Sonntag, 1. Januar 2017

2016. Was für ein Jahr.


Nein, es war nicht das große Katarophenjahr von dem alle so reden. Es gab tausend wundervolle kleine Momente, die mich verzaubert haben. Die mir Mut gemacht haben, die mich haben hüpfen lassen. Ich habe geliebt und gelacht. Getanzt und so viel Gutes, Reiches und Wunderbares erlebt. Es war ein tolles Jahr. Ich hab auch geweint vor Schmerzen und mich gekrümmt vor Wut, geflucht und ich hab sogar mal mit der Faust auf meinen Tisch gehaun. Es war ein Jahr voller Leben, so bunt und wunderschön. Für mich begann alles mit der Schwangerschaft meiner großen Tochter. Das letzte Weihnachten, dass ich alleine mit meinen Töchtern verbringen würde war hinter uns. Ganz schön sentimental hat mich diese Zeit gemacht letztes Jahr. Es war ein Abschied einer Ära. Die junge Frau war unübersehbar vorbei, ich würde Oma werden und nicht ewigjugendlich sein. Und ich würde mit Herz und Seele Oma werden, das war klar. Mit Haut und Haaren sozusagen. Doch erstmal ging es darum meine Tochter in ihr ureigenes Leben zu entlassen. Ein tiefer Abschied und gleichzeitig eine große Lektion im Vertrauen auf die Liebe. Ich hab sie bestanden. Ich staunte Bauklötze über die Mutterschaft meiner Tochter, diese feine Zartheit, diese entschlossene Löwenmutterkraft und diese unendliche Liebe, der ich beiwohnen darf seitdem, berührt mich zutiefst. Und eines ist darüber sehr deutlich klar geworden: Heilung ist möglich. Wir können die Welle des Schmerzes der Ahnen stoppen und rückwärts und vorwärts die Ahnenlinie heilen. Ich hab es gesehen und nicht nur einmal und nicht nur in unserer Linie. Dieses kleine Wesen, was dann im Frühling zu uns kam, meine wunderschöne Anouk, verzaubert mir meinen Alltag seit sie auf die Welt ist. Es ist ganz anders als als Mutter. Und nicht nur, weil ich immer ausgeschlafen bin, wenn ich sie bei mir hab. Ich habe meinen Alltag um dieses kleine feine Mädchen gebaut, damit ich sie so oft es geht seh. Ich genieße jede Sekunde, die ich dieses wunderschöne Wesen tragen darf. Und ich nenn mich tatsächlich Oma Nina – auch wenn ich mit meiner Tochter rede bin ich zu Oma Nina geworden. Ich trag zwar immer noch meine Turnschuh und kaputte Jeans und meine bunten Dreads sind die besten Spielzeuge, auch von meinem Kater, aber das bald 50 werden hat damit seinen Schrecken verloren und einen Sinn bekommen. Oma Nina. I LOVE.



Es gab soviele Highlights im letztes Jahr. Im Januar wars Danielas Drachen Seminar. Ich hab so laut meinen Drachen brüllen lassen, dass ich mehrere Tage heiser war. Welch Befreiung. Ihre Verbundenheit und die Schutzkraft, die im Drachen liegt, haben mich tief berührt. Von da aus bin ich direkt ins 10-tägige Schweigeretreat nach Triebel gefahren und saß dort mit meinem Drachen neben mir eingehüllt in meinen Cocon. Als ich wiederkam, war mehr denn je, die Liebe für mich da. Liebe für mich, wie ich bin mit allem. Mit der Unperfektheit, den Fehlern und schrägen Seiten. Für die Liebe:  http://schamanin.ninaschmitz.de/2016/02/liebe.htmlSo begann das Jahr noch mal mit Selbstliebe Übungen und genauso endet es jetzt.
Im März mit Beginn des Frühlings und dem Osterfest kam ein Geschenk herein der besonderen Art. Ich fand hier im ägyptischen Museum in Berlin ein uraltes Papyrus: Das Evangelium der Maria Magdalena. Es ist kein Witz und keine Erfindung. Es existiert und die Christen wissen es schon lange. Maria Magdalena war Jesus nächste Vertraute, das geht eindeutig aus dieser Schrift hervor. Ich stand lange weinend über der Sammlung dieser uralten Schriften. Wieviel sie bedeuten? http://schamanin.ninaschmitz.de/2016/03/maria-magdalena-war-jesus-nachste.htmlAlleine der Gedanke, wie anders die Geschichte hätte geschrieben sein wollen, wenn Jesus das Christendasein mitgestaltet hätte. Dann gäb es Päpstinnen und Huren säßen mit am runden Tisch. Es gäb eine Augenhöhe zwischen Menschen – ein wir sind alle gleich – mit einer tiefen, tiefen Bedeutung. Wie anders wäre dann das Mittelalter verlaufen und unsere weisen Frauen wären hierzulande niemals verbrand worden. Ein Völkermord in den eigenen Reihen, der an manchen Orten bis zu 80 % der weiblichen Bevölkerung ausgemerzt hat. Wie anders hätte es sein können, und wie anders kann es jetzt noch werden. Das gab mir die Hoffnung wieder, einen Ausblick und eine Idee davon, was eine Welt im Licht und in der Liebe heißen könnte. Auch die Sexualität hätte eine andere Entwicklung genommen, wenn Frauen mit ihrer Weiblichkeit anerkannt und geehrt wären. Wie anders wäre eine Welt ohne sexuellen Missbrauch, in der Sexualität wieder das sein könnte, wozu sie gedacht ist: Verbindung auf Augenhöhe zwischen zwei Liebenden. Heilung, der tiefsten Trennungsfiktion zwischen uns Menschen.
Es wuchs in mir tiefer als je zuvor die Grundidee aus dem Kurs in Wundern, meiner Bibel. Es gibt Angst und Liebe – letztendlich gibt es nur die zwei. Und alles was keine Liebe ist, ist eine Fiktion. Wenn wir der Fiktion Glauben schenken, verstricken wir uns in einem Traum voller Brutalität, Krieg und Trennung. Wir meinen immer, dort könnten wir etwas ändern. Aber man kann keine bessere Version einer Fiktion erschaffen, es bleibt eine Fiktion. Der einzige Weg ist aus der Fiktion aussteigen. Ganz und gar, nicht nur partiell oder wenns grad mal gut läuft, sondern stoisch. Es geht um einen stoischen Entscheid für die Liebe.
Ich hatte zwei wundervolle Ausstellungen im letzten Jahr. Eine in meiner Heilpraktikerschule, und eine mit meiner alten Klasse, die Becherklasse, der Kunstakademie Düsseldorf. Beides war ein Wiedersehen und Abschied gleichermaßen. Es gab zauberhafte Feste, wie das Kirschblütenfest meiner lieben Freudnin Nina, an dem ich so rosaschöne Menschen kennenlernte. Danke, Miri, das es dich jetzt gibt. Das größte Fest war der Sonnentanz mit den wundervollen Menschen meiner roten Familia. Mit Adlerfedern im Haar bin ich vier Tage ohne Essen und trinken zu Ehren von Mutter Erde ums Feuer getanzt. Ich hab mich gewagt mit gepiercten Federn in den Armen die alten Zeremonien zu erleben. Ich habe gebeten und die alten Mantras in den Boden geklopft mit meinen nackten Füßen im Rhythmus der großen Motherdrum und mit großer Ehrfurcht vor den Elementen. Ich hab die letzten Egoideen der Erde zu übergeben. Völlig nackt hab ich mich vor mir selber gemacht. 
Soviele alte Ideen, Konstrukte, Wege, Phantasien und Vorstellungenhaben mich dabei verlassen, dass ich erstmal völlig geplättet im Nichts saß. Und Mitten zwischen diesen Stürmen war immer gleichzeitig ganz viel Spaß und Freude. Ich erinnere mich an einen heißen Sommertag im Freibad mit meiner Freundin Claudia. Wir sind darum gehüpft wie die Kinder, wieder und wieder ins Kalte gesprungen, Handstand und Flugrollen rückwärts. Ich hab geschrien vor Vergnügen. Ich lieb dieses Leben so sehr. Oder die Sommersonnenwende mit den Bemalungen meiner Tochter und die Taufe des kleinen Merlins. Ich bin gewachsen in diesem Jahr und so mutig geworden. So fühlt sich freies Leben an. Ich bin da, ich hab´s geschafft. Der Herbst war geprägt von einer Ernte mit der ich nicht gerechnet hatte. Erst kam meine Mutter eine Woche zu Besuch und dann mein lieber, alter Vater. Bedingungslose Liebe ist und war immer da und wir haben die Möglichkeit eine wundervolle Kindheit gehabt zu haben, egal wie der Schein des Traumas auch immer sich zeigt. Alles ändert sich immer. Und zwar auch dann, wenn wir gerade denken, jetzt ist es aber so richtig wunderschön – und wenn wir es schaffen, genau in diesen Augenblicken weiter im Vertrauen zu sein, im Vertrauen darauf, dass sich immer nur weiter noch größere Liebe freisetzen wird, dann beginnt eine Reise hier auf Erden – ein Fest – dann kann das Leben endlich zeigen, wozu es gedacht ist: ein Tanz der Freude, auch an den Tagen an denen wir denken, heute bricht alles auseinander. Es sortiert nur neu, immer mit dem Ziel, dass noch mehr Wahrheit und Liebe ans Licht kommt.
Ich habe mich noch nie so kraftvoll und liebend gefühlt wie heute. Heute beginnt ein neues Jahr und ich bin mir sicher, es wird noch besser werden. Ich werde der Liebe vertrauen, meinem Herzen, meiner Freude, meiner Lust und stoisch weiter diesen Weg gehen, der sich so erfolgreich anfühlt. Jede Herausforderung nehme ich als weitere Übung an um dieses Vertrauen in die Liebe weiter zu etablieren. Es ist ein Spiel, dass Spaß macht und wir haben alle das Allerbeste verdient. Für mich zählt kein Prestige mehr, keine Werte aus Werbung oder Geschäftsauslagen, für mich zählt die Lebensfreude, die geteilten Momente, das Vertrauen, dass verbundene gemeinsame Weinen und Lachen und Freuen. Die Momente der Liebe, auch mit den Menschen, die ich nicht live hier im Alltag erlebe. Und es geht aus meiner Mitte heraus, erst in den Kreis der Menschen, die direkt um mich sind und von dort aus wächst es langsam heraus. Unsere Kinder sind heilig und so auch in uns unsere inneren Kinder. Mit der Sorge um all diese Kinder wächst eine gesunde Weltordnung heran. Das Duo Frieden-Krieg gehört dann nicht mehr dazu. Es ist eine sich bedingende Polarität – doch wir können aus dieser dualen Welt aussteigen in die bedingungslose Liebe und auf diesen Weg gehe ich weiter voran. Ich gebe mich nicht mit Frieden zufrieden, ich will das wir alle erwachen und glücklich sind, alle und jeder, ganz tief von Innen heraus. Möge dies der Weg von 2017 sein. AHO

Keine Kommentare:

Kommentar posten