Mittwoch, 2. November 2016

Ich hab keine Ahnung! Tagesworkshop.


Tagesworkshop, Samstag, 26. November, 10 – 18 Uhr in meinem Atelier, 80,- Euro

Was passiert, wenn wir keine Ahnung mehr haben? Was passiert, wenn wir liegen blieben bis die Müdigkeit vorbei ist, bis die Angst vor Depressionen genügend gefühlt ist und das Verlorensein eines Loosers liebend umarmt wird? Was passiert, wenn wir nichts tun? Wenn wir still sitzen bleiben? Was passiert, wenn wir keine Ahnung mehr haben, wenn wir nichts mehr wissen und das still in uns spüren, halten und nicht mehr davor wegrennen? Was passiert, wenn wir nicht mehr mitspielen wollen auf Facebook, im Wettbewerb um irgendwas, nichts mehr leisten wollen umzu? Was kommt danach und wie gehen wir dadurch? Was passiert, wenn jeder Handlungsimpuls sofort als Egofalle enttarnt wird und damit zerplatzt wie eine Seifenblase? Was passiert, wenn wir uns selber mit Liebe begegnen wenn alle Gesellschaftskonformennormen von uns abfallen und wir dennoch dableiben und nicht die Gesellschaft verlassen? Was passiert dann???

Ich war es gewohnt jeder Unsicherheit im Leben mit Todolisten, noch mehr Projekten und ner Menge guter Ideen zu begegnen. Müdigkeit mit Kaffee und Sport anstatt mit Schlaf. Meiner Einsamkeit mit noch mehr Leuten und Gruppen und Chats. Meinem Gefühl nicht genügend zu sein, begegnete ich mit Diäten und Leistung. Immer mit der Frage, was mache ich jetzt? Was ist zu tun? Noch mehr Aktion, noch mehr Machen. Schnelligkeit und Multitasking waren die beiden Komplimente mit denen ich mich selber vorantrieb. Ich weiß nicht, wie oft ich vor die Wand gelaufen bin. Ich bin Widder und mach das unermüdlich, wenns drauf ankommt. Doch irgendwann kommt einfach der Punkt, an dem wir nicht mehr so tun können, als hätten wir es nicht schon lange, lange vorher begriffen. Der Punkt an dem all die Selbstlügen nicht mehr ziehn, weil sie schal und zum Kotzen sind.
Getriebenheit gibt es in allen Varianten. Bei den einen steht ihr Konzept Leistung ist Anerkennung im Vordergrund, bei den anderen der Kaufrausch, für den man immer mehr verdienen muss und noch weniger Zeit hat – ob es Bevorratung, Klamotten oder Küchengeräte oder Technik oder Autos oder noch mehr Kurse sind – wir brauchen nichts davon, auch wenn wir es hinter Konzepten von Reichtum ist Fülle gleich Erleuchtung verstecken, es ist nicht die Wahrheit - bis zur verlangsamten Seite in Form von TVSucht, Facebook und Dauerchatten. Rauchen, Alkohol, alle Drogen - Die Verknüpfungskonzepte sind vielseitig, je nach Lebensidee baut unser Kopf ein Ausredenkonstrukt, das wir selber glauben – wir sind schlau, wir Menschen.
Jeder Mensch will dauerhaftes Glück und Schmerzen vermeiden. Und jeder sucht nach seinem Weg. Und je schlimmer er sich fühlt, desto getriebener geht er diesen Weg und eben diese Getriebenheit lässt keinen Menschen sich selber erkennen. Unser Ego ist schlau. Er will genau, dass wir in diese Falle tappen und hier für den Rest unseres Lebens gefangen bleiben. Dafür schenkt er uns hin und wieder etwas Glück, Hoffnung und Träume. Solange es bei uns immer wieder und wieder im Karton rappelt, irgendwas schief läuft und wir uns voller Schmerzen fühlen, können wir uns sicher sein, immer noch mit dem Ego verstrickt durch die Lande zu ziehen. Die größte Angst des Egos ist anzuhalten und das wir ihm hinter die Kulissen schauen. Der Ego hat riesen Angst vor dauerhaftem Glück und bedingungsloser Liebe, denn dann würde er dahin schmelzen. Liebe ist der größte Feind des Egos und so kämpft er um sein Überleben in dem er uns die Wege der Getriebenheit vorgaukelt. Er lügt und er lügt so gut, dass wir alle an ihn glauben. Wieder und wieder.

 Ok, also bleiben wir stehn und schaun mal was passiert, wenn wir nicht mehr auf die Getriebenheit reagieren. Wenn wir den Konzepten nicht mehr nachkommen, wenn wir der Bequemlichkeit nicht mehr ausweichen.
Seit dem Sommer tu ich das und ich höre etliche, die gerade den gleichen Weg gehen. Der Ego löst sich auf, doch was kommt danach? Ich habe keine Ahnung!
Hier ein erster Forschungsworkshop über das Keine-Ahnung-haben.

Ich habe keine Ahnung!
Tagesworkshop
Wir meditieren, verreiben homöopatisch und stellen auf.

10 – 18 Uhr, 80,- Euro

Anmeldung telefonisch unter 0178 5373368
Nina Schmitz
Danziger Str 63
10435 Berlin




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