Sonntag, 12. September 2010

Macht mehr Fehler und macht sie immer schneller

oder "Ich darf sein, wie ich will."

Ja klar, darfste das, denk ich. Und seh dir hinterher, wie du beleidigt auf den Balkon stapfst.

Mir ist noch nicht klar, wo mein Fehler in dieser Situation lag, ob ich mehr über gewaltfreie Kommunikation lernen muß oder einfach damit leben, daß mein Gegenüber, obwohl ich kein Urteil über ihn abgebe, meine Worte trotzdem nutzt, um sich selber zu verletzen.

Irgendwie ist es doch ein fettes Thema in unserer Gesellschaft: Fehler machen dürfen. Du bekommst schlechte Noten dafür, Punktabzug und Schimpfe – hmmmpf.

Als meine kleine Tochter letzte Woche das Bürgersteigende übersehen hat und ohne zu schauen mit dem Rad auf die Strasse fuhr und ich sie danach sofort zur Rede gestellt habe, ernst und bestimmt geschimpft habe, hat sie sich die Ohren zugehalten. War ihr zu heftig, mein Geschimpfe. Das beobachte ich immer wieder bei ihr und sehe auch, daß sie sich schämt für ihre Fehler, daß sie sich persönlich angegriffen fühlt, wenn ich sie kritisiere.

Es macht einen wichtigen Unterschied im Leben, zu begreifen, daß Fehler etwas Gutes sind. Fehler lassen mich wachsen, lernen, besser werden.

Fehler sind der Anfang des Erfolgserlebnisses. Erfolgserlebnisse sind Glücksgefühle. Ich habe etwas geschafft, ich habe etwas erreicht, überwunden, gelernt – und es gibt eine Ausschüttung von Botenstoffen, die mich in einen Höhenflug bringen – und der Anfang all dieser wundervollen Gefühle waren einst all die Fehler, die ich gemacht habe, waren der Mangel, daß ich etwas noch nicht konnte, über dessen Können ich mich jetzt so sehr freue – also muß ich doch absolut glücklich sein über jedes Auftreten von Fehlern, weil sie die Chance in sich bergen, daß ich wieder so ein Erfolgserlebnis haben kann, daß ich wieder eine solche Glückshormonausschüttung erleben darf.

Ich habe ein Bild von mir, wie ich gerne wäre. Ich habe eine Vorstellung, wie eine Situation sein soll oder eine Vision, was ich gerne können würde... sagen wir, ich will an Felsen hochklettern können. Ich kann mir vorstellen, wie sich das anfühlt/ sehe mich im Sonnenschein mit Stirnband und Kreide an den Händen an der Felswand hängen... ich gehe los an den Kletterfelsen im Friedrichshainer Park und komm noch nicht mal einen Meter hoch, meine Hände sind aufgeschürft und meine Unterschenkel brennen am nächsten Tag... ich entdecke meinen Mangel, ich entdecke die vielen Fehler, die ich mache und den weiten Weg, den ich gehen müßte um meiner Vorstellung zu entsprechen – aber nur meine Fehler, an der Felswand sehr deutlich der Fehltritt, der mich abstürzen läßt, lehrt mich, daß ich das nächste Mal besser zwei Zentimeter rechts mich festhalte und das ich Muskeltraining brauche, damit ich überhaupt die Kraft bekomme – Ausdauer ist gefragt im Üben. Das Bewußtsein über meinen Mangel in Kombination mit der Stärke meiner Vision/ das Bild, daß ich doch irgendwann da an der Felswand hänge – das beides treibt mich an... und solange ich meinen Mangel nicht persönlich nehme, sondern daraus so was wie sportlichen Ehrgeiz entwickle, macht es Spaß – ich erlebe auf dem Weg kleine Erfolgserlebnisse aus denen ich unglaublich viel Energie für noch mehr Üben ziehen kann – aber das ich Fehler mache oder etwas noch nicht kann (ich nenne das ganz bewußt „meinen Mangel erleben“) verändert ja nicht mich, also ich bin nicht unliebenswert, wenn ich noch nicht so gut an der Felswand hänge, wie jemand, der das schon 2 Jahre übt – ich bin die gleiche liebe, tolle Frau mit oder ohne diese Fähigkeit. Meine Fähigkeiten, daß bin nicht ICH, sondern das ist erlernbar. Fähigkeiten haben mit Übung zu tun, mit lernen und vielleicht eher mit Disziplin und Ehrgeiz, den ich wiederum aus positiven Erfolgserlebnissen ziehe. Das ist keine angeborene Eigenschaft, sondern eine Erfahrung.

„Macht mehr Fehler und macht sie immer schneller“ heißt die Überschrift in einem Zeitungsartikel aus der "Welt" vor ein paar Wochen. Das Zitat hängt fett in meiner Küche und die Tiefe dieser Bedeutung wächst in mir jeden Tag.

Jeden Tag versuche ich mir klar zu machen, daß jeder der mich kritisiert, mir die Chance schenkt, daß ich etwas lerne, was mich hinterher stolz auf mich sein läßt. Jeder kennt das gute Gefühl, wenn er etwas geschafft hat, was er am Anfang nicht konnte. Dieses Gefühl des Ich-könnte-Bäume-ausreißen oder Mir-gehört-die-ganze-Welt... oh, meine Güte, ich habe das eigentlich viel zu selten, finde ich und ich denke immer, daß all die Stars und erfolgreichen Menschen gerade mit diesem Gefühl so beschenkt sind.... das ist ihr Lachen, was ich mir so sehr für mich ersehne – es ist nicht das Geld, das Auto oder die Villa – sondern das Siegerlächeln in ihrem Gesicht, was mich davon träumen läßt, so zu sein wie sie....

Wenn ich die Reaktion meiner Tochter sehe und weiß, daß sie mich als Vorbild ihres Fühlens und Handelns hat, dann muß ich mir wohl eingestehen, daß ich all meine Fehler, meinen Mangel persönlich genommen habe – dann muß ich mir ansehen, daß ich mich selber verurteilt habe für mein Nicht-können, für mein Nicht-Schön-genug-sein, für mein Nicht-Gut-Genug-Sein... immer wieder stolper ich über diese Glaubenssätze in mir, mit denen ich mich selber fertig mache – „Das schaffst du sowieso nicht.“ „Das ist nicht gut genug, nicht pfiffig genug, nicht lustig genug, nicht was weiß ich denn nicht alles“

Dabei ist dieses Urteil einfach nur die Wahrheit – ja, ich bin noch nicht gut genug. Ich kann das und das tatsächlich noch nicht – aber das ist ja nicht schlimm. Ich bin unperfekt, ich bin noch nicht soweit – aber ich lerne es, weil ich will es erreichen und übe, ich übe jeden Tag...

Diese angebliche Schüchternheit hält mich nur davon ab, keine Erfolgserlebnisse fühlen zu können, wenn ich mich aus Angst zu versagen zurückhalte oder es gar nicht erst probiere.

Buddha hat es auch schon gesagt: der Weg ist das Ziel und ich fange erneut an die Tiefe dieses Satzes zu verstehen.

Vielleicht sollte ich mir ein Ritual ausdenken: jedesmal, wenn ich einen Mangel an mir entdecke: ich kann immer noch nicht gut genug schreiben oder koordinieren – ja, daß hat zur Folge, daß ich noch nicht am Ziel bin mit meiner Idee/ meinem Projekt, daß ich meine Vision noch nicht realisiert habe – aber ich begrüße Dich, mein lieber Mangel, sei willkommen, denn ich weiß, wenn ich es geschafft habe, Dich zu füllen, dann werde ich mich mal wieder so richtig glücklich fühlen. So verschönere ich mir den Weg zum Ziel!

Ist also besser einen Mangel zu entdecken und so die Chance auf ein glückliches Gefühl zu haben – als keinen Mangel zu fühlen und niemals ein glückliches Gefühl zu haben – genau, die Leute denken immer, daß man Glücksgefühle einfach so hat – nein, sie sind das Ergebnis von einer Handlung, die ich getan habe, etwas geschaffen habe.

Ja, das möchte ich meinem Kind vormachen, daß ich ein Begrüßungsritual feiere, jedesmal, wenn ich in Schwierigkeiten gerate, Probleme sich zeigen oder ich meine Fehler bemerke – denn all das sind Situationen, die nur auftreten, weil ich was zu lernen habe und ich deswegen die Chance bekomme, wenn ich die Schwierigkeit gemeistert habe, daß Problem gelöst habe, meinen Fehler durch lernen des Besser-machens aufgelöst habe – dann fühle ich mich wie mein eigener Held: glücklich, frei und als ob ich Bäume ausreißen könnte und davon will ich mehr in meinem Leben und so will ich auch meine Kinder lächeln sehen: das Siegerlächeln auf unseren Gesichtern find ich super!

Und ich scheiß drauf, daß ich früher in der Schule gelernt habe, daß ich schlecht bin, weil ich Fehler mach. Dieses Urteil hab ich schon damals als ungerecht empfunden, die hatten ja keine Ahnung, was in mir steckt, hab ich immer gedacht – und ich habs mich nicht getraut zu zeigen, weil ich dann ja noch mehr Fehler gezeigt hätte – und darin dreh ich mich bis heut!

Dabei: wenn ich andere beobachte – na zum Beispiel, wenn ich im Mauerpark das sonntägliche Karaoke anschau: alles Leute, die vollkommen unvollkommen üben und sich dabei zeigen. Da stehn Leute auf der Bühne, die können weder singen, noch sehen sie gut aus, aber sie bekommen einen tosenden Applaus von den fast 3000 Zuschauern. Sie bekommen den Applaus dafür, daß sie sich trauen, sich zu zeigen, eben obwohl sie so unvollkommen sind. Sie bekommen den Applaus dafür, daß sie ihren Mangel nicht gegen sich verwenden, sondern sich trotzdem lieben. Sie bekommen den Applaus, weil sie den Mut haben, sich mit ihren Fehlern zu lieben. Sie bekommen den Applaus, weil sie sich trauen, sich authentisch zu zeigen – so wie sie sind. Weil sie sich ihrer Selbst bewußt sind.

Und, weil sie geübt haben. Jeder von Ihnen hat zu Hause den Text auswendig gelernt und seine Performance eingeübt. Sie geben sich alle Mühe und dafür werden sie belohnt!

Ich lieb sie dafür, für ihre Fehler, für den Mut. Es ist nicht peinlich Fehler zu machen. Wir sind alle unvollkommen, selbst die, die da unsere Idole und Vorbilder sind - sie üben alle. Vielleicht haben unsere Vorbilder wirklich uns Anderen etwas voraus: vielleicht haben die schon begriffen, daß Fehler und Mangel/ das Unvollkommenheit der Anfang ihres Erfolges ist. Vielleicht feiern sie für jeden Fehler, den sie an sich entdecken, für jede Schwierigkeit auf die sie stoßen, ein Willkommensritual, weil sie begriffen haben, daß darin jedes Mal die Chance liegt noch erfolgreicher zu sein!

Echt verrückt: wenn in jedem Fehler die Chance für Glück liegt und wenn Glück doch mein eigentliches Lebensziel ist, dann bin ich ab jetzt d a n k b a r für jeden Fehler, den ich mache. Juhuuu, ich hab wieder einen Fehler gemacht, voll cool, das dreht meine ganze Erziehung um! Jetzt darf ich endlich sein, wie ich will!

Macht mehr Fehler und macht sie schneller - nehmt euch leicht und eure Fehler sportlich.

Samstag, 7. August 2010

somehow I know I´ll be strong

oh, mein Gott, mich flasht es gerade...
Stevie Wonder sagts... ist übrigens von 68... yeah, I was born with this music. lach:



For once in my life I have someone who needs me
Someone I've needed so long
For once, unafraid, I can go where life leads me
And somehow I know I'll be strong

For once I can touch what my heart used to dream of
Long before I knew
Someone warm like you
Would make my dreams come true

For once in my life I won't let sorrow hurt me
Not like it's hurt me before
For once, I have something I know won't desert me
I'm not alone anymore

For once, I can say, this is mine, you can't take it
As long as I know I have love, I can make it
For once in my life, I have someone who needs me

Donnerstag, 5. August 2010

Hey Cop...


-->
Ich hab gestern Abend an der Bar mit nem echten Berlin-Cop ...lach... (er war echt süß) aus der organisierten Kriminalität über die Welt diskutiert...
ich hab es gar nicht ertragen, wie schwarz er diese Welt sieht. Ja, mir ist auch klar, dass er einen anderen Fokus hat, jeden Tag aufs Neue. Geh doch auf die Strasse, sagte er immer, schau es dir doch an. Ja, ich war auf der Strasse und ich möchte etwas verändern. Ich möchte nicht länger zu sehen, wie junge Menschen keine Ahnung haben, wie sie ihr Leben anpacken sollen. Umso mehr komme ich immer wieder zum selben Ergebnis, wenn ich diesen Blick und diese Wirklichkeit auf den Strassen reflektiere: Einer, wenigstens einer muß doch da stehen bleiben und ganz konsequent das Gute beleuchten, einer muß die Hoffnung behalten, muß den Fokus immer auf das Schöne, den Weg und die Möglichkeit heile zu werden, legen. Stellt euch nur vor wir alle würden aufgeben und die Welt nur noch durch diese schwarze Brille sehen und es gäbe keine Hoffnung mehr. Das ist doch naiv, sagte er. Ja! Ja, es ist naiv und das ist Konzept. Ich trainiere meine Naivität, meinen kindlichen hoffnungsvollen Blick, jeden Tag, ganz intensiv.
Ich halte das Leiden in dieser Welt fast gar nicht mehr aus, wenn ich Zeitung lese, dann sitze ich jedes Mal weinend davor, weil ich mich vor den Einzelschicksalen nicht verschließen kann, ich weiß nicht ob es daran liegt, dass ich Drehbuchautorin bin und ich mir gleich überlege, wie sich die Menschen fühlen um so zu handeln oder nachdem sie sowas erlebt haben oder ob ich im Herzen so offen bin, dass mich alles erreicht.... (will sagen, ich wunder mich schon immer, warum nicht alle in den Cafes, die Zeitung lesen, weinend da sitzen... ich hab immer ne Sonnenbrille dabei, die ich dann schnell runterzieh...) aber um so mehr, für jeden Einzelnen da draußen, möchte ich daran festhalten. Ich werde die Hoffnung nicht aufgeben, niemals und ich werde jeden Tag dafür kämpfen, dass Menschen ihre Träume verwirklichen und sich auf ihren Weg begeben, glücklich werden zu können. Ja, es sieht auf den ersten Blick so naiv aus, aber glaubt mir, es ist eine ganz schöne Anstrengung konsequent den negativen Blick abzuschneiden, den Zweifel rauszuwerfen, die Rückschläge auszuhalten, wieder von vorne anzufangen, die Ängste zu verjagen.
Aber was ist der ANDERE WEG? Es reicht ja nicht, das Negative zu ignorieren. Der andere Weg ist alles, was gute Gefühle auslöst. Nicht nur träumen, sondern machen und ich meine wirklich gute Gefühle, nicht der Kick einer Droge, der dich danach um so tiefer abstürzen lässt. Ich nenn es das Spaß-Prinzip! Ja, lass bei jeder anstehenden Entscheidung, bei jedem Schritt den Du gehst dein gutes Gefühl entscheiden und wenn es schlecht ist: NO, wrong way. Lass den Spaß entscheiden darüber, ob du richtig bist mit diesen Menschen, in dieser Situation, in diesem Beruf. Ich sag nicht, dass das leicht ist, wir alle müssen üben. Wenn wir tanzen lieben, müssen wir das üben, wenn wir singen wollen oder Bücher schreiben oder verkaufen wollen, wir müssen üben und dran bleiben – der Weg ist ds Ziel, mach dir das klar.
Wir haben einen Freund in unserer Bar, der sein Leben inzwischen so eingerichtet hat und es ist ein geflügeltes Wort zwischen uns geworden: wir „Schrödern“ heut mal wieder. Er tut was er will, er geht, wann er will, er trifft, wen er Bock hat, er schläft lange, wenn er will ... und ich kenn ihn nur lachend.... es sieht heute so leicht aus und wir beneiden ihn alle darum, aber auch er hat sich sein Leben erstmal so einrichten müssen, dass sein Beruf, das Geldverdienen zusammenpasst mit seiner Liebe zum Nachtleben. Und ich bin mir sicher, dass auch er immer wieder damit kämpft, seinen Löchern auszuweichen, aber ich erlebe ihn und er strahlt. Ich ziehe echt meinen Hut vor ihm. Und wisst ihr, was passiert, wenn er in den Laden kommt, dann siehst du, wie sich alle freuen. Diese Menschen, die sich das wagen, leuchten und sie werden zu Magneten, zu Vorbildern für Andere. Es gehört Mut dazu, so konsequent seinen Willen, seine Träume zu erforschen und sie wirklich auszuleben, egal wie schräg sie sind!
Ich habe keine Ahnung, warum Spaß haben so verpöhnt ist in unserer Gesellschaft und verbunden wird mit Oberflächlichkeit. Ich finde Spaß haben, lachen, Freude, Humor ist der Heilungsweg für jeden und eine echte Herausforderung.
Und wenn wir nicht voran gehen, wie sollen unsere Kinder das sonst lernen. Wenn wir nicht anfangen es anders zu machen, etwas Verrücktes, ganz Positives in Welt zu bringen, einen Weg zu gehen, der uns glücklich macht und den nach mir andere auch beschreiten können – wer denn sonst, wenn nicht wir? Wenn wir nicht diese Pfade austreten und den Weg sichtbar machen, wer soll es denn machen.
Es ist so einfach sich dem täglichen Nörgeln, Meckern und Verurteilen hinzugeben. Die Welt ist so schlecht und man hat doch eh keine Chance, kein Geld, niemand will uns, alles ist schlecht.... NEIN.
Es ist nicht nur meine Lebenszeit zurück, die ich verschwende, wenn ich mich dem Negativen hingebe. Es geht um meine Kinder, um alle Kinder, um alle Jugendlichen und ach, eigentlich um jeden, egal wie alt er ist, es geht um die, die nicht wissen wo sie lang gehen solln. Und ich weiß genau wie sich das anfühlt. Ich wünsch das niemandem und jeder sollte so schnell es geht da raus können und wir alle können helfen!
Ich, wir alle, jeder von uns, wir alle können voran gehen – das Einzige was uns immer bleibt in uns selber sind unsere Träume. Unsere Träume sind so wichtig, sie sind das, was wir eigentlich in diesem Leben erreichen wollen. Jeder von uns hat sie. Gebt sie nicht auf, holt sie heraus und traut euch sie zu leben. Wir alle haben Angst davor zu versagen, ausgelacht zu werden und alleine zu sein – aber ich finde es hilft, wenn man weiß, das wir alle mit Wasser kochen, dass wir alle dieselben Ängste haben und alle den gleichen kieksen Glücksschrei tun, wenn wir ins kalte Wasser springen. Lets go for a better world!
Hey Cop, ich weiß deinen Namen nicht, aber am liebsten würd ich mal zwei Nächte mit Dir durchtanzen, damit dein Leben wieder in Bewegung kommt. Es berührt mich tief, wenn Menschen, die am Nabel der Welt arbeiten so die Hoffnung verloren haben. Wir alle dürfen nicht aufgeben. Das haben wir versprochen als wir hier hin kamen. Jeder von uns. Wer soll den Kids da am Nabel denn sonst die Hoffnung geben, dass sie da raus kommen, wenn nicht Du?

Samstag, 31. Juli 2010

love happens

Als ich gestern meine Schauspieler das erste Mal zusammen vor der Karaokemaschine singen hörte, mußte ich voll heulen... es wird funktionieren, ich hab es fühlen können. Ich hab die gesehn und gewußt, dass alles gut wird.... und wenn diese Angst zu versagen von einem fällt, dass ist sooo wunderschön und deswegen mußt ich heulen.... Mimi sagt, ich wäre ne Heulsuse, lach, bin ich auch. Es gibt so Tage, wie heute, da könnt ich den ganzen Tag weinen und es ist kein Schmerz, sondern weil ich so froh bin oder dankbar oder so. Weil ich es nicht fassen kann, daß ich diese wundervollen Tage wirklich erlebe. Das fing heute morgen damit an, daß Marie mir aus dem Urlaub die Nachricht „Ach, Mamilein“ schrieb... love happens.... es ist dann als ob mein Herz glüht und zerplatzt, weil ich so viel Liebe fühle. Es sind echt diese stillen kleinen Dinge, die mich so berühren. Wenn Mimi genau dann anruft, wenn ich ihr gerade ne Sims schreibe und sie kreischt immer so, wenn sie sich freut... also, sie kreischt wirklich laut. Oder wenn Sascha zum dritten Mal meine Freundschaft auf Facebook bestätigt und immernoch über mich lachen kann und Katrin, die wie immer den richtigen Riecher hat und mit ihrem Feedback echt Wege bahnt... immer wieder den Gedanken im Visier, dass alles, was dir im Aussen passiert nur eine Projektion dessen ist, was Du Dir gerade selber antust und immer mit der Aufforderung im Gepäck, dass, wenn dir was fehlt, dass Du dann aufgerufen bist, es reinzubringen... also unser westliches Denken voll auf den Kopf stellend – aber es funktioniert! Es schon schräg, bei was man sich ertappt, wenn man diese Gedanken stringent bei jeder Situation anwendet und sich selber gaaaanz ehrlich in die Karten schaut! Und am Ende steht dann jedesmal, das alles gut so ist, wie es ist und nicht besser hätte kommen können – so cool, solche Menschen um mich herum zu haben, die voll ihr Ding machen, so fein sind und deren Lebensfreude mich echt hier durch die Tage fliegen lässt. Da kann man doch mal heulen vor Glück, find ich. Passiert ja nicht jeden Tag.

Es sind diese Tage, wo ich mal anhalte, Luft hole von diesen 12 Stunden Arbeitstagen und hinschaue, was gerade passiert in meinem Leben... es ist diesmal anders als sonst. Es passiert und ich steh mitten drin. Und es umflutet mich wie eine wilde Welle. Es ist frei und einfach da... es ist heute, ohne Erwartungen und Plan kommt alles ganz von alleine. Ich hatte noch nie den Mut einfach zu warten – und es kommt wirklich, es kommt zu mir, es ist echt verrückt, es passiert ganz von alleine – und es ist echt so: es ist immer ganz anders als ich erwartet habe und immer besser kann ich meine Erwartungen, also die Gedanken um das, was ich erwarten könnte, sein lassen und erwarte es einfach. Ich ertappe mich dabei morgens loszuarbeiten, klar immer schön mit Plan und ToDo-Listen, aber dennoch mit dem Gedanken, was wohl heute wieder für eine Überraschung passiert, die alles plötzlich ganz anders werden lässt. Keine Ahnung, wie das passiert ist, dass ich das Leben anders angeh... erst war es nur ablenken, um nicht in dem Liebeskummer nach der Trennung zu versinken und dann hab ich gemerkt, dass es genau das ist, was alle immer mit dem Zauberwort "Loslassen" betiteln... Spaß haben, es sich heute gut gehen lassen, Glück richtig zu provozieren. Und auf der anderen Seite seine Ideen oder Vorstellungen nicht so festgefahren behalten wollen, sondern nur einmal denken, loslassen und neugierig erwarten, wie das Beste daraus entstehen kann. Denis hat mich darauf gebracht oder eigentlich seine kleine Tochter, der ich letzens am See Pipi Langstrumpf Geschichten erzählt habe – und eigentlich ist es voll der Spiri-Gedanke, dieser Slogan mit dem Pipi lebt – ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt – da stecken alle Universums-Wunsch-Manifestationsgedanken schon drin und damit sind wir alle schon als Kinder gefüttert worden... also mit dieser Idee. Dank Astrid Lindgren!

Donnerstag, 15. Juli 2010

under the influence of love

Oh mein Gott, ich fass es nicht... es ist Sommer in Berlin.


Ey, ich spürs am ganzen Körper
Bumm, bumm machts hier
und in den Füßen auch
Kann nicht aufhören an Dich zu denken
Ich fühls voll, lets check it up, hey!
Kann nichts versprechen,
aber jetzt, jetzt fühlt es sich so voll geil an.

Los, Schlaf mit mir, kein Spiel, kein Plan, nur jetzt und hier
es ist Sommer in der Stadt, das Leben gehört voll uns
einfach wild und frei und wir sind dabei

Wie ne Flutwelle hats mich erwischt
Alles dreht sich, alles tanzt.
Ich will Spaß und Lachen mit Dir
die ganze Nacht dir in die Augen sehen
´Fass es nicht, was hier passiert.
Ich schreie vor Glück
Du bist da und ich bin hier

Los, Schlaf mit mir, kein Spiel, kein Plan, nur jetzt und hier
es ist Sommer in der Stadt, das Leben gehört voll uns
einfach wild und frei und wir sind dabei


Hab mein Leben mit nem Ziel
brauch meine Zeit
mit meinem eignen Stil
Wir sind drin, das ist Leben
Soviele Typen ziehn vorbei
Du sprengst das alles nebenbei
Ich will dich küssen und voll spürn

Los, Schlaf mit mir, kein Spiel, kein Plan, nur jetzt und hier
es ist Sommer in der Stadt, das Leben gehört voll uns
einfach wild und frei und wir sind dabei

wenn nicht jetzt, wann dann
wenn nicht hier, wo sonst
es ist alles richtig, sag ich dir
ich will nicht warten, no more
wenn nicht du, wer denn sonst
ich spring ins kalte wasser
bin zu allem bereit

Los, Schlaf mit mir, kein Spiel, kein Plan, nur jetzt und hier
es ist Sommer in der Stadt, das Leben gehört voll uns
einfach wild und frei und wir sind dabei

es fühlt sich voll cool an,
mein herz und mein bauch
ey, ich werd mir selber einfach folgen
werd so sein wie ich bin
los trau dich, wir spring darein
das Wasser ist voll kalt
und ich schrei vor Glück

Los, Schlaf mit mir, kein Spiel, kein Plan, nur jetzt und hier
es ist Sommer in der Stadt, das Leben gehört voll uns
einfach wild und frei und wir sind dabei