Sonntag, 20. November 2016

Erster Kongress des Betroffenenrates für Betroffenen sexuellen Missbrauchs

Ich habe das Wochenende auf dem Kongress MitSprache verbracht, der vom Betroffenenrat des Bundes organisiert wurde. Wir alle kennen die Plakate, die seit dem Frühling in der Stadt auftauchen mit dem großen X darauf: Kein Raum für Missbrauch. Auf politischer Ebene passiert seit Jahren etwas, das kann man hier nachlesen: https://beauftragter-missbrauch.de/ so war auch der unabhängige Beauftragte des Bundes für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs Johannes Röhrig mit seinem großem Stab an Mitarbeitern die ganze Zeit anwesend. Ohne deren Organisationshilfe und Gelder hätte der Kongress wohl nicht stattgefunden. Es war ein internationaler Kongress mit Gruppen aus London bis Polen, USA bis Nicaragua.
Es waren Hilfegruppen aus ganz Deutschland da, Aktivistengruppen, politische Gruppen und unorganisierte Betroffene. 10 Künstler haben ihre sehr intimen und berührenden Arbeiten gezeigt und es gab etwa 30 verschiedene Workshops zum Thema. Ich bin mit super viel neuem Input nach Hause gekommen, mit einem neuen Netzwerk und ganz vielen Ideen. 



Doch am meisten berührt, tief berührt, haben mich die Menschen. Wenn 200 Betroffene von sexuellem Missbrauch in der Kindheit sich treffen, dann ist selbst auf einem politisch orientierten Kongress ein Miteinander, ein Mitfühlen und gemeinsam Dasein, eine Solidarität und ein Verständnis zu spüren, wie ich es lange nicht mehr im Alltag erlebt habe. 


Mit großer Offenheit habe ich verschiedensten Geschichten erzählt bekommen. Von rituellem Missbrauch, Missbrauch, der in den beiden Kirchen erlebt wurde, in Kinderheimen, von Vätern die weiterhin Bürgermeister blieben, obwohl verurteilter Täter, von Müttern die ihre jugendlichen Söhne sexuell missbrauchten, von Menschen die ihre Familien seit 20 Jahren nicht gesehen haben, von Schwestern die gemeinsam da waren. Immer wieder habe ich geweint oder Taschentücher weitergereicht. Jeder dort wusste wie es sich anfühlt, vor allem auch die sekundäre Viktimisierung und das nicht drüber reden können, selbst mit wohlwollenden Freunden nicht. Das sich verstellen müssen, nicht authentisch sein dürfen weil die Wahrheit zu hart ist für die Mitmenschen. Die Einsamkeit, die daraus entsteht. Menschlich völlig verständlich, wer setzt sich schon gerne mit solch Horrorgeschichten auseinander und auf der anderen Seite entsteht so genau der Taburaum in dem sexueller Missbrauch stattfindet. Die Täter/Innen sind dadurch geschützt und die Opfer isoliert. Mir stellt sich immer wieder die Frage, wie hier etwas ändern? – außer mit penetrantem immer wieder Outing, dranbleiben und langsam die Fähigkeit der Nichtbetroffenen in der Konfrontation erweitern. Auch wenn die Verdrehung, das es die Opfer sind, die Aufklärungsarbeit tun müssen, krass ist, ist dies selbst in 2016 immer noch der Alltag. Und nur die Auflösung dieses Taburaumes ist eine langfristige Prävention für unsere Kinder. Wie erschaffen wir also eine Gesellschaft, in der Opfer ihre Geschichten erzählen können, Familien und Freunde dies positiv „er-tragen“, sich so alle sensibilisieren für die Täter/Innen und denen im Vorfeld anders geholfen sein kann. Wie erschaffen wir eine Gesellschaft in der Menschen, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen, sich VORHER outen können? Wie kann ein verantwortlicher Umgang damit wachsen, damit es keine Übergriffe gibt und keine Bilder von Gewaltübergriffen in diesen Menschen wachsen
Ich höre so viele sagen, sie haben damit nichts zu tun – doch wenn jedes 3. Mädchen und jeder 5. Junge bis heute missbraucht wird, dann haben wir alle damit zu tun. Dann wissen wir eben genau wegen diesem unausgesprochenen Redeverbot nichts davon. Dann gibt es im Umfeld, der Familie und im Freundeskreis auf jeden Fall Betroffene und Täter/Innen, nur redet niemand darüber. Ich meine malt euch das bitte mal auf: ein Kreis, halb Männer, halb Frauen, davon dann ein Drittel der Frauen sind Opfer und ein Fünftel der Männer plus genauso viele Täter/Innen und dann schaut bitte mal hin: das ist über die Hälfte unserer Gesellschaft. Und das sind nur die direkt Betroffenen und nicht die systemisch in der Familie Mitbetroffenen oder Partner und Partnerinnen. Es betrifft also jeden von uns. Davon reden wir hier. 
Wie selten begegne ich jemandem, der wirklich fragt, was genau ist dir denn passiert und wie alt warst du und wie ging es dir damit, wie geht es dir heute, gerade jetzt und magst du mit mir reden und mir davon erzählen? Und das obwohl ich es überall öffentlich oute. Ja, wir Betroffenen können nicht immer darüber reden, aber wenigstens die Frage danach stärkt und verändert das Verhältnis der bestehenden Tabuisierung. Mich hat diese Realität sehr bestärkt meinen politischen Weg des Outings, des Schweigen brechens in der Öffentlichkeit weiter zu gehen. Auch wenn es jedesmal ein Feuerlauf für mich ist, für jeden der Betroffen ist. Dennoch ist der einzige Weg, den ich seh, um unsere Kinder zu schützen.

Etwas war sehr deutlich auf diesem Kongress: Betroffene aus sexuellem Missbrauch haben eine große Sensibilität und Umsicht für ihre Mitmenschen entwickelt. Noch nie habe ich eine Veranstaltung erlebt, die so sehr an den Bedürfnissen der Teilnehmer orientiert war. Auch und gerade für die Minderheiten. Es gab Bereiche wo Betroffene mit Assistenzhunden sein konnten und hundefreie Zonen. Es gab Fotofreiezonen, einen klaren Umgang mit der Presse, Ruheräume für die Teilnehmer und ein Team von Therapeuten für Akuthilfe vor Ort. Eine klare Organisation und gute Transparenz auf allen Ebenen.
Sehr berührt hat mich auch ein Kunstwerk über die Betroffenen von sexuellem Missbrauch, die nicht da sein konnten. Betroffene eines sexuellen Missbrauchs, die nicht überlebten. Die sich umgebracht haben, an Krebs starben oder an Überdosen von Drogen. Renate Bühn arbeitet seit Jahren an diesem Thema: https://renatebuehn.de/
Oder auch der Orginalflyer in ihrer Installation, der von Betroffenen des sexuellen Missbrauchs von Pater Murphy an 200 taubstummen Kindern in den USA stammte. In 1976 gemacht und vor der damals betroffenen Kirche verteilt. Ein Gast des Kongresses war ein Psychologe, aus eben dieser Region, der völlig gerührt von diesem Wunder erzählte: er arbeite mit eben diesen Kindern, also heute Erwachsenen und nun hier auf einem anderen Kontinent, 30 Jahre später, taucht solch ein Flyer auf. Auf welchem Weg der auch immer hierher fand, er machte deutlich sichtbar, dass keine Aktion gegen Missbrauch umsonst ist. Das ist die Geschichte vom Flügelschlag eines Schmetterlings, der am anderen Ende einen Orkan auslöst. Wir wirken, wir Menschen. Unsere Aktionen haben eine Auswirkung, die wir vorher nicht einschätzen können. Sie nimmt ihren eigenen Lauf.
Dieser Kongress war kein Trauerklostreffen, ganz das Gegenteil. Ich war so erstaunt über die Kraft der Betroffenen. Ihre Wege, Aktionen und ihr Engagement waren mitreißend. Der Mut, selbst auf der Bühne seine Geschichte zu erzählen, war ansteckend. Speaking Out. Das Schweigen brechen. Geschichten von Kunstaktionen. Flashmobs. Von Forschungen und Petitionen. Ich hatte oft Tränen in den Augen, weil mich die Kraft des Überlebens, die Lebensfreude und die Lust am Leben mit großer Wucht traf. Und immer wieder die Solidarität und der Beistand untereinander. Es passiert was und wir sind nicht alleine! 

Nina Schmitz, Berlin, 20.11.2016

Dienstag, 15. November 2016

Ich singe mein Lied für dich und die Liebe.



Ich singe mein Lied für dich und die Liebe. 
Ich sehe deine Tränen, mein Liebes, weine sie. Sie graben einen Fluss in den Berg. Möge er fliessen.
Du hast soviel verloren, mein Liebes, weine darum. Der Fluss legt das Gold deines Berges frei. 
Weine um all die Illusionen, mein Liebes, und Wege und Menschen, die fehlen. Jede Träne ist eine Perle mit der du im Ende dir selber vergibst.  
Ich singe mein Lied für dich und die Liebe. 
Weine, mein Liebes, so werden deine Knochen wie neu sein und dein Blut wieder fliessen. Und so tanzen wir gemeinsam ums Feuer.
Ich singe mein Lied für dich und die Liebe.
Und ich höre niemals auf. Ich singe für dich solange es eben dauert.
Denn du bist Gold, mein Liebes und ich deine Seele. 
Ich brauch dich so dringend wie du mich. 
Du geliebtes Leben, Du wunderschönes Kind, Du Mensch, mein Selbst 
Ich singe mein Lied für dich und die Liebe,
denn ich bin die einzige Stimme die du im Herzen hörst.



Samstag, 12. November 2016

MitSprache

Heute in einer Woche tagt der erste Kongress des Bertroffenerates vom Bund für Betroffene von sexuellem Missbrauch hier in Berlin. MitSprache. Freitag, 18.11.2016 gehts los. Der Betroffenemrat hat ein wundervolles Programm kreiert: https://beauftragter-missbrauch.de/betroffenenrat/kongress-2016/programm/
Ich halte meinen Workshop über die Analogie der Heilung zum Schmetterlingsprozess und die 13 Heilschritte am Samstag um 13 Uhr. Hier meldet ihr euch an: https://beauftragter-missbrauch.de/betroffenenrat/kongress-2016/anmeldung/?L=0


Donnerstag, 10. November 2016

Freiheit

Ich war gestern Abend mit meiner Freundin in dem Konzert von IAMX hier in Berlin. Selten hat mich etwas so tief berührt. Gerade gestern, dem Tag mit diesem Wahlausgang in USA. Janine ist die älteste Tochter meiner Hebamme und Maries erste Babysitterin. Ich habe sie gestern nach 18 Jahren wieder gesehen und während der ersten Songs stand ich weinend vor Rührung im Publikum. Mir ist richtig die Luft weggeblieben. Es hat mein Herz aufgerissen und eine Flutwelle Hoffnung hat mich durchströmt. Zu erleben, wie diese Frau ihre Freiheit, ihre Kreativität, ihre Schönheit da oben auf der Bühne auslebt, hat mich total weggeflasht. Noch nie und das meine ich so, habe ich einen Menschen erlebt, der all seine Scham überwunden hat, völlig frei zu sich steht und soviel Glück, Wunder und Liebe ausstrahlt. Und nein, die Musik ist weder oberflächlich, noch Mainstream. Sie ist tief, berührt Schmerzen, ungeliebte Wahrheiten. Sie ist wild und voller Feuer, dass alles abbrennt – ganz wie der aktuelle Tourname „Everything is burning“. Voller Posie und Liebe und vor allem voller Freiheit. Leicht mit all der Schwere. So wie das Leben gemeint ist.



Diese Band zeigt die Gleichzeitig, zeigt Freude pur, wildes Tanzen, zartes Berühren, Sexualität neben Gewalt, Bilderfluten mit Texten und Licht feinst komponiert, Wandel und immer wieder die Befreiung neben und von all den anderen Gefühlen. Nicht umsonst trägt der Bandleader eine Krone aus schwarzen Federn, wie ein Häuptling. Tragt sie, diese Krone, in dem Gewahrsein das euer Weg wichtig ist für viele. Geht weiter, wir brauchen euch, damit wir folgen können.
Ich stand da im Publikum voller Bewunderung und frug mich, wie eine Frau so frei sein kann? Wieso konnten sie so werden? Ich sehe Janine als 19-jährige vor mir und weiß es. Ich sehe ihre Kraft. Und ich sehe ihre Mutter, ihre Ahnin, in ihrem Rücken stehen. Ich sehe diese Liebe. Ihre Mutter, meine Hebamme, mit der ich meine beiden Töchter zu Hause auf die Welt brachte. Die erste Schamanin, der ich begegnete und mit der ich meine ersten Taufzeremonien erlebte und Bäume für meine Kinder pflanzte. Sie hat den Samen in diesem Leben gelegt, warum ich heute Schamanin bin und Zeremonien abhalte. Eine Mutter, die liebt, so wie es ist. Etwas Wichtiges habe ich damals das erste Mal in ihrer Familie erleben dürfen: egal was für Krisen sind, die Kinder waren geliebt, umhüllt, aufgehoben. Und ich konnte es bei allen vier Kindern sehen – ihre Kinder waren sich ihrer selber bewusst und fühlten sich damit wohl, waren geliebt darin, liebten sich selber darin. Ihnen wurde vertraut, sie wurden als Wesen gesehen und erkannt. Das ist die Basis dafür, dass jemand in dieser Welt als Janine Gezang auf der Bühne stehen kann. Dass jemand eine solche Freiheit leben kann. Dass jemand die Widerstände, die uns Andere aufhalten uns zu zeigen wie wir sind, mutig überwindet. Die Scham, die Angst, die Konzepte, Glaubenssätze und co. Dass jemand diesen langen Weg geht, weil er weiß, er ist richtig. Dass jemand dran bleibt an seinen Träumen, weil er an sich glaubt und immer weiter geht, auch wenns mal schwierig wird. Ich konnte dieses Urvertrauen gestern wiedererkennen. Es ist die Basis für alles. Mögen wir es alle in uns wiederfinden.
Und wir können etwas dafür tun, dass dieses Urvertrauen wächst. Das heißt, wir haben es in der Hand, dass diese Welt sich ändern kann, indem wir unsere Kinder lieben. Sie so lieben, wie sie sind. In ihrer Wildheit, in ihrer Schrägheit, in ihrer Unvollkommenheit, in ihrem Dasein ohne Leistung, einfach weil sie sind.
Ich hab diese Kinder meiner Hebamme damals fasziniert von ihnen fotografiert vor einem Hai. Ich sehe ihre Kraft, ihr Selbstbewusstsein. Und heute weiß ich, dass ihre Strategie funktioniert. Was für ein Segen, dass ich diese Hebamme damals kennenlernte. Ich schicke großen Dank an Dich.


Jugendportraits, C-Print, Diasec, 110 x 140 cm, 1999, o.T.

Ich verneige mich vor Dir, Janine, weil du vorausgehst für uns alle. Und wir folgen und wir sind viele. Jeder folgt auf seine Weise. Diese freie Kreativität kann man überall ausleben, nicht nur als Künstler oder Schamane oder Hebamme. Wir dürfen sie uns nehmen, diese Freiheit. Und es geht nicht um den Erfolg auf einer Bühne damit zu stehen oder damit sounsoviel Geld zu verdienen oder eine volle Praxis zu haben oder oder oder – das sind alles nur unfreie Konzepte. Es geht um die Freiheit des Seins. Frei sein, so wie wir sind, im freien Fluss der eigenen Kreativität stehen, was immer kreativ sein möchte in uns. Da können Häuser draus entstehe oder Biogärten, oder Kinderspiele oder ein Gespräch oder ein Essen. Kreativ ist man nicht nur als Künstler, jeder von uns ist das. Das ist unsere Art als Menschen, wie wir uns entfalten können, wie wir die sein können, die wir sind. Und darin können wir lieben. Wenn wir unsere Eigenart lieben und leben, dann achten wir automatisch die Andersartigkeit der Andere, eines jeden Anderen und erkunden sie voller Neugierde – dann gibt es keine Grenzen, keinen Rassismus, keine Religion oder Idee, die nicht Platz hat, neben mir und meinem Dasein. Und wir alle dürfen uns erinnern – wir sind viele und wir sind Liebe und verwandeln diese Erde in das, was sie ist, einen Planeten der Liebe. Und auf diesem Weg, werden wir auch alle Trumpanteile in uns in liebend veraschen. Mögen wir die Freiheit leben. Jeder von uns. Heute mehr denn je. AHO

Danke für dieses wundervolle Konzert und euer Sein.
Nina

Dienstag, 8. November 2016

Meditation

Neben den aufputschenden Leistungs-mithaltideen, die uns Kaffee und andere gesellschaftlich akzeptierte Mittel bringen, finden wir uns gleichzeitig in der wahren Müdigkeit ausweichenden Ablenkungsmethoden wieder: Fernsehen oder Facebook sind da unsere stärksten Drogen. Die Werbung ist genauso wirkungsvoll wie tägliches Kiffen. Dabei ruft in der heutigen Zeit alles nach dem Gegenteil:
Wir brauchen gedankenfreie Stunden am Tag. Stunden in denen unser Kopf ausruht, was er selbst im Schlaf, wenn der Körper ruht, nichts tut. Wir obligen der irren Idee, Fernsehen würde uns ausruhen, oder Facebook, chatten und unser megaschnelles Socialmedianetzwerk - selbst lesen, aber das ist wahnsinnig machendes Gedankenkonstrukte, dem wir erliegen. Die auf uns einprasselnden Bilder sind in der Schnelligkeit erhöht, unser Geist tut genau das Gegenteil von entspannen, er wird zugeballert mit Informationen. Das Gegenteil, ist was wir brauchen. Zehntausende von Gedanken prasseln täglich auch schon so auf uns ein und viele davon sich ständig wiederholende negative Gedankenmuster. Selbst wenn wir bewusst, achtsam sind, die 7% Bewusstsein sind machtlos gegenüber dem großem Unterbewusstsein, was unser Leben leitet - Seit 10.000 Jahren üben besonders die indischen Menschen sich in der Meditation, dem herbeiführen eines gedankenfreien Zustandes. Und dann folgt das Fühlen, der Spiegel unseres Unterbewußtseins  - wenn wir hier ankommen, dann sind wir im Hier und Jetzt, an unsere tatsächlichen Wahrheit. Was dem Denken nicht gelingt – und wir sehen es daran, dass wir uns trotz größter Anstrengungen (ob der Disziplin oder ob der Ablenkung) nicht wahrhaft glücklich fühlen – das gelingt dem Fühlen.
Es gibt sicher viele Wege, seinen Geist zu beruhigen, ich kenne nur die Meditation. Die beste Methode von vielen, die ich erlernte ist die Vipassana.
Hier kann man sie am besten erlernen:

Einmal im Monat gibt es bei mir nun einen Mediationsabend, immer am ersten Donnerstag im Monat um 18 Uhr in meinem Atelier.

Freitag, 4. November 2016

Abendritual im Heilnetz für Berlin // Neue Wege: Einweisung in die Rauhenächte 2016

Am 21. Dezember 2016 ab 18 Uhr gibt es ein Abendritual zur Wintersonnenwende, in den 13. Schritten, zum Abschluss der Heilnetzes. Mit einer Einweisung in die Rauhenächte, die am gleichen Tag beginnen. Wir bereiten das NEUE vor, was schon lange in uns schlummert. In meinem Atelier, 50- Euro




Mutternacht, die Wintersonnenwende.
Wir Nordmenschen tragen ein großes Sehnen nach dem Licht der Sonnen in uns. Sie ist unsere Lebensspenderin. Meist am 21. Dezember tritt die Wintersonnenwende auf der Nordhalbkugel ein. Es ist die längste Nacht des Jahres. Am Tiefpunkt wird das Licht neu geboren. Danach werden die Sonnenstunden an den Tagen wieder länger. Schon seit Urzeiten feiern unsere Vorfahren diesen Tag an dem das Licht neu geboren
In der druidischen Tradition wird es Alban Arthan genannt, das Licht des Arthurs, der wiedergeborene Sonnengott. Es wird auch Julfest genannt, die Nacht an der Odin seine jährliche Jagd macht und die Verstorbenen mit ihnen ziehen. Damit die Geister nicht eintreten, kochte man Festmähler, um den Toten ein Fest zu bereiten und stellte sie vor die Tür. Auch die keltische Totengöttin hat hier einen Platz, den wir vor allem aus dem Grimms Märchen "Frau Holle" kennen. Sie wacht im Kreislauf von Tod und Wiedergeburt. Über diejenigen, die Gestorben und zurück auf dem Weg ins Leben sind. Ein keltisches Märchen über das Karma von Pechmarie und Goldmarie. Die Kelten verehrten die dunkle Mutter als die Göttin, die das Leben bringt. In der Mythologie heißt es auch, dass die Göttin, die allumfassende Kraft der Erde, in dieser Nacht das Sonnenkind zur Welt bringt. Im Lauf des darauffolgenden Jahres wächst dieses zum Sonnengott heran, der dann mit der Göttin das nächste Sonnenkind zeugt. So triumphiert das Licht über die Dunkelheit der Wintermonate.
Das ursprünglichste aller Symbol für das Wunder der Schöpfung ist die Göttin, die Gebärende, Erschaffende, Leben schenkende Kraft. Und genau dieser Göttin ist das Fest geweiht. Es ist das Fest für Mutter Maria. Vor 5000 Jahren war es zB Isis mit Horus auf dem Thron. Die Wintersonnenwende hat eine lange Tradition und verschiedenste Bilder und Götter bekommen. Nur eines hat sie immer in sich: die Geburt und das Licht.

Was hat Weihnachten mit der Wintersonnenwende  zu tun?
Die Wintersonnenwende lag zu Zeiten Julius Cäsars, als der Julianische Kalender eingeführt wurde, auf dem 25. Dezember. Weihnachten, also das Geburtsfest Christi, war im frühen Christentum noch unbekannt. In Mitteleuropa wurde es erst etwa um 800 nach Christus durch Karl den Großen zu einem kirchlichen Fest. Und zwar genau an dem Datum, an dem die Heiden auch vorher schon die Geburt des Lichtes feierten. Mit dem tatsächlichen Geburtstag von Jesu hat das wenig zu tun, als vielmehr damit, dass die alten Feste nicht wegzudenken waren – eine Umdeutung war da wohl effektiver. Integration könnte man das auch nennen.


Am 1. September 2016  haben wir das Heilnetz um Berlin geschlossen. Mit dem 12. Schritt, der Verbindung zwischen den Menschen, zwischen der Erde, den Bäumen, Pflanzen, Tieren, alles Wesen untereinander ist der Kreis geschlossen. Die Vermählung der männlichen und weiblichen Seiten in uns schließt Frieden. Möge sich der Frieden ausbreiten. In dieser Stadt und über die Grenzen hinaus. 
Ein Jahr lang bin ich nun jeden Monat mit meinen Freunden losgefahren und habe ein Heilnetz um diese Stadt aktiviert. Wir haben gesungen, gebetet, getrommelt und abends in tiefer Meditation die guten Helfer aus der geistigen Welt gerufen und befragt. Wir haben homöopatische Verreibungen für jeden Schritt auf unserem Weg gemacht und sind den Botschaften der geistigen Welt gefolgt. Ein Jahr, ob bei Regen, Schnee oder Hitze haben wir gute Kräfte durch die Strassen, Gassen, Keller und Wälder unserer Stadt geschickt, damit hier gute Heilung passiert. Mich hat dieses Projekt tief berührt. Immer wieder habe ich an mir selber gezweifelt und irgendwas hat mich immer weiter machen lassen, selbst wenn ich alleine im Schnee auf einem Berg saß. Berlin ist nicht irgendeine Stadt. Berlin ist die Stadt der Vereinigung, in einem Land was vorangegangen ist um Frieden in die Welt zu tragen nach all den Greultaten der vorangegangenen Jahrhunderten - nicht nur der letzte Krieg, auch davor und davor, in den Zeiten der Hexenverbrennung wurden Ortgebunden bis zu 90% der weiblichen Bevölkerung in diesem Land ermordet, ein Völkermord und die Verwirrung der Menschheit ist noch älter - dennoch ist in dieser Stadt ein Wechsel spürbar. Die Zeit ist da und wir haben eine Chance auf Heilung. Die Kraft der Liebe ist so kostbar. Unsere Freiheit, die wir hier leben können ist so kostbar. Ich bete jeden Tag darum, dass unser Licht hier ausreicht. Wir Menschen sind nicht die Krone der Schöpfung - das ist eine der größten Irrungen - wir sind der Beginn.

Ich hab mich nun wochenlang in der Höhle verkrochen, hab meditiert und gefastet, geweint und gesucht. Nochmal und noch mal fielen Schichten von Verleugnung, Täuschung und Manipulation von mir ab. Mein Ego hat sich mit Händen und Füßen gewehrt, hat Kopf gestanden, ist verbrannt und hat sich neu gebildet. Immer wieder. Ich bin sprachlos. Keine Ahnung, wos lang geht. Ich liebe ohne Ahnung. Immer wieder Liebe. Wundervoll. Es ist das einfache Leben, die Arbeit mit den Händen und die Liebe zur Erde und es sind die Kinder, die Heiligkeit der Kinder, die uns zurückführen und heilen.
Wenn wir die Lektionen des Menschseins gut meistern, dürfen wir als Tiere wiederkommen. Als Wesen, die Rudel, Verbindung und Dasein friedlich leben. Und wenn wir dies gemeistert haben kommen wir als Bäume und irgendwann als Steine. Und immer wieder werden eins mit Mutter Erde. Wir sind Sternenstaub, wie alles in diesem Universum, nicht mehr und nicht weniger. Wir sind wunderbar und wir haben viele zauberhafte Kräfte. Ich liebe uns Menschen, die selbst in der größten Verwirrung leuchten und die Kraft der Transformation finden. 
Wir sind Lernende, die sich befreien wollen aus den Verstrickungen der Konzepte. Nur wer die Polarität meistert, wird in die Freiheit entlassen. Unsere Kraft liegt in der Liebe. Deswegen ist jeder von uns auf diesem Planeten inkarniert. Wir spielen solange im Spannungsfeld der Polarität, hören auf unseren Ego und glauben an die Illusionen der Angst, bis wir die Liebe als einzige Wahrheit erkennen. Bis wir loyal unserem Herzen zutiefst treu sind und wir die Illusion des Getrenntseins durchbrechen. Nochmal: dies ist ein Liebesplanet, egal für wie wahr wir Angst und Krieg und Trennung halten, sie ist nicht die Wahrheit. Liebe ist und bleibt die einzige Wahrheit. Wir sind Spiegel des Göttlichen, das durch uns die Welt anschaut. Das durch uns Erfahrungen sammelt. Das durch uns Gefühle fühlen kann und zutiefst dankbar für unser Leben ist. Das Göttliche lebt durch uns, durch jeden Baum, durch jedes Tier, durch jeden Meschen.
Alles andere darf sich abschälen, der Ego darf schmelzen, liebevoll gehalten darf er vergehen in Hingabe an unser Herz. Wie das köstlichste Eis, dass wir dann von den Finger schlecken und verdauen.

Mögen wir die Liebe rufen. Immer wieder, immer mehr. AHO

Donnerstag, 3. November 2016

Aktivierung des Heilnetzes über Berlin - 12. Schritt


Verspätet am 1. September zünden wir diesmal den 12. Schritt. Am Wasser beginnt unsere Reise heute. Krähen, die Boten der Anderswelt und Tauben, unsere Friedensbringer, fliegen für uns. Die 12. Kraft wird heute aktiviert und damit das Heilnetz geschlossen. Der äußere Kreis ist dann geschlossen und die Wirkkraft, die wir ein Jahr lang jeden Monat angelegt haben, kann sich nun entfalten. Es ist der Schritt der Verbindung, die Vermählung von männlich und weiblichem Anteil in uns, die Verbindung von Innen und Außen. Dieser Schritt gibt der Bereitschaft – dem 1. Schritt – die Hand. Und er steht dem 6. Schritt gegenüber – der Ehrlichkeit im Wir, die Stelle an der wir die Projektionen von den Anderen nehmen und sie als Spiegel erkennen. Damit die Kanäle wieder frei sind, frei von Schuld geben oder Schuld nehmen. Zwei verspielte Delphine begegnen uns. Wieder der Hinweis auf Innen und Außen und wie sie miteinander Spielen. Friedlich miteinander. Mögen die Menschen ganz sanft erwachen. Die Zahl 2 ist heute wichtig.
Die Zündung der Mitte, der 13, der bedingungslosen Liebe – die wir jedes Mal machen bevor wir in die Außenbezirke der Stadt fahren – ist heute besonders kraftvoll. Die bedingungslose Liebe ist hier in der Verbindung  wichtig. Warum nur ist sie hier besonders wichtig, frage ich mich? Fällt uns Mut, Ehrlichkeit und Handeln leichter als Verbindung? Für mich kann ich das bejahen. Mich verbunden fühlen mit Menschen, Tieren, Bäumen, in Gruppen oder mit einzelnen ist die Herausforderung meines Lebens. Alleine geht alles, doch genau darum geht es hier nicht. Es geht um Verbindung mit allen und allem. Um Gemeinsam. Es geht darum mit den Feinden Frieden zu schließen und sich zu verbünden, nicht nur mit den liebsten freunden, mit allen. Wie steht´s damit? Wahre Verbindung gibt es nur auf Augenhöhe. Wann genau haben wir das das letzte Mal erlebt? Augenhöhe, gleich sein? Ich kenne so viele Kreise, die sich treffen und doch ist da immer einer oder eine, die meint es besser zu wissen, als andere, Rat gibt und voran geht oder das Geld für den Kreis bekommt – sie oder er spiegeln dem ganzen Kreis das Unvermögen der Verbindung, spiegeln die innere Hierarchie, die weit weg ist von Augenhöhe. Wie sieht es aus mit unserer Verbindung untereinander auf Augenhöhe? Wann erheben sich die einen auf die Höhe der anderen und wann steigen die Anderen von ihrem Ross herab? Gerade das Herabsteigen bedarf des größten Mutes. 






In der S-Bahn an den Stadtrand sitze ich neben einem kleinen Mädchen. Greta ist 4 Jahre. Wir malen gemeinsam einen Baum mit bunten Früchten. Er hat Wurzeln und Blätter. Pinke Früchte stehen für Glitzer, für Lebensfreude und Prinzessinnen. Das sind die Früchte, die wir jetzt ernten können. Das ist, was in diesem Jahr reif wurde und nun für uns alle bereit steht. Ihr Vater hat ein Tattoo auf dem Arm. Der Baum des Lebens auf den Schädeln der Ahnen. Der Leuchtturm zeigt uns den Weg im Leben. Das Schiff auf dem stürmischen Meer zeigt das ungestüme Leben: „Kommt ihr Verfluchten und Verdammten in das ewig brennende Feuer, was dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist...„ steht auf seinem Arm. 


Verfluchte Bibel denke ich erst und doch habe ich das Feuer selber oft als so reinigend erlebt. Ich bezeichne meine Gefühle, die mich durchfluten als Feuer. Die Gefühle, die ich als negativ empfinde. Wenn mich Wut durchflutet, oder Schmerz, Liebeskummer, Neid, Gier, Hass – dann durchflutet mich Feuer. In meiner ersten Traumatherapie habe ich gelernt still zu sitzen und diese Gefühle bejahend anzunehmen. Dann durchfluten sie mich in einem wilden Augenblick, in dem ich jedes Mal denke zu sterben – diesen wilden Augenblick nenne ich im Feuer stehen und ja, darin brennt alle Verdammnis von mir ab. Seit Jahren praktiziere ich das nun und weiß mit Gewissheit, dass ich aus jenem Feuer mit neuen Kräften und freigelegtem Potential entsteige. Ich liebe diese Geburten inzwischen sehr seit die Angst zu sterben erlöst ist. Die Frage ist bei diesem Satz aus der Bibel also eher, wer sind der Teufel und seine Engel? Nicht ein Mensch, ein Wesen oder sein Geist, sondern die Konzepte, die wir erschaffen. Erst wenn wir sie projektieren, werden andere zu Teufeln, die uns selber reiten. Ich lese die Botschaft auf seinem Arm plötzlich anders, sehe sie als Aufforderung noch mehr zu meditieren – denn das ist mein Raum, indem ich mich meinem Feuer stelle und in dem alles in mir abbrennt, was nicht Liebe ist. Wie poetisch diese Begegnung in der S Bahn mit Vater und Tochter ist. 



Am Stadtrand angekommen finden wir den Platz des 12. Schrittes. An einem hohen Zaun, an einer Abgrenzung, zwischen Büschen, im Unterholz. Es ist das Versteckt zweier spielender Jungs in dem wir mit unseren Trommeln sitzen. Sie kommen und spielen um uns weiter. Wir räuchern und singen, bunte Lichter entwinden sich unseren Tänzen und ziehen durch die Strassen in Richtung Mitte. Heyhey, wir zünden die Verbindung für diese Stadt. Die Verbindung mit Mutter Erde, mit Vater Sonne, den Bäumen, den Pflanzen, den Tieren und den Menschen. Möge die Romantik erblühen, möge Rosenwasser und Rosenduft die Strassen und Häuser und den Himmel fluten. Blaurosanes Licht strömt von den Flammen über das Heilnetz um die Stadt. Große Adler kreisen über uns und verteilen sich um Berlin. Die Häuser färben sich gelb und die Strassen lila. Noch nie war diese Stadt so bunt und leuchtend. Wir sehen das Netz sich schließen. Die Energien fließen außen am Netz bis zum Fernsehturm, durch ihn hindurch, in die Wurzeln Berlins und von dort wieder an den Stadtrand in das Netz, was wie eine weiße, glitzernde Kuppel die Stadt ummantelt. Heyhey, ihr guten Kräfte vernetzt diese Stadt, schützt, heilt, trgt, führt sie Wesen, die hier leben in Liebe. Heyhey, Heilnetz, liebe diese Stadt, ihre Bewohner, liebe alle Wesen, die hierher kommen und lass sie deine magischen Fähigkeiten spüren. Lass Berlin strahlen in Freiheit, in Frieden, in bedingungsloser Liebe. Für die Kinder. Kinder sind heilig. Wir finden eine wunderschöne Käutzchenfeder, die uns an die weibliche Weisheit erinnert. Mögen wir auf sie hören, denn wir alle, ob in männlichen oder weiblichen Körpern, wir alle sind verbunden mit der weiblichen Weisheit. Mögen wir sie hören, fühlen und leben.
Ein 16-jähriger Junk schlurft durch die Gänge der S Bahn als wir zurückfahren. Er ist so müde und ausgemergelt. HEyhey, wir machen das für die Kinder, für die heileigen Kinder. Ich bitte um Heilung für die Kinder in dieser Stadt. Ein letzter Hinweis erreicht uns auf der Reise. Olivenbäume können bis zu 2.000 Jahren alt werden – die alten Wächter der südlichen Wälder. Hey, sie brauchen 70 Jahre, fast ein ganze Lebensspanne eines Menschen, bis sie ihre Höchstleistungen tragen. Wir dürfen die Dimension der Schnelligkeit in uns verändern. Langsam ist das neue Ziel, immer langsamer und langsamer, damit die Nachhaltigkeit auch wirken kann. Wenn wir begreifen, dass wir Menschenseelen weit älter als 2.000 Jahre werden, kann die wahnsinnige Idee von Vollkommenheit von uns abperlen. 



Ich stehe das erste Mal am Alexanderplatz und begreife die Balance der 12 Schritte, der 12 Energien, die uns wie ein stützender Kreis um runden, um uns herum. Ich spüre sie alle. Ich spüre die Bereitschaft, die Kraft der Motivation. Ich spüre das Ziel, die Bilder, die mir immer wieder mit ihrer Zugkraft vor Augen springen. Ich spüre die Kontinuitätsenergie, die mich immer wieder antreibt. Diese drei Kräfte aus dem Westen machen mich mobil, schenken mir Kraft, wie die Vorräte des Herbstes. Ich spüre die Klarheit, die sich in meinem Geist ausweitet, der klare Blick mit dem ich in die Welt schaue und nachdem ich die Schleier der Dunkelheit gelüftet habe, sehe ich noch mehr Liebe. Ich spüre die Energie der Klarheit, wie belebend sie ist. Ich spüre die Kraft der Selbstverantwortung, wie sie mich durchströmt und stützt. Ich spüre die Kraft, die ich zurückgewinne, wenn ich dem Wir, wenn ich jedem Du mit Ehrlichkeit begegne und meine Projektionen von ihm nehme. Diese Nordkräfte beleben mich, wie Zitronensaft, alles kribbelt und wartet auf seinen Einsatz, wie der Winter mit seiner Eiseskälte und seinen klaren Winden. Eine stillstehende Energie, die genau aus der Bewegungslosigkeit ihre Kraft sammelt um sie dem nächsten Schritt zu übergeben. Oh ja und ich spüre sie, die nächste Kraft, den Frühling, das Feuer des Ostens. Ich spüre den Mut ins kalte Wasser zu springen, ins Neue, ins Unbekannte. Ich kann das quietschende Aufschreien in mir hören, dass mich jedes Mal begleitet, wenn ich in kaltes Wasser tauche. Wie ein Wirbelsturm durchfluten mich die Gefühle, die neue Kraft des Frühlings und ich bleibe stehn. Ich spüre die nächste Kraft, das still halten, wenn das Feuer mich durchströmt und eine Flutwelle von Energie meinen Körper durchströmt. Und ich spüre die klare Tatkraft, die unausweichliche Handlungskraft, die mich nach vorne bringt. Wie ein Bogen gespannt durch das stille halten des vorherigen Schrittes bin ich gespannt und ich weiß, ich werde mein Ziel erreichen. Ich bin der Pfeil der abgeschossen wird und ich kann mich spüren in diesem Augenblick als Pfeil der durch die Luft saust. Wie eine große Welle kommt nun die nächste Energie dazu, weich und fein du weiblich, spüre ich die Gnade in mir. Und ich spüre die hüpfende Leichtigkeit, die heiter in mir lacht und tanzt. Und ich spüre die letzte Kraft, die den Kreis schließt. Ich spüre die Energie, die mich meine Scheu und Schüchternheit überwinden lässt und die nach den Händen meiner Nachbarn greift und sie berührt, streichelt und küsst. Ich stehe dort in einem Wirbelsturm aus Energien und sie sind immer da, waren schon immer da und werden immer da sein. Sie sind aktiviert und so kostbar, so heilsam. 

Mögen alle Wesen glücklich sein, in diesem Leben. AHO