir uns einen Berg vorstellen, sondern ich fiel in tiefste Löcher, ackerte mich heraus und war plötzlich eine ganze Ebene höher als vor dem Loch. Heute sehe ich mich voller Staunen um, wie weit ich in 30 Tagen gekommen bin. Ich danke für die Worte meiner kleinen Tochter, dass ich fast wie eine beste Freundin wäre. Ich danke für Mi, es ist mir immer wieder ein Wunder, wenn ich ihr Herz berühre. Das ich diese beiden Engel in diesem Leben an meiner Seite habe, ist das größte Wunder und das diese Liebe sich jeden Tag noch mehr öffnet, heilt und sich bewegt. Ich danke so sehr, das ich Mutter sein darf und jeden Tag neu lernen kann, was Verbindung bedeutet. Ich danke Gott, dem Universum, all meinen Geisthelfern, Engeln und Krafttieren - ich habe heute so viele Götter an meiner Seite! Ich bin so froh, dass ich diesen Schwur aufgelöst habe! Und wieder im Urvertrauen gelandet bin! Ich kann wieder beten, ich kann abgeben und vertrauen! Ich danke Dianna und Mila für Zündung der Kriegerin in mir - damit ich sicher bin und mich immer verteidigen kann! Danke Freya das du jetzt immer an meiner Seite bist. Und Maria Magdalena auch! Ich danke für meine liebste Kabibaby, die sich mir so anvertraut. Und für Luna und Fine. Ich danke für Urs, mein Herzensbruder, es war seine Idee, dass ich diesen 60 Tage Prozess machen soll!!! Ich danke von Herzen für Andreas, für Heidi, für meine liebste Christine. Ich danke für Werner, wie sehr danke ich dir für deine Liebe und deine Wahrheit, deinen Weg und deine Mut – deinen Mut für dich zu stehn. Ich danke für Deine Sorge um mich und ich danke für diese fucking blöde Grenze! Daran konnte ich mich echt abarbeiten! Ich danke für meine Fähigkeit mich abzugrenzen und für mich zu sorgen. Eine ganz neue Fähigkeit. Ich danke für Hedi, für Tobias, der gar nicht weiß, wieviel er mir geschenkte als er Sätze aussprach, als wäre er in meinen Heilsitzungen Mäuschen gewesen. Er rief an noch während ich mich mutig in einer Matrixsession dem Loslassen alter Verbindungen hingab. Diese magischen Momente, in denen wir begreifen, dass wir alle verbunden sind und die eigene Energie der Magnet der Lebenserfahrungen ist – dieser Moment ist so groß und so wichtig. Wie oft übergehen wir diese Erkenntnisse. Sie gehören aufgeschrieben, auf Spiegel und Wände, damit wir uns daran erinnern, wenn wir straucheln und zaudern!!! Ich danke allen die waren und nicht da waren. Ich danke mir jeden Tag für den Mut hier zu schreiben. Ich danke mir fürs dran bleiben besonders an den zähen, dunklen Tagen. Ich danke mir für die Fähigkeit zu weinen und am gleichen Tag zu lachen. Ich danke mir für die viele Lebensfreude, die mich trägt. Ich danke der Musik, dem Wind, der Sonne, dem Mond, dem Meer. Ich danke dieser Erde. Ich danke dir das ich dies teilen durfte.

Übung: Nimm meinen Dank an! 


Dienstag, 14. April 2015

Schmetterlingsprozess - Tag 29/60


14. April 2015 Einen Dank an Fritz Riemann!
Die Energien des heutigen Tages wollen meine Traurigkeit, meine Schwere, beseitigen.
Ich gebe diese Energiefelder frei zur Auflösung.
In mir gibt es also einen erneuten Angriff des alten Widerstandsystemes, des alten Immunsystemes der Raupe. Was ist denn dieses Widerstandssystem in mir eigentlich?
Es sind die alten Überlebensstrategien, die mich damals retteten und heute nicht mehr dienlich sind. Ich hab gerade Riemann noch mal gelesen und ich bin sehr fasziniert von seiner Analogie. Er erklärt es so: wir sind hier auf Erden vier mächtigen Impulsen ausgesetzt. Der Drehung der Sonne um die Erde dazu parallel die Eigenrotation der Erde um sich selbst. Und die anderen Pole der zweiten Achse sind die Schwerkraft und die Fliehkraft. Das Erden und das sich bewegen. Am besten geht’s uns, wenn wir alles vier gleichzeitig und ausgewogen tun – uns Anderen, den Sonnen zuwenden, uns um uns selber drehen, uns bewegen und uns genauso viel erden und auf unsere Mitte beziehen. Tolles System, kann ich viel mit anfangen! In der Kindheit können Ungleichgewichte entstehen: Habe ich eine zu starke Sonne im System, schütze ich mich, indem ich mich mehr um mich drehe. Ist die Sonne zu schwach, richte ich mich nur noch nach ihr und vergesse die Eigenrotation. Ist das Umfeld sehr bewegt oder zu starr, entscheide ich mich für eine Gegenbewegung oder für extreme Nachahmung – jeder wählt seine eigenen Strategien.
Diese Strategien, für die wir uns in Zeiten größter Not und Abhängigkeit, von dem uns umgebendem Milieu, entscheiden, nenne ich Überlebensstrategien. Sie lassen uns überleben. Sie retten uns aus oftmals lebensbedrohenden oder bedrohlich erscheinenden Situationen in der Kindheit. Für ein Kind sind zwei Stunden schreien eine Ewigkeit und es wird als lebensbedrohend empfunden. Passiert mir das öfter, muss ich in mir eine Lösung finden, die mich überleben lässt auch ohne Außen. Dort werden sie geboren, unsere Überlebensstrategien. Diesen Überlebensstrategien sei großen Dank, denn sie brachten uns bis hier her. Sie sind große Schützer. Anteile, die voller Kraft für uns kämpften. Oft werden sie Schattenanteile genannt. Ich verneige mich vor meinen mit tiefstem Dank. Gleichzeitig bringen sie uns irgendwann nicht mehr weiter. Die Distanz die wir einst wählten wird irgendwann zur einsamen Falle, die Vernebelung wird zur Einsamkeit und Langeweile und auch die gesellschaftlichen Ablenkungsmechanismen funktionieren irgendwann nicht mehr, denn sie müssen immer mehr und schneller werden, damit die Wahrheit sich weiter verdecken kann. Oder die Enge, Intoleranz und Rechthaberei lässt das Außen sich genervt abwenden als Spiegel der inneren Verurteilung. Irgendwann geht’s nicht mehr. Bei jedem kommt es früher oder später an den Punkt, wo´s nicht mehr aufgeht. Weil wir die Imagozellen in uns spüren – sie sind beständig da und zeigen sich – da ist noch etwas anderes da. Die Imagozellen oder der heile göttliche Teil in uns, unsere Seele – wie auch immer wir es nennen, den bringt nichts zum schweigen.
Wie schaff ich das, die Imagozellen zum Leben zu bringen? Wie wandle ich mich um??? Wie werde ich zum Schmetterling? Dann landen wir hier, auf der Suche nach spirituellen anderen Menschen, auf dem Weg der eigenen Heilung.
Eines der eindrücklichsten Gemälde, die ich in den letzten Jahren machte war ein riesen großes Bild in dem ich alle mich an mir störenden Faktoren in kleine Kreise malte (es war furchtbar so viel Negatives zu bemerken und gleichzeitig wichtig es vor mir zuzugeben – als ersten Schritt!!!) und sie in einem Gitternetz von sich gegenseitig bedingenden Ideen miteinander verband. Da war meine berufliche Situation, mein Kontostand, neben der Art der Liebesbeziehungen und der Verbindung zu meinen Töchtern. Mein Fake und meine unerfüllten Träume. Weiter unten waren die Faktoren von vor zehn Jahren und ganz unten meine Kindheit. Es war ein riesen Netz von Verästelungen – alles bedingte sich gegenseitig UND alles lief unten auf ein/zwei Situationen hinaus in denen ich mich damals entschieden hatte auf bestimmte weise mein Überleben zu retten. Ich weiß noch, wie ich nach Tagen des Malens da saß vor dem großen Blatt und erkennen konnte, was da alles Sache bei mir los war. Schwarz auf weiß, sichtbar! Ich sah die Notwendig JETZT zu handeln deutlich vor mir. Ich sah ganz klar, dass ich diese Ursprungssituationen heilen musste. Von da aus konnte ich einen Heilstrom nach oben schicken durch alle Verästelungen bis hoch in die heute Zeit. Ich hatte richtig das Bild vor mir, dass ich diese Ursprungssituation mit Liebe neu füllen würde und diese Liebe nach oben sende, durch diese Kanäle, durch die Dimensionen, durch die Zeit meines Lebens, bis heute. Ich sah wie rote Farbe durch diese Adern floss und sie zum Leben erweckte. Wie die Verbindungen beweglich wurden und sich neuen, mich unterstützende Energiepunkten zuwandten und sich mit denen verbanden. Mein gesamtes System heilte. Das war meine erste Matrixarbeit ohne das ich damals eine Ahnung davon hatte.
Das mache ich nun seit drei Jahren, Tag für Tag, jeden Morgen und jeden Abend schicke ich meinem inneren Kind Heilung und Liebe. Sie ist gewachsen, sich ihrer selber bewusst und in der Eigendrehung angelangt. Sie ist lustig und lebensfroh und hat immer neue Ideen. Wilde Ideen. Sie war ein totes Baby als ich sie fand und ich hab sie Jahre gepflegt.
Gleichzeitig bin ich diesen Baum auch von der anderen Seite angegangen, denn z.B. hat meine schizoide Seite in mir dafür gesorgt, dass mir verschiedene  Sozialverhaltenserfahrungen fehlen, die ich nun nachlernen darf. Meine, nach Riemann, depressive Seite hat dafür gesorgt, dass ich zu wenig über mich weiß, kaum spüre, was mir gut tut und was nicht – ich darf nun nachlernen wie Nein-sagen geht und bei mir bleiben. Meine hysterische Seite lässt mich zwar super immer wieder neue Projekte beginnen und wildestens lieben – das hat mich echt sehr, sehr gerettet in meinem Leben, der Hysterie sei dank! (Hysterie heißt übrigens Gebärmutter!!!! ist altgriechisch – dies ist mir ein willkommenes Bild, dass meine Gebärmutter, meine Urweiblichkeit mich gerettet hat!) Dennoch hat die krasse Verstärkung der Fliehkraft mir die Erdung genommen und das obwohl in mir anderen Teile so starr, so anarkastisch (zwanghaft) verharrend mich in kontrollierter Bewegungslosigkeit halten. Ich muss genau hinsehen, jedes Mal, brauche ich setzt einen Anschuppser und muss hier ins Machen kommen (mehr Fliehkraft) oder brauch ich meine Yogamatte oder den Meditationsplatz (mehr erdende Schwerkraft), brauch ich wahrhafte Begegnung (mehr Sonne) oder in mich hineingehen und meine Eigendrehung (mehr Rotation der Erde um sich selbst) fühlen. Ich brauche alles vier, jeder braucht alles vier in einem ausgeglichenen Maß.
So schicke ich auch von oben neue Liebe in meinen Heilungsbaum. Der Heilstrom, der durch die Äste fließt löst die Schmerzen auf, löst die Widerstände auf.
Ich empfehle immer wieder die täglichen Übungen, Geduld, Hingabe an dich selber, dran bleiben, echt dran bleiben und zwar über Jahre. Auch wenn das am Anfang unüberwindbar aussieht, so wie die Raupe im Brei, im Kampf, im Umbau in tiefster Dunkelheit in alleine in ihrem Cocon sitzt – überzeuge dich immer wieder und wieder, mit dem Hochschauen und Abgleichen mit der Natur: es funktioniert. Du wandelst dich. Langsam aber stetig und dafür nachhaltig! Es kommt der Punkt, da ist der kritische Masse Punkt erreicht und das System steht auf, baut sich in Windeseile um und schlüpft. Du wirst auferstehen, wenn du bereit bist das Alte sterben zu lassen, wirst du ankommen. Wenn du jeden Tag ein paar Schritte machst, kommst du an! Das ist Gewiss!!!! In jeder weisen Lehre wird es gesagt, so viele haben es bestätigt – wissen wirst du es erst, wenn du es an dir selber erlebt hast – und so lange: wenn es etwas gibt, an das es sich lohnt zu glauben, dann an dieses Naturgesetzt des Sterben und Werdens. Alles was anfängt, endet und alles was endet macht Platz für Neuanfang. Darin liegt alle Kraft, alle Hoffnung, aller Mut für Transformation.

Übung: Geh weiter! „Die Energien des heutigen Tages wollen meine Traurigkeit, meine Schwere, beseitigen. Ich gebe diese Energiefelder frei zur Auflösung.“ Das ist die Tagesenergie nach dem Majakalender!!!! à http://www.maya.at/Kin-Info/Kin-Info-Index.htm

Jahresbotschaft 2015, Lac Dama. "Mein Licht ist wertvoll. Ich halte es. Das ist das Ur-bewußtsein. Von uns allen. Ich bin eine Lichtträgerin. Ich bin wertvoll in der Liebe. Ich bleibe in der Liebe."
40 x 54 cm, Papier, Transparent, Gold, Bleistift, Januar 2015


Montag, 13. April 2015

Schmetterlingsprozess - Tag 28/60



13. April 2015 Bete! (auf deine Weise), wenn du ins Straucheln kommst!!! Straucheln heißt, du bist so was von richtig! Geh also weiter!!!! Gib um Gottes Willen an dieser Stelle nicht auf!!!
Ich weiß nicht genau, was mein Thema heute ist und merke, das ist mein Thema. Ich komme in neuen Begegnungen in neues Fahrwasser.....
Ich weiß ganz genau, was mein Thema ist, aber das Zugeben ist eine andere Sache – meine Güte, wie schwer es jeden Tag ist authentisch und ehrlich zu zeigen und was für verquere Muster in mir zu Tage kommen. Also: da tauchen neue Männer auf, einer interessiert mich sogar – er ist voll süß - und ich springe nicht mit ihm ins Bett.
Ich hatte früher die Idee im Kopf, dass Sex bindet. In der heiligen Form tut er das auch, so sagt Maria Magdalena. Das meine ich aber nicht. Ich hatte den Wahn im Kopf, trifft es besser, dass, wenn ich erstmal mit einem Mann geschlafen habe, er bleibt – ich hab alles dafür getan, so schnell wies geht mit einem Mann ins Bett zu gehen.... das hatte zwei eigentlich offensichtliche Nachteile: nur zahme Männer ohne Jagdtrieb oder welche die nur Sex wollen kommen für die Idee in Frage, was beides langweilig sein kann -  in der Panik nur als One-Night Stand benutzt zu werden, habe ich One-Night-Stands kreiert. Das Anblicken meiner Naivität ist schier unerträglich und die opiatische Vernebelung meiner einsten Nicht-Lernfähigkeit erzeugt richtig Übelkeit in mir. Zugeben hilft!
Es blieb dabei auch keine Zeit für Hinschauen und schon gar kein Raum für die Beachtung meiner Warnanlage, wenn es Männer waren, die so gar nicht gut für mich waren. Die Angst alleine zu bleiben war so groß, dass ich mich lieber taub und blind stellte. Dann kam der Punkt an dem ich so nicht weiter machen konnte.
Es war in den letzten Jahren manchmal die Hölle alleine zu bleiben und in diesen Stunden ruhig auf dem Meditationskissen zu sitzen. Ich habe soviel Angst, Mangel, Einsamkeit gefühlt bis ich langsam ruhiger mit mir wurde. Ich bin gerne alleine, genieße meine Zeit wenn ich schreiben, lernen, malen und Yoga machen kann. Ich genieße meine Töchter, meine Freunde. Ich gehe gerne alleine wandern und auf Flöhmärkte geh ich auch am liebsten alleine. Ich hol die ganzen Jahre, die ich nicht alleine sein konnte gerade nach. Ich lieb es auch manchmal den ganzen Tag zu meditieren, matrixen, mir eigene Rituale ausdenken und Heilgebete sprechen. Ich liebe diesen Frieden in mir.
Und jetzt tauchen Männer auf und ich schaue das erste Mal hin und frage mich, ob es passt und gut ist. Langsamer, ruhiger, wahrer, echter und was passiert in mir: ich bekomme Angst und will wegrennen oder ich spüre den Drang doch wieder zu schnellem Sex zu verführen. Ich bemerke, das habe ich schon tausend Mal getan. Wegrennen gerade wenn alles gut wird. Mein Denkapparat strengt sich heute an, es mir auszureden, dass ich weiter gehe. Die ganzen alten Mechanismen wollen angehen und mich wieder in meine gewohnten Strukturen bringen. Ungeduldige Generalisierungs-Mangelgefühle untergraben mich. „Hat doch alles keinen Sinn. Wird eh nichts mit den Kerlen. Und die Artikel liest doch keiner. Kommt keiner. Du bist viel zu krass und heftig für ein Gegenüber... siehste ja.“ Ich strauchel. Hab Atemnot und bin getrieben.
Wau, stopp! Hinsetzen und still halten ist angesagt! Genau das Gegenteil tun, von dem, was das Getriebensein in mir fordert! Ich bitte um Hilfe. ATA Übung, Entleugnung machen. Strich. Strich. Sinus Korrigiert. Neu zünden: Ich bin ein Geschenk für die Menschen. Meine Liebe ist so groß, dass sie einfach so heilen kann. Mich und andere. Alles ist gut. Ich bin sicher und verbunden. YYY korrigiert. Ich zünde heiligst meinen Mut für diesen neuen Weg. YYY korrigiert. Ich gehe weiter, ganz langsam. Ich beruhige meinen Atem und bleibe bei mir. Schön ausatmen, Nina. Immer weiter atmen.
Der erste Engel begegnet mir schon vor der Schule, mit meinem letzten Artikel lesend vor sich. Ich werd also doch gelesen... Der zweite Engel fragt nach meine Telefonnummer, der dritte trägt mir meinen Einkauf bis in die Küche und der vierte Engel ist Riemann höchstpersönlich: ich schlag sein Buch auf und les: „Wer nicht nehmen kann, der hofft zu bekommen“ Ich kann nicht greifen (nicht begreifen und nicht zugreifen) , meine Hände handeln nicht. Ich finde mich zwar in allen vier Grundformen der Angst wieder, doch die Überlebensstrategie des depressiven Typen ist hier angesprochen. Ich liebe seine Analogie in dem Energieimpulsen unseres Planetensystems: Wenn ich zu wenig Sonne abbekomme, oder die Sonne sich abwendet, dann lächtze ich ihr nach. Ich vernachlässige die Eigenrotation um mich selber und wende mich NUR der Sonne zu. Das bedeutet, dass die Rückseite gar keine Sonne mehr abbekommt und zur Eiswüste wird. Das wiederum kann die Sonne nicht ausgleichen, egal wie doll sie auf der einen Seite versucht mich zu bescheinen. Wenn ich nicht in die Eigenrotation komme, kann es keine ausgewogenen Effekte einer Sonne geben. Dann wird die Erde zum Mond. Bestimmte Lebewesen können dann auf mir nicht mehr existieren. Und das führt auf kurz oder lang zu Schmerzen. Die Urwunde heilen, die Eigendrehung in den Vordergrund stellen, wider aller Vorurteile, es wäre egoistisch sich um sich selber als erstes zu kümmern, und Sozialverhalten nachlernen. Schritt für Schritt. Nach jahrelanger Theorie kommt also jetzt die Praxis im Voll-lebens-paket live angeflogen. Das es einmal die Langsamkeit ist, die meine größte Herausforderung wird, hätt ich nicht gedacht. Früher dacht ich immer, noch mehr leisten würde mich retten – das Gegenteil ist der Fall!
Es sind alle Angebote da, es ist alles gut, alles auf dem Weg – zum greifen nahe. Heute Abend weiß ich nicht weiter und ich bitte das gesamte Universum, alle Engel, Krafttiere und jeden der das liest und all meine Freunde um Hilfe. Schickt mir Klarheit für die nächsten Schritte, schickt mir Geduld, Zuversicht, Vertrauen – YYY korrigiert – ich strauchel und heute fällt das voran gehen schwer.

Übung: Schickt Mut in die Welt für alle die straucheln!!! Ich kann´s heute brauchen, euren Mut, mein ich! 

Jahresbotschaft 2015:
Haltet die Liebe. Haltet geliebte Seelen das Licht. Wie sie Lilie ihren Duft hält. Die Per´len im Schlamm sind unsere Nahrung. Das göttliche bleibt. Das Halten, das Bleiben, das Dasein - ist unsere Grundenergie. Selen der Liebe.

Papier, Transparent, Bleistift, Tusche, Gold und Klebe. 54 x 40 cm, Februar 2015

Sonntag, 12. April 2015

Schmetterlingsprozess - Tag 27/60


12. April 2015  Wut
Nach inspirierenden Fragen zur Wut ist es heute mein Thema. Auf einer emotionsbeschreibenden Skala von tief schwingenden Gefühlen bis zu hochschwingenden Gefühlen wie Scham, Wertlosigkeit, Apathie, Verzweifelung, Trauer, Depression, Angst, Schuld und Beschuldigung, Neid, Mangel, Hass, Rache – kommt Wut so etwa in der Mitte vor. Wut ist eine Brücke zurück in Kraft und Energie. Danach folgt Entmutigung, Sorge, Zweifel, Verwirrung, Enttäuschung, Stress, Überlastung, harte Arbeit (auf diesem Level leben viele Menschen und denken das wäre normal) Frustration, Ärger, Ungeduld. Nun folgt der Wendepunkt mit Zufriedenheit, Langeweile, Selbstvertrauen, Akzeptanz – wie eine Ruhezone – dann folgt Mut, Interesse, Hoffnung, Neugier, Optimismus, Glaube und dann kommen wir langsam in die hochschwingenden Gefilde wie positive Erwartungen, Glücklichsein, Begeisterung, Elan, Liebe, Wertschätzung, Freiheit, Freude, Glückseligkeit und als Höhepunkt Ekstase.
Ich habe mir eine Skala gemacht aus diesen Worten und ich überprüfe mich mit der mir größtmöglichen Ehrlichkeit. Wo stehe ich heute? Oder auch wo stehe ich mit diesem Thema? Wo stand ich letzte Woche und wo vor vier Jahren? Es ist wichtig zu wissen, wo ich stehe. Damit ich begreife, dass ich schon ganz viel geändert habe, wenn ich bei Neid ankomme und das ich noch mehr geschafft habe, wenn ich bei Wut oder Langeweile bin. Und es ist wichtig zu wissen, wo ich stehe, damit ich nicht gedrängelt durch gesellschaftliche Tabus meine Wut gleich wieder abstelle, sondern ich kann sie zelebrieren, denn kommend aus tiefster Verzweifelung ist Wut ein riesen Fortschritt. Kommend aus jahrzehntelanger Verdrängung ist das spüren der Wut eine Erleuchtung! Mir war es ein riesen mutiger Schritt vor mir selber meine Wut zuzugeben. Schöne Mädchen sind doch nicht wütend. Wo bleibt denn deine Contenance?
Zum Kotzen, da werd ich gleich wieder wütend! Wie oft ich mir das hab sagen lassen und vor alllllleeeeem, wie oft ich mich habe durch diese Sätze beeinflussen lassen!!! Anstatt die (und es waren ausschließlich MEINE Männer, die mir das sagten), also anstatt diese Männer in den Wind zu schießen. ICH hab mir das sagen lassen! Ich bin der Dreh- und Angelpunkt in der Veränderung meiner Welt! Ich wollte so sehr gefallen, dass ich meine Klappe gehalten habe.
Jetzt darf ich wütend werden und es gab eine Zeit, da wurd ich mehr wütend als adäquat, aber das war wichtig. Weil wenn ein Pendel stark in die eine Richtung ausschlägt, dann muss es erstmal in die andere Richtung ausschlagen.
Und es gab eine Zeit, da konnte ich nicht auf meinem Meditationskissen sitzen bleiben, wenn Wut kam. Es gab Zeiten da konnte ich mich nicht stoppen im ausagieren, da habe ich es nicht geschafft meine Gefühle mit mir auszumachen. Und ich bin mir sicher, dass es auch in Zukunft noch Situationen gibt, wo neue Schichten Wut in mir aufbrechen und ein blöder Spruch von irgendjemandem reicht und ich kann es wieder nicht aufhalten und agiere es dennoch aus. Es gibt Zeiten, da brauche ich meine Schwimmwürste und verprügle mein Sofa oder einen Deckenstapel. In unsere Familie hat Wut einen wertvollen Platz bekommen und ich sehe an meinen Töchtern dass ein umlernen möglich ist und gute Erfolge erzielt. Vor drei Jahren haben sie ich ausgelacht oder waren genervt von mir mit meinem ewigen fühlen, fühlen, fühlen – hier dürfen alle Gefühle sein und meine Tochter sagte einmal zu mir, dass das wunderbare hier zu Hause wäre, dass alles sein darf und sie immer geliebt ist, egal wie sie sich fühlt – es gibt dafür hier Raum. Niemand wird wegen einem Wutanfall ins sein Zimmer geschickt oder soll alleine weinen – er darf, wenn er will, aber er kann auch in den Arm kommen. Eine Wutattacke im Arm eines anderen in mir selber zu fühlen, dass ist innige Verbundenheit. Wenn ich meine Tochter halte, während sie wütend ist und wir gemeinsam dadurch gehen – dann fühle ich sie wachsen, stark werden. Sie darf sein, wie sie ist und fühlen was dran ist.
Ungefühlte Gefühle hinterlassen Abdrücke. Wir kennen es von Kleinkindern, die schreiben und toben und schon Sekunden später wieder lachen können. Werden Gefühle direkt gefühlt, fließen sie durch wie der Strom durch die Glühdrähte der Birne. Sie leuchten und wenn sie durchgeflossen sind, leuchten sie nicht mehr oder anders. Mal rot, mal grün, mal gelb und mal glitzernd.
Ich liebe es meine Gefühle auf dem Meditaitonskissen mit mir zu fühlen, weil ich inzwischen herausgefunden haben, wie gnadenlos tief ich in mir dabei komme, wenn so hochkochende Gefühle wie Wut und Hass, Neid, Eifersucht, Ekel sich transformieren. Das ist kein Spaß, das tut weh wie Hölle – aber ich weiß, wenn ich meine Widerstand aufgebe, mich dem Gefühl voll und ganz hingebe, dann bringt mich das auf ganz neue Ebenen. Das hört sich vielleicht, so hingeschrieben leicht an, aber das ist es nicht. Es ist genauso schwer, schmerzhaft und anstrengend wie ein krasser ausagierter Streit.
Doch es in mir zu fühlen, anstatt es auszuagieren, hat den Vorteil, dass ich in mir etwas dadurch heile. Jede gefühlte Energie transformiert sich automatisch in eine höher schwingende Energie. Wir fühlen es danach. Wir fühlen uns leichter und vor allem klarer. Es hat den Vorteil, dass ich mich danach nicht ärgern brauch, dass ich jemanden unfair verletzt habe. Was ich ehrlich gesagt jedes Mal tue, wenn ich ein Gefühl ausagiere. Es gibt keinen fairen Streit. Es gibt kein, aber der hat doch angefangen. Keine Schuldfrage, kein Recht haben.
Ich habe es schon mal geschrieben und ich werde es wieder tun, weil es so wichtig ist: sobald schmerzvolle Gefühle auftauchen, ist das Mantra „Genauso habe ich mich als Kind gefühlt.“ Heute wird das Gefühl nur angetriggert. 98 % aller Gefühle in uns sind alt und werden nur angetriggert. Die angeblich bösen Anderen berühren NUR unsere unter der Haut vorhandenen Knöpfe, die Dornen in den Wunden. Und die sollen weh tun, damit wir sie endlich ziehen, damit die Wunden endlich heilen können. Zeit heilt keine Wunden – das ist ein Trugschluß. Wir wissen es alle, weil wir alle unendlich viele Uraltwunden in uns haben, die auch nach Jahrzehnten immer wieder aufblubben. Wir können die Konfrontation mit ähnlichen Themen meiden, aber die Wunden heilen nicht von selber.

Übung: Mach dir deine eigene Skala mit den Begriffen vom Anfang des Artikels und überprüfe dich immer wieder. Wo stehst du?
Diese Skala ist ein hilfreiches Werkzeug.
Wenn du 90% deiner Heilung abgibst an die geistige Welt, das Universum, Gott, Engel oder wem auch immer. Wenn du aus dem Weg gehst und die den größten Teil der Arbeit machen lässt, dann bleiben 10% übrig als dein Job: 1. Den Entschluss fassen, wieder und wieder, dass du heile wirst! 2. Dafür sorgen, dass es dir besser geht. Und dafür ist diese Skala da. Mit ihr kannst du überprüfen, wo du wirklich stehst, was du in den letzten Wochen vollbracht hast. Du weißt mit dieser Skala, was als nächstes kommt. Gehe Schritt für Schritt – große Schritte oder Schnelligkeit sind nicht besser als langsam und Schritt für Schritt. 

P.S. Abends war ich auf einem Buddhistischen Treffen und da wurde mir von den 10 Welten berichtet in denen wir leben aus Buddhas Sicht. Sehr spannend: http://du-bist-buddha.de/?page_id=695

Jahresbotschaft 2015:
Das Jahr der Bewegung
Aus der Langeweile heraus mache ich es anders.
Dran bleiben. Lichtqualität. Herz Mitte halten beim Spin.
Schuld, Karma, Opferbewußtsein, Heilung muss in sich langweilig werden --> dann werde ich daraus zum neuen Schöpfer.

Papier, Bleistift, Tusche, Gold. 54 x 40 cm, Januar 2015