Sonntag, 22. März 2015

Schmetterlingsprozess - Tag 6/60


22. März 2015, 10 Minuten für meine Gefühle jeden Tag.
Ich wollte den Schmetterlingsprozess schön in seiner Reihenfolge beschreiben, doch ich bemerke gerade, so ist nicht die Natur dieses Prozesses. Die Dinge passieren gleichzeitig.
Die Raupe löst sich auf in Zellbrei. Durch die Ruhe und Stille und das Angebot der Nahrung trauen sich die Imagozellen sich zu vermehren. Die erste Generation wächst heran – doch da passiert das ungeheuerliche und doch so klar verständliche: das Immunsystem der Raupe, erkennt diese Zellen nicht als die ihren. Sie schwingen höher und anders. Das Immunsystem der Raupe bringt die Imagozellen der ersten Generation komplett um. Die Raupe verhindert den Wachstum des Schmetterlings. Obwohl das eine Tier aus dem anderen hervorgeht und es sich gleichzeitig braucht und unabdingbar aufeinander aufbaut, die Raupe wird zum Schmetterling, der legt Eier und die werden zur Raupe, die zum Schmetterling wird. Und obwohl der Schmetterling der langersehnte Daseinsteil ist, tötet die Raupe ihn. Die Raupe hat Angst nicht mehr zu existieren, mit recht, sie löst sich auf, sie dient als Nahrung, ihr Daseinszustand löst sich vollkommen auf. Und wie der Ego in uns, so wehrt sich die Raupe mit Händen und Füßen dagegen, sich aufzulösen. Auch wenn hinterher Liebe, Licht und Glück herauskommt, das Ego hat vor nichts mehr Angst als eben davor. Wir fürchten am aller meisten nicht Schmerz oder Leid, wir fürchten die Liebe, weil sie uns auflöst.
So wie das Aschenputtel vor lauter Schreck tatsächlich so schön zu sein, dass sie mit dem Königssohn tanzt davon läuft. Wie oft habe ich mich erlebt, davon laufend, alles kaputt machen, was schön war aus Angst die Kontrolle zu verlieren und mich aufzulösen. Unter der Angst vor Liebe ist die große Angst der Auflösung, die Angst NICHTS zu sein. Nicht verbunden. Wir laufen davon, wir verhindern unsere Heilung. Die Spannbreite der Ausweichmanöver, der Abwehr, des Widerstandes sind perfide und werden sofort getarnt vor unserem Bewusstsein. Wir haben immer einen guten Grund. Unser Denksystem ist da perfekt und sehr einfallsreich. Im Zweifelsfall sind die anderen Schuld. Und da ich als Opfer Täterschutz habe, brauch ich nicht über mein Handeln nachdenken. Auch wenn ich schon tausend Mal auf die Nase gefallen bin mit meinen eigenen Widerständen, wiederhole ich sie. Wieder und wieder.

Es gilt ein Paradoxon zu lernen und es unbedingt selber auszuprobieren, weil es nichts nützt, wenn andere es raten oder man es intellektuell versteht oder liest. Weisheit kann man nicht erlesen, nur erfahren. Und wenn man es einmal selber erlebt hat, dann brauch man nicht mehr glauben, sondern dann weiß man und nichts kann dieses Wissen erschüttern.
Normalerweise, wenn ich etwas loswerden will, dann schneide ich es ab, werf es weg, entsorge es. Doch wir haben es alle erlebt. Gerade die Dinge, die wir unbedingt loswerden wollen, kleben an uns getrockneter Beton. Wir rennen immer wieder weg und in der nächsten Beziehung ist es wie auf mystische Weise wieder genauso – und wir reden uns ein, dass wir das ja nicht ahnen konnte, wir wussten ja vorher nicht, der oder die genauso ist wie der oder die Ex... doch, unser Unterbewusstsein weiß das, sucht das. Es will so lange in Wiederholungsschleifen, in Nachtraumatisierung sein, bis wir es kapiert habe. Bis wir anders handeln, bis wir andere Erfahrungen erlauben und erleben. Da wo du in immer währenden Wiederholungsschleifen sitzt, kannst du sicher sein, dass du deinem Widerstand immer wieder auf den Leim gehst.
Das Paradoxon besteht daraus, dass wenn ich etwas loswerden will, ich mich gerade dem 100% hingeben muss. Da wo ich den größten Widerstand habe, da liegt der Weg. Oh ja, das ist zum Kotzen. Das ist der ekelhafteste und schrecklichste Schritt auf Erden. Ganz bestimmt. Ich soll mich meiner Abhängigkeit, meiner Faulheit, meinen schlechten Gefühlen über mich zu 100% hingeben, wieso?
Ich soll vor allem annehmen, dass all diese Gefühle meine sind und nicht die, die die anderen mir gemacht haben. Ja, genau.
Jedes Gefühl ist eine Energie und wenn wir es abwehren, bleibt es bestehen, wenn wir es durch uns hindurch fließen lassen, bewegt es sich. Das Kamel muss durch das Nadelöhr. Scheinbar unmöglich und wenn man diese Methode gelernt hat, fast lächerlich einfach. Ich gehe nicht hin und haue jemanden wenn ich wütend bin, aber ich setze mich hin, alleine für mich und fühle meine Wut. In dem Moment wo ich bereit bin meine Abhängigkeit hier zu Hause auf meinem Meditationskissen zu fühlen, da brauche ich sie nicht mehr leben. Ich kann jedes Gefühl durchfühlen und es geht blitzschnell. Die Wissenschaftler sagen heute 90 Sekunden würde ein Gefühl durch den Körper laufen. Durch das Fühlen eines niedriger schwingenden Gefühles transformieren wir es auf eine höhere, leichtere Ebene. Es fühlt sich paradox an, mich eben dem hinzugeben, was ich vermeiden will und es dadurch aufzulösen, zu transformieren – aber nur so funktioniert es. Und auch wenn wir es alle schon an so vielen Stellen gelesen haben, wir werden es erst als tägliches Handwerkszeug akzeptieren und nutzen, wenn wir es selber in uns erfahren haben.

Übung: Jeden Tag in den nächsten 54 Tagen setze ich mich 10 Minuten hin und suche nach einem unangenehmen Gefühl in mir. Bitte darum, dass sich eines Dir zeigt, was heute transformiert werden kann. Dein System ist vertrauenswürdig und wird dir genau das geben, was du heute verkraften kannst und dir helfen wird. Und dann stelle deine Uhr, deinen Wecker, du bliebst nun 10 Minuten sitzen, egal was passiert. Egal wie sehr dich dein System aus dem Sessel kicken möchte. Egal wie dringend plötzlich alle zu erledigenden Arbeiten erscheinen. Egal wie stark die Wut, das Nichts, die Leere, die Trauer ist. Du bleibst da. Du fühlst es. Du sagst deinem Gefühl, dass du heute das erste Mal bereit bist bei ihm zu bleiben. Du wirst es begleiten und da sein. Dein System weiß, dass es nun 10 Minuten hat und dann erst wird der Wecker klingeln. Schließe deine Augen und öffne sie erst wieder wenn der Wecker klingelt. Halte durch. Sei bei dir und diesem Gefühl und lenke deine Aufmerksamkeit immer wieder und wieder in das Gefühl.

Liebesmagie 50
Ich bin Du und du bist ich.
Mögen wir den Mut finden, im Anderen immer uns selbst zu sehen, im Guten wie im Schlechten. Immer, auch oder gerade dann wenn sich alles sträubt und ich so niemals sein will. Gerade dann entdecke ich mich im Spiegel des anderen. So gibt es im Moment der Trümmer, der Trennung eine Verbindung. AHO

Samstag, 21. März 2015

Schmetterlingsprozess - Tag 5/60


21. März 2015, Bitte um Hilfe.

Die Imagozellen schwingen in mir. Ich kann sie spüren. Jeden Tag kann ich spüren wie etwas in mir ruft. Ich weiß, wie ich eigentlich gemeint bin. Wir alle wissen wie wir eigentlich gemeint sind. Wir spüren es, wenn wir z.B. ungerecht beurteilt werden – dann rufen unsere Imagozellen ganz laut „Hallooooo, wie kannst du mich so übersehen. Ich bin doch ganz anders als du mein Tarnkleid der Raupe gerade wahrnimmst.“ Aber das Außen spiegelt mir penetrant meine Raupe. Ich mache eine Party und es kommen genau 6 Menschen. Auch wenn die sechs die genau Richtigen für den Tag waren, schreit ein anderer Teil in mir, "Siehste, Dich will keiner. Mit der Wahrheit nicht und mit deinem klebrigen, abhängigen Sein erst recht nicht. Wärste mal die taffe Nina geblieben... " Ich will Außen ändern, doch das geht nicht, es hat noch nie funktioniert. Das wissen wir alle. Wir können nur Innen ändern. Also nochmal rein, nochmal auflösen. Nochmal in den Rauepenbrei.

Bildlich stelle ich mir das in mir so vor, dass es eine goldene Kugel in meiner Mitte gibt. In der ist alles, was ICH BIN. Da bin ich perfekt, göttlich, unschuldig, voller Liebe, da bin ich mit meinen Talenten, meiner Aufgabe im Einklang. Diese Kugel ist Teil eines Ganzen. Sie ist Licht. Sie ist Alles. Wir sind in ihr und mit ihr verbunden mit allen. Mit jedem Wesen, mit Gott, mit dem Universum, mit allen Geisthelfern, allen Tieren, Bäumen oder Wesen aus anderen Galaxien – egal, wir sind alle EINS. Und hier in unserer goldenen Kugel können wir all das spüren. Das Nichts und das Alles, die Aufhebung der Dualität. Einfach SEIN. An dem ersten Tag der Inkarnation hier auf diesem Planeten kamen wir als reine, goldene Kugel. So wie wir gemeint sind.
Doch schon im Mutterleib, bei der Geburt und in den Jahren danach sowieso machten wir Erfahrungen, die uns weg brachten von unserem Kern, der goldenen Kugel. Wir interpretierten das Warten auf die Erfüllung unserer Wünsche, als das WIR nicht richtig sind. Wir fühlten uns abgetrennt und fingen an eine neue Schicht um unseren Kern zu lagern. Eine Schicht, in der wir uns eine neue Bedeutung gaben: ich bin nicht gut genug // ich bin nicht schön // ich bin nicht wichtig genug // ich bin nicht stark genug ... what ever. Nennen wir diese Schicht, die ICH-BIN-NICHT-Schicht. Wir waren nicht im Stande den Schmerz durch uns hindurch fließen zu lassen. Wir waren zu klein, zu abhängig und so blieben tausende von kleinen Gelkugeln in denen der Schmerz gespeichert ist in unserem System. In jeder dieser Gelkugel steckt ein Schmerz und eine falsche Interpretation über uns. Ich stelle es mir so vor, dass sich diese Gelkugeln um die goldenen Kugel legen und auf Dauer eine feste neue Schicht ergeben. Eine so feste Schicht, dass wir selber nicht mehr sehen, dass darunter eine goldenen Kugel steckt. Unser Bewusstsein ist immer auf der äußersten Schicht. Wir ahnen uns noch unter dieser neuen Schicht, doch wir glauben fest an die äußere Schicht. Wir glauben an all diese Dinge, die wir eigentlich gar nicht sind. Und wir halte diese Trennung von uns selber und die Schmerzen dazu nicht aus.
Und dann bauen wir eine neue, weitere Schicht, in der Idee uns zu retten. Wir bauen eine Schicht, in der wir versuchen so zu sein, wie wir meinen das die anderen uns wieder lieben würden. Wir bemühen uns um unsere Schönheit, wir blähen uns auf, damit wir bemerkt werden und wichtig genommen werden, wir sind fügsam, strebsam, lieb oder wild und aufmüpfig oder arrogant und cool, taff oder lustig und Klassenclown – je nachdem, was das uns umgebende System braucht – wir bauen Rollen, Tarnungen, Masken, ganze Persönlichkeiten um uns herum, damit wir den Schmerz der ICH-BIN-NICHT-Schicht entkommen können – doch das fatale ist, mit dieser neuen Schicht, die uns retten soll, entfernen wir uns noch ein Stück weiter von unserem Kern weg. Und nichts, aber auch gar nichts in dieser Schicht kann uns erfüllen, berühren oder beglücken – nur für Sekunden, aber nicht nachhaltig. Wir bleiben immer auf der Suche, die in Sucht auswächst. Sucht ist Suche.
Und manchmal, wenn wir dies alles nicht mehr aushalten, gehen wir noch weiter weg von uns, mit jeglichen Drogen, Dauerfernsehn oder sonst was für betäubenden Möglichkeit, diese Welt steckt voller Möglichkeiten sich in der Dualität weit weit weg von sich zu bewegen. Selbst diverse spirituelle Wege bringen uns nur weiter weg und nicht näher ran, nicht in uns hinein.
Und dann passiert die große Gnade: eine Katastrophe, eine Trennung, eine Firmenpleite, ein Burnout, irgendeine Krankheit oder gleich ein Nervenzusammenbruch – wieder je nachdem, was unser System meint, was uns endlich aufwecken wird. Und dann kanns endlich losgehn, der große Weg zurück nach Hause.
Als bei mir vor Jahren mein ganzes Leben zusammenbrach, Scheidung und Firmenpleite mit Schulden hätte ich nie gedacht, dass ich heute diese Zeit als meine Glückszeit ansehe. Es gibt nur einen einzigen Weg zurück. Eben genau zurück, durch alle Schichten hindurch. Und das fühlt sich an vielen Stationen des Weges nicht gut an. Wenn wir beginnen die Ablenkung von den Rollen, Masken und Tarnungen zu lassen, sind wir einer schonungslosen Übelkeit über unseren Selbstbetrug ausgesetzt. Das Begreifen, dass das alte Leben nur aus Fake bestand machte mich sprachlos – hatte es irgendetwas Echtes gegeben in meinem 40 jährigem Leben?  Wer war ich überhaupt unter all den Masken?
Ich hatte keine Ahnung, aber ich konnte nicht mehr atmen, ich musste mein Leben ändern, wenn ich überleben wollte. Und das wollte ich unbedingt für meine Töchter. Der nächste Schritt, die Masken, Rollen und Tarnungen Schicht für Schicht von uns zu schälen – all diese Überlebensstrategien aufzugeben und mich nackt zu machen – das macht große Angst. Weil wir ahne ja das wir die Schicht der schmerzhaften Gelblässchen damit frei lege. Und wir wollen partout nicht diese alte Schmerzen noch mal fühlen, schließlich waren sie damals zu viel für uns, deswegen hatten wir sie ja versteckt mit der Tarnung. Unsere Angst ist, dass wir alle, aber auch wirklich alle, alle Schmerzen, die wir jemals hatten – im schlimmsten Fall alle auf einmal – noch mal fühlen müssen – doch so ist es nicht. Der schlimmste Schmerz mit dem wir zu tun haben, ist unser Widerstand.
Wären wir vollends im Urvertrauen und würden uns 100% hingeben bräuchten wir eine Sekunde um alle Wunden auf einen Schlag zu heilen. Eine Sekunde absoluter Stille, so nannte es Buddha. Wenn wir den Ego so einfach überwinden könnten, wäre es jedes Mal nur eine Mutprobe des freien Falls. Doch so sind wir nicht gestrickt, im Moment noch nicht. Und nun? Es ist machbar, ich habe es selber erlebt, und oft genug nun beobachtet. Und wenn es nur ein einziger kann, dann kann es jeder! Unsere Fähigkeiten im hier und jetzt, inklusive Ego und Widerstand sind überwindbar. Wir brauchen nicht die ganze Schicht der Schmerz-Gelkugeln erneut durchfühlen.
Wir brauchen eine einzige mutige Hingabe mit der wir an einer Stelle die goldene Kugel wieder vollends freilegen. Wenn unser heiler Kern an einer Stelle wieder durchleuchten kann, dann heilt sich alles andere wie von selbst. Wie ein Kristallfeld, dass die benachbarten Kristalle mit seinem Leuchten erzündet.
Aber einmal, an einer Stelle unseres Seins ist es notwendig sich den alten Schmerzen und falschen Interpretationen über uns hinzugeben.
Ich fühlte Jahrelang einen Knoten in mir, den ich nicht fähig war zu lösen, oder gar zu orten. Ich hatte keine Ahnung, was da mit mir los war, doch ich merkte es in mir, das alles schrie und Hilfe wollte. Und ich merkte es im Außen, indem wie mein Leben sich zeigte.

Übung: an dieser Stelle, wo wir nicht wissen, wie wir den ersten Schritt machen, ist die wichtigste Lektion um Hilfe zu bitten. Wir brauchen ein Netz, Menschen, Gruppen – die Angebote sind so vielfältig – doch wir müssen lernen sie für uns zu nutzen. Wir dürfen um Hilfe bitten. Bittet. Betet und bittet. Überwindet die Scham, die Angst. Bittet um Hilfe. Jeden Tag und lieber fünf Mal zu viel als einmal zu wenig. Ich habe gebetet, was das Zeug hielt und weil ich nicht an Gott im kirchlichen Sinne glaube, habe ich alle als Helfer gerufen die mir einfielen. Meine verstorbenen Omas, überhaupt alle Engel, genauso wie Pipi Langstrumpf, Maria Magdalena mochte ich schon immer gerne, einen keltischen Ritter, Gorillas – es war mir ganz egal, hauptsache es fühlte sich so an, dass sie stark genug sind um mich zu halten. Ich betete um Hilfe für den nächsten Schritt, Tag für Tag. Ich suchte mir eine Selbsthilfegruppe, Therapeuten, eine Meditationsform, Yoga – ich versuchte verschiedenes auf meinem Weg. Und überall bat ich um Hilfe. Manches passte dann doch nicht und anderes war nur für eine kurze Zeit richtig und wieder anderes begleitet mich immer noch. Heute habe ich ein ganzes Netz aus Helfern um mich. Für die nächsten 55 Tage bitte jeden Tag jemanden um Hilfe für deinen nächsten Schritt für deine Heilung. Und gib niemals auf, auch wenn da mal der ein oder andere keine Zeit hat. Wenn eine Tür zu bleibt, dann such die nächste Tür. Geh weiter und such nach den Menschen, Engeln, Wesen, Bücher, die für dich richtig sind. Dir steht Hilfe zu, du darfst Hilfe annehmen. Bau dir dein Feld aus Helfern.



Liebesmagie 42 .
Friedensreichzeit. Lichtarbeit.
Wie wird es denn, wenn wir hier leben wollen?
Ruft die Propheten des Geistes.
Ruft die Engel.
Ruft die Meister.
Rut den Heilstrom.
Impulsgebung im Licht.
Wir sind Engel und wir bringen Licht als Impuls in die Welt.

 Das Licht ist da, weil Du da bist.
Hingabe des Lichtes.
Papier, Bleistift, Gold, 40 x 54 cm, 12. März 2015


Freitag, 20. März 2015

Schmetterlingsprozess - Tag 4/60


20. März 2015 – Einen Schritt.
Gerade läuft das Leben über die kosmische Spalte, unser aller Leben steht heute im Übergang zu einem neuen astrologischem Jahr und nicht nur das, die letzten Jahre seit Juni 2012 kommen heute zu einem Abschluss. Ich begann damals meine Traumatherapie. Die Konfrontation mit der tiefsten Wunde. Der Mond schiebt sich vor die Sonne und es wird immer dunkler. Ich wende mich den dunklesten Flecken meines Daseins zu, jetzt in diesen Minuten begreife ich, dass ich einem einzigen Mann mein Leben lang treu war: der Mann der mich als kleines Mädchen sexuell missbrauchte, der danach in seine epileptischen Anfälle versank und alle kümmerten sich um ihn. Und darum, dass es nie gewesen war. Bis heute. In dieser Familie, die nur aus Angst vor seinen kolerischen Anfällen agierte, war es tatsächlich er, der mir eine Aufmerksamkeit schenkte, jedes seiner Missbrauchsopfer war seine Auserwählte. Er war ein schizoider Narzist, durch und durch. Alle Männer waren ihm ähnlich, der letzte sah sogar so aus wie er. Und kein Mensch, selbst mein liebster Papa, der mich so gerne beschützt hätte, konnte uns Frauen dieser Familie vor ihm schützen. Es gab kein Entkommen, bis heute nicht. Heute, wo ich diesem tiefsten all meiner Schatten in die Augen schaue, weiß ich, dass ich mich auflöse, wie die Raupe im Cocon. Die Raupe verflüssigt sich, sie gibt sich hin als Nahrung für das Neue. Loslassen ist tiefste Integration. Ich lasse mich von meinem Schatten aufschlecken. Ich spüre die Idee eines anderen Lebens in mir, doch heute, hier eingesperrt in meinem Cocon, gebe ich mich hin. Möge sich jede meiner Zellen auflösen, möge so jede Energie aus diesem Schatten. Ich bin nackt, ganz nackt, jede einzelne Schicht meiner Tarnung ist nun abgeblättert und ich gebe mich hin, gebe den Kampf auf, möge die Wandlung beginnen. Jetzt.

Übung: Ich hatte eine Vision vor ein paar Wochen. Ich sah zwei Menschen vor ihren Toren stehen, sie musste da hindurch, denn dahinter lag ihr Paradies. Doch die Tore waren Feuerspeiend, flüssige Lava tropfte aus ihnen nieder. Niemand wollte freiwillig hindurch, so sehr das Paradies dahinter auch schrie. Die zwei Menschen beschimpften sich, der eine solle doch gehen. Ich weiß, mein leben wird besser, wenn du dich änderst und hindurchtraust, usw. Dann änderte sich die Perspektive und ich war auf der anderen Seite, im Paradies. Ich sah auf dem Hügel die beiden Menschen sich streiten. Doch da war kein Feuer, keine Lava, da war nicht mal ein Tor durch das sie hindurch gehen hätten müssen. Sie brauchten nur losgehen, dann würden sie bemerken, dass sie vor einer Fatamorgana standen.
Tun wir heute eine Sache, eine einzige kleine Sache, vor der wir uns so fürchten als würde es uns umbringen. Tun wir sie. Geben wir uns unserem Weg ins Paradies hin, einen Schritt weit! 


Liebesmagie 49


Mögen sie Hochzeit halten, der Hirschkönig und seine Braut.
Sie ist die Königin aller Himmelsfalter.
Mögen sie nackt sein, umhüllt und getragen, auf ewig beschützt.
Mögen sie aus dem Bauch des Wales steigen und wie die Phönixe aufsteigen gen Sonne.
Heute und jeden folgenden Tag der Unendlichkeit.
Denn wir alle brauchen den Hirschkönig und seine Königin an unseer Seite.
AHO. Gesegnet sei es.

Papier, 40 x 54 cm, Papier, Acryl, Bleistift, 20. März 2015
 




Donnerstag, 19. März 2015

Schmetterlingsprozess - Tag 3/60


19. März 2015 - Es darf. Und darf gewesen sein.

Ich hatte eigentlich gute Tage und sogar etwas Erfolg, hätte ich nicht gleich drei NEINS von mir vermeintlich wichtigen Menschen eingesammelt... Warum fällt es mir so unglaublich schwer Ablehnung zu akzeptieren? Ein unkommentiertes Nein annehmen? Es reißt mir den Boden unter den Füßen weg. Und selbst wenn sich gleich die nächste viel bessere Tür öffnet, bleib ich vor der alten Tür stehn. Ich bekomm es sogar mit und bleib wie gelähmt stehn.
Ist das nur meine Erfahrung die ich als kleines Baby machte, als ich weggegeben wurde? Klar damals war es für mich überlebensnotwendig, dass ich festhalte, sonst hätte ich das nicht überstanden. Und dieser Reflex ist in mir, tief eingeprägt. Ein inneres Kind, was mir das Leben retten will, indem es die alte Gewohnheit aufrecht erhält. Wäre da nicht ein weiterer Anteil in mir, der unglaublich genervt davon ist....  „Immer noch, Nina, immer noch die alte Scheiße. Kannst du nicht mal einfach deine Leben leben?“ Einfach und mal sind echt krass bekloppte Worte! Wie oft habe ich die schon benutzt...

Es darf alles so sein wie es ist und es darf so gewesen sein wie es ist. Dieses Heute ist genauso richtig. Das ich rumjammer genauso wie ich weitergehe. Ich darf festhalten. Ich darf vor der verschlossenen Tür stehen und solange klopfen wie ICH es brauche. Dieses innere Kind braucht es, dass ich hier stehe und es fühle.
Ich darf mich in meiner Bewegungslosigkeit festsurren und mich in der Klebe und dem Dunkel fühlen. UND ich darf auch genervt von mir sein. Ich darf einfach alle Teile in mir spüren. Tief spüren. Es darf alles so sein wie es ist.
Ich mag diesen bewussten Schritt der Raupe nachahmen. Ich gebe mich hin. Ich gebe mich meiner Bewegungslosigkeit hin. Völliges Aufgeben, wie der Gehängte im Tarot. Eine der besten Karten. Diese Karte ist wie das Fieber bei einer Grippe – wie der Punkt an dem ich nichts mehr machen kann und mich völlig hingebe. Und dort am tiefsten Punkt kommt die Wende. Dort passiert die Wandlung, wenn wir jeden Widerstand gegen das heutige Sein aufgeben, dann kann Morgen schon heute kommen.

Übung: Noch tiefer als gestern ergebe ich mich heute in der Meditation mir selber. Ich suche bewusst drei, vier Dinge an mir, die ich ablehne. Und ich spreche es vor mir aus. „Es ist ok, dass ich faul bin. Ich darf faul sein, bis an mein Lebensende.“ Und dann spüre ich die Panik, dass ich mit meiner Faulheit untergehen könnte. „Ich spüre Dich Panik, auch du darfst da sein. Solange du willst. Ich bin bei dir und hab dich lieb.“
Der Trick ist, wenn ich wirklich abgrundtief Ja sage und auch wirklich für einen Augenblick die Wahrheit annehmen, dass dieses Gefühl für den Rest des Lebens da sein darf – dann passiert das Paradoxe: dann löst es sich auf. Jedes Gefühl möchte einmal völlig, ganz und gar, 100% gesehen und gefühlt sein. Wenn wir dem Gefühl diesen einen Gefallen tun, dann fließt es ab und wir sind frei. Ich ergebe mich dem Jetzt. AHO

Liebesmagie 46
Mögen all unsere Gebete erhört sein. Mögen wir getragen sein in unendlicher Liebe, Leichtigkeit und dem Mut das wir uns berühren lassen. Mögen wir uns hingeben, aufgeben, ergeben. Mögen wir alle Schatten aufspießen und als Nahrung nutzen damit wir am Feuer der Weiblichkeit uns alle wieder wärmen. Möge Frieden sein, immer und jetzt. YYY AHO

Papier, 20 x 30cm, Bleistift, Gold, März 2015

Mittwoch, 18. März 2015

Schmetterlingsprozess - Tag 2/60


18. März 2015 – Heilung der Zerfahrenheit.
Was ist denn eigentlich los? Männer .... also, keine Männer, seit Jahren... und wenn,  dann wählte ich kleine Jungs, die mir nicht gegenüber stehen konnte (die aber so schön abhängig von mir wurden, dass ich so was wie Sicherheit fühlte) oder ich wählte Männer, die so krass mit ihrer Abgrenzung beschäftigt waren, dass sie mich gar nicht sahen. Ich steh nicht auf Polyamore oder One-Night-Stands, ich bin da ganz klassisch. War schon 8 Jahre verheiratet und liebe gemeinsames Leben. Ich möchte einen Hirschkönig und mit ihm alt werden. WIE BITTE GEHT DAS?????  

Genau, selber zur Königin werden. Sagen können das viele – aber wie mach ich das? Ich spüre meine Schönheit, meinen Wert, meine Würde, meine Lebendigkeit, mein Lachen und meinen Spaß an meinem ganzen Leben. Ich liebe Menschen und ihr Sein zutiefst ergründen, ich liebe es Wege zu entdecken, Lösungswege. Malen, Schreiben, Tanzen und ich schaffe es das alles in meinem Beruf zu vereinen. Ich fühle dieses Feuerwerk in mir, doch am Hals sitzt eine Sperre. Es funkelt und prickelt in mir, doch nichts davon kommt raus. Oder vielleicht 10% davon. Nichts davon bringt mich in Schwung, in den Fluss der Gegenwart. Ich sehe das auf meinem Bankkonto genauso wie Nachts alleine im Bett. UND an dieser Sperre steh ich schon sooo lange. Homoöpatisch, schamanisch, gematrixt, klassisch therapiert, tausend Ratschläge befolgt – ich hab in mir aufgeräumt und zwar tief und gründlich. Ich hab mich ins Feuer gewagt und mich meinen Schatten gestellt. Und doch gibt nach all diesen Jahren einen Haken in mir.

Der Transformationsprozess der Raupe fasziniert mich schon eine ganze Weile. Schon der Anfang dieses Prozesses ist hochgradig spannend. Die Raupe spürt in sich den Ruf zur Wandlung. Seit ihrer Geburt hat sie die höher schwingenden Schmetterlingszellen in sich, die sogenannten Imagozellen. Und die bringen die Raupe tatsächlich dazu sich freiwillig in Meditation zu begeben. Sie setzt sich nicht nur auf ihren Arsch, sie puppt sich auch fest, sie fesselt sich selber in einem hautengen Cocon. Wenn ich mich an meinen vielen Stunden der Meditation erinnere und wie oft ich innerlich Amok gelaufen bin und nicht stillhalten konnte – wie froh ich dann war, wenn ich aufspringen konnte und nicht die ganze Stunde still und bewegungslos rumsitzen musste – was aber, wenn ich wie die Raupe so in die Höhle gehe und gleich mal über mehrere Wochen bewegungslos sitzen bliebe?

Ja, genau hier liegt eine Lösung. Meine Ablenkung, meine Zerfahrenheit, mein immer wieder Aufspringen und Wegrennen lässt mich den Fokus aus den Augen verlieren. Was genau ist heute dran um meinen Prozess ein Schmetterling zu werden voran zu bringen? Wie geht es mir wirklich? Was sagt mein Herz heute? Ja und wie gerne würde ich heute schon über die Übungen von Tag 3 oder 5 oder Tag 40 schreiben, anstatt über heute. Die Übungen, die dann kommen, die weiß ich alle – doch heute, vor allen anderen Übungen ist es dran, dass ich stillhalte. Stillhalte und in mich hinein höre. Was ist wirklich los? Wo stehe ich wirklich?

Übung des Tages: Heute Morgen setze ich mich eine Stunde hin und schaue mir genau an, wo ich jetzt stehe. Ich schau mir meine Realität an. Ich schaue mir mein Singleleben an, den Kontostand, den Terminkalender mit den vielen freien Terminen für Klienten. Ich schaue mir an, womit ich die Tage verbringe, rastlos, voller Zeitdruck und meine Listen mit unerledigten brennenden Aufgaben. Ich schau mir mein spirituelles Bemühen an, Yoga, Meditieren, ATAs... puh.... Uhuuund: Ich schaue mir mein Gefühl an, dass ich gerne dort wäre und nicht hier. Meine Träume, die mich heute nicht anregen, sondern traurig machen, weil ich mich Lichtjahre von deren Erfüllung entfernt fühle. Ich fühle mich wie eine traurige, zu schwer gefressene Raupe... erschöpft.

Und ich schaue mir an, was heute hier da ist. Was ist es alles, wovon ich weg will, weil das Gefühl, dass da draußen die Musik spielt und hier bei mir die große leere Langeweile ist. Da sind meine Töchter, so bezaubernd. Meine Freunde, mein Wolfsrudel, mein Atelier, meine Zuhause. Und ich spüre Liebe in mir, soviel Liebe. Ich liebe dies alles, was jetzt hier ist. Heute möchte ich mich jede Stunde für 5 Minuten daran erinnern, was hier ist und mich daran erfreuen. Ich möchte Ja-sagen zu dem was ist. Das was heute da ist, ist gut. Ich möchte Stille in mir in meinem Cocon und hinspüren in das was ist. Der Wahrheit ins Gesicht, der Guten, wie der Schlechten. So ist eben HEUTE.
Und mit dieser Fokussierung heile ich Schritt für Schritt die Zerfahrenheit, die mich hindert voran zu gehen. 

Ich bin Du und Du bist Ich. Je suis.
Mögen die männlichen und weiblichen Anteile in uns verschmelzen. Möge das Innere Paar Hochzeit halten, sich ehren und achten, sich hingeben und halten bis in alle Tage. Möge Frieden einkehren, Innen wie Außen, mögen wir alle überrascht sein über die Liebe. Jeden Tag aufs neue. Mögen wir uns berühren, tiefer und tiefer.
Liebesmagie 47 (mein Alter für dieses Jahr, möge es mir Glück bringen!)
Papier, Bleistift, Tusche, 20 x30 cm, März 2015

Dienstag, 17. März 2015

Schmetterlingsprozess - Tag 1/60

17. März 2015
Heute ist also astologisch ein letzter Höhepunkt im Transformationsprozess - eben dieser, den wir seit Juni 2012 alle spüren - und Freitag soll alles vorbei sein??? Ich fühl mich aber nicht wie fertig oder auch nur ein kleines bisschen wie erlöst oder sowas. Wenn ich genau hinschau könnt ich heut nur heulen. Ich hab nen Klos im Hals und renn rum wie Falschgeld. Fühl mich wie auf Opium, voll am Leben vorbei. Ich will nicht mehr alleine sein. Ich hab die Schnauze voll und ich seh es genau, ich stecke hier fest. Ich fühl mich wie eine Raupe, eingesperrt in meinem Cocon und ich weiß, ich muss mich irgendwie zum Schmetterling umbauen, aber ich weiß nicht wie... ich weiß verdammt nochmal nicht wie!!! 
1. Übung, unbedingt zum Nachmachen geeignet:
Ich stecke mir ein Ziel. In 60 Tagen werde ich den Transformationsprozess der Raupe zum Schmetterling durchlaufen. Danke, Urs. Ich habs versprochen. 60 Tage und jeden Tag einen Post und eine Übung mit der ich den Tag verbessere und mich meinem Ziel nähere. 
2. Übung:
Ich zeige mich mit all meinem klebrigen Kummer-Ekel-Loosergefühl in der Öffentlichkeit. Ich zeige mich, so wie ich bin. Auch wenn ich gerade vor dem Computer sitzend Angstschweißkreise unter den Achseln bekomme.

Liebesmagie 48
Erwache in der Klarheit der Transformation. In dieser mystischen Zwischenzeit mögen die Gegensätze verschmelzen. Dunkelheit und Licht. Freude und Kummer. Leben und Tod. Solange wir der Wahrheit treu bleiben, werden wir immer siegen. Die Hirschkönige sind auf ihrem Weg zu Dir. Halte, Seele, halte. YYY

Papier, 40 x 54 cm, Bleistift, Gold, Spray, März 2015