Samstag, 22. Mai 2010

lets talk about Vorbilder und Vogelperspektiven

... Es ist auch das, dass es immer nur um gesellschaftlich anerkannten Wert geht und das differiert so sehr - in der einen Gesellschaft ist Brot das wertvollste und in der anderen der Ferrari oder Gold und jeweils die eine Gesellschaft kann die Andere nicht verstehen, was sie daran so findet... bla bla - nützt mir nichts, ich leb in der Ferrariwelt und mach Kunst.
Natürlich mach ich das, wie jeder Andere, der irgendetwas Kreatives macht, weil ich meine, dass ich eine Sicht/Aussage/Idee habe, die es sich lohnt, anzuschauen. Ich bin deswegen nicht oberschlau - ist ja nicht anders, als ein Nachrichtensprecher, der aus der Vielfalt von Informationen raussucht, was er der Welt erzählen will - abgecheckt an den Regeln seiner Arbeitgeber// aber es ist auch seine Sichtweise auf die Welt, die er vermittelt. Wahrscheinlich tut das sogar jeder Mensch in jedem Beruf, in jedem Gespräch das er führt - andauernd erzählt dir einer, was er gerade für tolle Erkenntnisse oder noch besser, was er wieder für Ungerechtigkeiten entdeckt hat in dieser Welt - jeder erzählt das, weil er meint, dass er eine richtige, wichtige, relevante Sichtweise hat - das heißt, die meisten meinen sie hätten die Wahrheit entdeckt, das irgendetwas so ist - das buddhistische Denken, dass alles nur eine Sichtweise auf etwas ist, dass jede Sichtweise wahr ist und das nur die Summe aller Sichtweisen sich der Wahrheit annähert - sich alles letztendlich in Liebe und Angst teilt und alle Wahrnehmungen der Liebe wahr sind und alle der Angst Fiktion sind, das erkennen wir alle erst langsam in diesem Zeitalter. Hunderte von Büchern und Philosophien werden darüber geschrieben und unendlich viele Altmeister entdeckt und neu zitiert.
Es ist gerade unsere Zeit, es ist wie Erwachen, es ist wie eine Moderne, also eine gesellschaftliche Verwandlung, die passiert - man muß immer wieder den Blick der Vogelperspektive annehmen, wie ein Soziologe und sich erinnern, wie sich die Gesellschaft vor 30 Jahren angefühlt hat (stell Dir vor, Du hättest in den 80er Jahren von emotionaler Intelligenz geredet oder von Meditation, Buddhismus, niemals hätte ein Buch wie "The Secret" Spiegel-Bestseller über einen ganzen Sommer sein können, jeder hätte es als Spinnerei abgetan, weil die Menschen nicht reif genug waren - die Masse, meine ich und jetzt hat sich was geändert - das ist nichts Besonderes, weil sich eine Gesellschaft immer als Ganzes entwickelt - aber heute, in der dritten Generation nach dem letzten Krieg ist es so klar spürbar, das Grundmißtrauen verwandelt sich in Vertrauen. Wir haben hier in Deutschland eine wichtige Vorbildfunktion für die ganze Welt. Gerade eben mit dieser Geschichte des Nationalsozialismus: wir sind damit zum Glück so massiv aufgeflogen durch Hitler und den Krieg, dass wir gezwungen waren alle umzudenken - ich habe damals nicht gelebt, aber ich zähle mich zu "wir "- nicht weil in meiner Familie irgendwelche Naziaktivitäten bekannt wären, aber in welcher Familie würde das schon zugegeben... bei uns wird, wie überall, von den Regimegegnern in der Familie erzählt - ich meine das "wir" als gesellschaftliche Masse. Es ist ein spannendes Gefühl, sich damit zu identifizieren, denn wir alle tragen die Informationen in unseren Zellen, die Erfahrungen unserer Vorfahren. Wir alle hier in Deutschland haben in unserer Entwicklungskette/Evolution die Erfahrungen der vorherigen Generationen in uns und so macht es einen Sinn, wenn ich mir dies als "WIR" vorstelle, was damals war und wie es bis heute Einfluss auf mich hat. Also: Wir wurden bestraft, Deutschland war zerstört, mit Recht und dennoch mit Schmerz - aber wir alle mußten damals anhalten, alles neu aufbauen und von vorne anfangen. Und vorallem wir mußten überdenken, warum alles so schief gelaufen ist. Warum wir meinten, dass Morden und Gewalt uns glücklicher machen würden - wie kann man nur auf so eine idiotische Idee kommen und denken, dass es uns besser ginge, wenn wir bestimmte Menschen töten, also Juden - das ist sowas von absurd - mir geht das nicht in den Kopf - aber gut, über das Prinzip des Massenfeindes, der Projektionsfläche im Außen als Lösungsweg gibt es genug Analysen zu, dass jedem klar ist, dass diese Handlung nur von den massiven Problemen in uns redet - eine Gesellschaft, die massiv verurteilend in sich ist, auf den Einzelnen runtergebrochen: es gibt Teile in mir, die ich so massiv ablehne, das sich sie töten möchte - so massiv, dass ich es nicht aushalte und das im Außen tue - und ging es damals nicht um hohe Arbeitslosigkeit, also um den Zustand, dass so viele Menschen keine Aufgabe hatten. Und war damals nicht auch aus der Industrialisierung der Glaube daran, dass man plockern und leisten muß, schuften wie ein Blöder um überhaupt zu überleben - und dann gab es eine Gruppe Menschen, die es leichter konnten, die Geld verdient haben - steckt hinter all den Hetzen letztendlich Neid - das wäre ja mal ne Untersuchung wert - ich hab diese Gedanken im Kopf, dass dem jüdischen Volk der gute Umgang mit Geld und geniales Geschäfte-machen zugetraut ist - wäre also eigentlich der Weg gewesen, also in einer heilen neidlosen Gesellschaft, die Juden als Lehrer zu bitten uns zu zeigen, wie das geht???? Um gemeinsam die Arbeitslosigkeit aufzulösen.... Das setzt vorallem vorraus, dass das Gesetz von Geben und Nehmen verstanden ist - das verstanden ist, dass es unendlich Reichtum gibt, unendlich Möglichkeiten (man lese zu diesem Thema das oben erwähnte Bestsellerbuch The Secret und die umliegende Literatur) und nicht, dass wenn ich etwas abgebe, ich weniger als vorher habe - dieses Minusdenken, was weit verbreitet ist in unserer Gesellschaft (ich geh da später noch mal mehr drauf ein) ist der Nährboden dafür, dass Menschen Angst um ihre Existenz haben und offen für Neid, Feinde und Kampf sind - oh, wie wichtig ist es dann, dass wir alle anders denken, alles, was Einstein, Buddha und wie die großen Meister hießen uns beigebracht haben.... die Geschichte unseres Landes geht weiter, in langsamen Schritten, nach dem Krieg, der die ganze Welt erschüttert hat, aber uns am meisten, hat sich langsam aber sicher etwas verändert. Die Blumenkinder haben es vorgemacht, Vertrauen und Liebe ist die Grundlage in uns, die das Wachsen und Verändern (ein Lebensnotwendiger Prozess) überhaupt erst möglich macht. Wieder ging aus Deutschland eine brutale Welle aus - die RAF hat echt mit ner blöden Holzhammermethode auf eine Ungerechtigkeit aufmerksam gemacht (oh, ich steig jetzt extra nicht auf das Leid der Opfer ein, sondern bleibe in der Vogelperspektive und schaue nach dem Prozess) aber tatsächlich ist unsere Gesellschaft nach diesen beiden brutalen Explosionen erwacht. Auch wenn es solch Auswüchse wie Neonazis gibt, auf Dauer haben die keine Chance mehr in dieser Gesellschaft. Der Gegenpol, z.B die vielen Familien in Deutschalnd, in denen Mischlingskinder groß werden und die sind heute so um die 20 Jahre alt - wo sich Türken, Asiaten, Schwarze - wo sich alle Religionen durchmischend Menschen zusammen getan haben und somit Unity herstellen - wachsen. Es entsteht eine neue offenen Gesellschaftsform, gerade und durch die Geschichte, dadurch, dass wir alle nie nie wieder sowas hier wollen, haben wir uns für die entgegengesetzte Richtung geöffnet und wir sind dadurch heute Vorreiter einer Entwicklung. Wir haben auch auf der Erde die Pflicht dazu, nach dieser Nazinummer das zu tun und es gibt ne Menge Nationen, die bis heute Völkergruppen ablehnen und von uns lernen müssen. Ob es um die First Nation Amerika geht, um afrikanische Völker oder diese ganzen Grenzkriege - ist doch alles blöder Humbug wenn man sich überlegt, dass wir alle Menschen dieser Erde sind und wir nicht überleben, wenn wir nicht lernen, zusammen zu halten - aber wir werden besser in der Wahrnehmung dieser Verantwortung - ich bin zuversichtlich, wenn ich aus der Vogelperspektive zum Horizont schau, dann habe ich Hoffnung und weiß, dass ich deswegen nicht aufgeben darf, weil Menschen wie ich die Ärmel hochkrempeln müssen und diese Idee verbreiten müssen. Die Aussicht der Vogelperspektive zum Horizont.
Wir Deutschen und gerade wir Berliner und dazu zähle ich mich, weil gerade Berlin ist eine Stadt, die zu - wieviel Prozent waren es - ich hab das Gefühl, zu 50% aus Zugezogenen aus aller Welt besteht und das macht diese Stadt aus, dass ist das Potenzial, was Berlin hat und das hat einen Grund, denn hier liegt das Symbol der zweiten wichtigen Botschaft der Deutschen für die Welt: Die Trennung und Wiedervereinigung.
Nachdem ich gerade über Jugendwerkhöfe in der DDR gelesen habe, es gibt Autobiographien dazu, erschütternd - unvorstellbar - wird mir immer klarer, wie diktatorisch das Regime war - ja, die Mauer hat immer davon gesprochen, aber es gab auch eine gewisse Verklärung über das Thema, weil die sozialistischen Grundgedanken mit Teilen und Gleichheit zusammen hingen - im Grunde eine gute Idee, die zur falschen Zeit und dann vorallem mit Zwang, Druck und Gewalt durchgesetzt wurde. Jedesmal wieder wird der Prozess nicht vollzogen, sondern die Zeit - die Zeit, die eine Entwicklung braucht, nicht zugelassen, sondern erzwungen - ich bin sicher, dass das Grundeinkommen irgendwann kommen wird und sich diesmal hoffentlich auf langsame prozesshafte Weise verbreitet und damit den Menschen ihre Würde gibt, die sie verdienen. Aber die vorbildhafte Handlung ist die Wiedervereinigung, ist die Freude bei der letzten WM - das hat viel geöffnet, die Freude des Spieles - erinnert Euch daran: das hat Deutschland nach Aussen gestrahlt - so geht der Weg - diese Energie, das wir mit Freude, Liebe und Spaß die Welt beschenken, dass wir feiern und lieben, dass ist heute dran - wenn ich diese Ereignisse: Hitler, der Krieg, die Mauer der DDR, RAF, Blumenkinder, friedliche Demonstrationen gegen Aufrüstung im Westen, die friedliche Revolte in der DDR zum Mauerfall und die WM in eine Reihe stelle, dann hat sich etwas verändert hier in diesem Land - und das sind wir Menschen! Und es kann nicht genug Menschen geben, die diese Entwicklung weiter verbreiten, zeigen, nachspielen, neu erfinden. Diese Energie, die in unseren Herzen entsteht, nach Aussen tragen, dass ist irgendwie unsere Pflicht - meine auf jeden Fall, so fühlt es sich an und deswegen auch möchte ich dieses Projekt realisieren, weil es davon handelt: Lets Be Happy Together - Berlin



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