Donnerstag, 3. November 2016

Aktivierung des Heilnetzes über Berlin - 12. Schritt


Verspätet am 1. September zünden wir diesmal den 12. Schritt. Am Wasser beginnt unsere Reise heute. Krähen, die Boten der Anderswelt und Tauben, unsere Friedensbringer, fliegen für uns. Die 12. Kraft wird heute aktiviert und damit das Heilnetz geschlossen. Der äußere Kreis ist dann geschlossen und die Wirkkraft, die wir ein Jahr lang jeden Monat angelegt haben, kann sich nun entfalten. Es ist der Schritt der Verbindung, die Vermählung von männlich und weiblichem Anteil in uns, die Verbindung von Innen und Außen. Dieser Schritt gibt der Bereitschaft – dem 1. Schritt – die Hand. Und er steht dem 6. Schritt gegenüber – der Ehrlichkeit im Wir, die Stelle an der wir die Projektionen von den Anderen nehmen und sie als Spiegel erkennen. Damit die Kanäle wieder frei sind, frei von Schuld geben oder Schuld nehmen. Zwei verspielte Delphine begegnen uns. Wieder der Hinweis auf Innen und Außen und wie sie miteinander Spielen. Friedlich miteinander. Mögen die Menschen ganz sanft erwachen. Die Zahl 2 ist heute wichtig.
Die Zündung der Mitte, der 13, der bedingungslosen Liebe – die wir jedes Mal machen bevor wir in die Außenbezirke der Stadt fahren – ist heute besonders kraftvoll. Die bedingungslose Liebe ist hier in der Verbindung  wichtig. Warum nur ist sie hier besonders wichtig, frage ich mich? Fällt uns Mut, Ehrlichkeit und Handeln leichter als Verbindung? Für mich kann ich das bejahen. Mich verbunden fühlen mit Menschen, Tieren, Bäumen, in Gruppen oder mit einzelnen ist die Herausforderung meines Lebens. Alleine geht alles, doch genau darum geht es hier nicht. Es geht um Verbindung mit allen und allem. Um Gemeinsam. Es geht darum mit den Feinden Frieden zu schließen und sich zu verbünden, nicht nur mit den liebsten freunden, mit allen. Wie steht´s damit? Wahre Verbindung gibt es nur auf Augenhöhe. Wann genau haben wir das das letzte Mal erlebt? Augenhöhe, gleich sein? Ich kenne so viele Kreise, die sich treffen und doch ist da immer einer oder eine, die meint es besser zu wissen, als andere, Rat gibt und voran geht oder das Geld für den Kreis bekommt – sie oder er spiegeln dem ganzen Kreis das Unvermögen der Verbindung, spiegeln die innere Hierarchie, die weit weg ist von Augenhöhe. Wie sieht es aus mit unserer Verbindung untereinander auf Augenhöhe? Wann erheben sich die einen auf die Höhe der anderen und wann steigen die Anderen von ihrem Ross herab? Gerade das Herabsteigen bedarf des größten Mutes. 






In der S-Bahn an den Stadtrand sitze ich neben einem kleinen Mädchen. Greta ist 4 Jahre. Wir malen gemeinsam einen Baum mit bunten Früchten. Er hat Wurzeln und Blätter. Pinke Früchte stehen für Glitzer, für Lebensfreude und Prinzessinnen. Das sind die Früchte, die wir jetzt ernten können. Das ist, was in diesem Jahr reif wurde und nun für uns alle bereit steht. Ihr Vater hat ein Tattoo auf dem Arm. Der Baum des Lebens auf den Schädeln der Ahnen. Der Leuchtturm zeigt uns den Weg im Leben. Das Schiff auf dem stürmischen Meer zeigt das ungestüme Leben: „Kommt ihr Verfluchten und Verdammten in das ewig brennende Feuer, was dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist...„ steht auf seinem Arm. 


Verfluchte Bibel denke ich erst und doch habe ich das Feuer selber oft als so reinigend erlebt. Ich bezeichne meine Gefühle, die mich durchfluten als Feuer. Die Gefühle, die ich als negativ empfinde. Wenn mich Wut durchflutet, oder Schmerz, Liebeskummer, Neid, Gier, Hass – dann durchflutet mich Feuer. In meiner ersten Traumatherapie habe ich gelernt still zu sitzen und diese Gefühle bejahend anzunehmen. Dann durchfluten sie mich in einem wilden Augenblick, in dem ich jedes Mal denke zu sterben – diesen wilden Augenblick nenne ich im Feuer stehen und ja, darin brennt alle Verdammnis von mir ab. Seit Jahren praktiziere ich das nun und weiß mit Gewissheit, dass ich aus jenem Feuer mit neuen Kräften und freigelegtem Potential entsteige. Ich liebe diese Geburten inzwischen sehr seit die Angst zu sterben erlöst ist. Die Frage ist bei diesem Satz aus der Bibel also eher, wer sind der Teufel und seine Engel? Nicht ein Mensch, ein Wesen oder sein Geist, sondern die Konzepte, die wir erschaffen. Erst wenn wir sie projektieren, werden andere zu Teufeln, die uns selber reiten. Ich lese die Botschaft auf seinem Arm plötzlich anders, sehe sie als Aufforderung noch mehr zu meditieren – denn das ist mein Raum, indem ich mich meinem Feuer stelle und in dem alles in mir abbrennt, was nicht Liebe ist. Wie poetisch diese Begegnung in der S Bahn mit Vater und Tochter ist. 



Am Stadtrand angekommen finden wir den Platz des 12. Schrittes. An einem hohen Zaun, an einer Abgrenzung, zwischen Büschen, im Unterholz. Es ist das Versteckt zweier spielender Jungs in dem wir mit unseren Trommeln sitzen. Sie kommen und spielen um uns weiter. Wir räuchern und singen, bunte Lichter entwinden sich unseren Tänzen und ziehen durch die Strassen in Richtung Mitte. Heyhey, wir zünden die Verbindung für diese Stadt. Die Verbindung mit Mutter Erde, mit Vater Sonne, den Bäumen, den Pflanzen, den Tieren und den Menschen. Möge die Romantik erblühen, möge Rosenwasser und Rosenduft die Strassen und Häuser und den Himmel fluten. Blaurosanes Licht strömt von den Flammen über das Heilnetz um die Stadt. Große Adler kreisen über uns und verteilen sich um Berlin. Die Häuser färben sich gelb und die Strassen lila. Noch nie war diese Stadt so bunt und leuchtend. Wir sehen das Netz sich schließen. Die Energien fließen außen am Netz bis zum Fernsehturm, durch ihn hindurch, in die Wurzeln Berlins und von dort wieder an den Stadtrand in das Netz, was wie eine weiße, glitzernde Kuppel die Stadt ummantelt. Heyhey, ihr guten Kräfte vernetzt diese Stadt, schützt, heilt, trgt, führt sie Wesen, die hier leben in Liebe. Heyhey, Heilnetz, liebe diese Stadt, ihre Bewohner, liebe alle Wesen, die hierher kommen und lass sie deine magischen Fähigkeiten spüren. Lass Berlin strahlen in Freiheit, in Frieden, in bedingungsloser Liebe. Für die Kinder. Kinder sind heilig. Wir finden eine wunderschöne Käutzchenfeder, die uns an die weibliche Weisheit erinnert. Mögen wir auf sie hören, denn wir alle, ob in männlichen oder weiblichen Körpern, wir alle sind verbunden mit der weiblichen Weisheit. Mögen wir sie hören, fühlen und leben.
Ein 16-jähriger Junk schlurft durch die Gänge der S Bahn als wir zurückfahren. Er ist so müde und ausgemergelt. HEyhey, wir machen das für die Kinder, für die heileigen Kinder. Ich bitte um Heilung für die Kinder in dieser Stadt. Ein letzter Hinweis erreicht uns auf der Reise. Olivenbäume können bis zu 2.000 Jahren alt werden – die alten Wächter der südlichen Wälder. Hey, sie brauchen 70 Jahre, fast ein ganze Lebensspanne eines Menschen, bis sie ihre Höchstleistungen tragen. Wir dürfen die Dimension der Schnelligkeit in uns verändern. Langsam ist das neue Ziel, immer langsamer und langsamer, damit die Nachhaltigkeit auch wirken kann. Wenn wir begreifen, dass wir Menschenseelen weit älter als 2.000 Jahre werden, kann die wahnsinnige Idee von Vollkommenheit von uns abperlen. 



Ich stehe das erste Mal am Alexanderplatz und begreife die Balance der 12 Schritte, der 12 Energien, die uns wie ein stützender Kreis um runden, um uns herum. Ich spüre sie alle. Ich spüre die Bereitschaft, die Kraft der Motivation. Ich spüre das Ziel, die Bilder, die mir immer wieder mit ihrer Zugkraft vor Augen springen. Ich spüre die Kontinuitätsenergie, die mich immer wieder antreibt. Diese drei Kräfte aus dem Westen machen mich mobil, schenken mir Kraft, wie die Vorräte des Herbstes. Ich spüre die Klarheit, die sich in meinem Geist ausweitet, der klare Blick mit dem ich in die Welt schaue und nachdem ich die Schleier der Dunkelheit gelüftet habe, sehe ich noch mehr Liebe. Ich spüre die Energie der Klarheit, wie belebend sie ist. Ich spüre die Kraft der Selbstverantwortung, wie sie mich durchströmt und stützt. Ich spüre die Kraft, die ich zurückgewinne, wenn ich dem Wir, wenn ich jedem Du mit Ehrlichkeit begegne und meine Projektionen von ihm nehme. Diese Nordkräfte beleben mich, wie Zitronensaft, alles kribbelt und wartet auf seinen Einsatz, wie der Winter mit seiner Eiseskälte und seinen klaren Winden. Eine stillstehende Energie, die genau aus der Bewegungslosigkeit ihre Kraft sammelt um sie dem nächsten Schritt zu übergeben. Oh ja und ich spüre sie, die nächste Kraft, den Frühling, das Feuer des Ostens. Ich spüre den Mut ins kalte Wasser zu springen, ins Neue, ins Unbekannte. Ich kann das quietschende Aufschreien in mir hören, dass mich jedes Mal begleitet, wenn ich in kaltes Wasser tauche. Wie ein Wirbelsturm durchfluten mich die Gefühle, die neue Kraft des Frühlings und ich bleibe stehn. Ich spüre die nächste Kraft, das still halten, wenn das Feuer mich durchströmt und eine Flutwelle von Energie meinen Körper durchströmt. Und ich spüre die klare Tatkraft, die unausweichliche Handlungskraft, die mich nach vorne bringt. Wie ein Bogen gespannt durch das stille halten des vorherigen Schrittes bin ich gespannt und ich weiß, ich werde mein Ziel erreichen. Ich bin der Pfeil der abgeschossen wird und ich kann mich spüren in diesem Augenblick als Pfeil der durch die Luft saust. Wie eine große Welle kommt nun die nächste Energie dazu, weich und fein du weiblich, spüre ich die Gnade in mir. Und ich spüre die hüpfende Leichtigkeit, die heiter in mir lacht und tanzt. Und ich spüre die letzte Kraft, die den Kreis schließt. Ich spüre die Energie, die mich meine Scheu und Schüchternheit überwinden lässt und die nach den Händen meiner Nachbarn greift und sie berührt, streichelt und küsst. Ich stehe dort in einem Wirbelsturm aus Energien und sie sind immer da, waren schon immer da und werden immer da sein. Sie sind aktiviert und so kostbar, so heilsam. 

Mögen alle Wesen glücklich sein, in diesem Leben. AHO



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