Dienstag, 14. März 2017

Die Energie im 64er Tetraeder

Wie bringen wir Energie in einen Körper? Gute Frage. Ich kann eine Erfahrung berichten. Ich war letzten Sommer auf dem Sommertanz in den Pyrenäen. Für den Sonnentanz wird ein Kreis angelegt, mit geschätzt wenigstens 20 Metern Durchmesser, aufgebaut wie ein Medizinrad. In alle vier Himmelsrichtungen gibt es ein Tor. Man tritt über das Tor im Westen auf den Platz ein. Es gibt unterschiedliche Zuordnungen bei verschiedenen Medizinrädern, welche Himmelsrichtungen zu welcher Energie gehört. Ich habe die Himmelsrichtungen in mir genauso zugeordnet, wie ich es auf dem Sonnentanz in den Pyrenäen erlebt habe, so ist der Westen = Erde, der Norden = Luft, der Osten = Feuer und der Süden = Wasser. Das gibt’s wie gesagt aber auch anders bei den unterschiedlichen indigenen Völkern. In der Mitte des Tanzplatzes wird der heilige Baum aufgestellt, an dem jeder Tänzer 365 Gebete hängt, jedes Gebet ein kleines Säckchen an einem Faden. Es waren über 150 Tänzer letztes Jahr, also über 54.000 Gebete, die den Baum schmückten. Die Mitte ist heilig, der Ort, der die Verbindung ins Universum und zur Mutter Erde herstellt. Die 150 Tänzer werden in Reihen aufgeteilt und geführt in bestimmte Positionen gebracht. Aus der Vogelperspektive sieht man, dass diese Positionen Bilder sind. Da wird mit den Menschenketten gemalt: ein Stern, ein Adler, eine Schlange, etc. Die Tänzer stampfen im Rhythmus der Motherdrum auf den Boden und geben sowas wie Morsezeichen an Mutter Erde. Sie tanzen die Figur wie Trommelschläge und geben so eine Nachricht in den Boden mit der Form, die alle gemeinsam zusammen auf dem runden Feld des Tanzplatzes ergeben. Jedesmal, wenn ein Tänzer eines der Himmelsrichtungstore passiert, dreht er sich und läd die Energie der Elemente in den Kreis ein. Also jedes Mal, wenn alle Tänzer einmal den Kreis umrundeten – und das taten sie hunderte Male innerhalb der vier Tage – drehte sich jeder der 150 Tänzer vor jedem Tor – diese Energie der Himmelsrichtungen wurde wieder und wieder und wieder in den Kreis gerufen. Und das ist nötig, denn die Tänzer fasten die vier Tage, die sie tanzen. Sie essen nicht und trinken nicht und tanzen den ganzen Tag mit kleinen Pausen. Es gibt noch viele, viele Details mehr über die man hier berichten könnte, wie die Opfergabe an Mutter Erde der einzelnen Tänzer oder die Räucherungen. Dort wird nicht in kleinen Schälchen geräuchert, sondern der Tanzplatz wird von mehreren Räucherfrauen mit riesigen Räuchereimern voller Feuerglut und Kräutern eingenebelt. Der Platz wird auf diese Weise gereinigt und aufgeladen. Oder das jeder Tänzer auf dem Kopf, an den Füßen und den Armen ein Band aus Salbei trägt, der tief reinigt. Doch das wichtige ist: Man würde denken, man wäre von Tag zu Tag schwächer. Doch das ist nicht so. Auch wenn das Fasten und nicht trinken zerrt, so läd die Zeremonie einen total auf. Der Tanzplatz läd sich mit jeden Tag mehr und mehr mit Energie auf. Ich konnte den Unterschied stark spüren zwischen dem Tanzplatz und den Orten an denen wir uns ausruhten. Selbst im Tipi, in dem wir schliefen, mit dem Tag und Nacht brennendem Feuer der Liebe oder in der täglichen Schwitzhütte, war nicht die gleichen Kraft wie auf dem Tanzplatz zu spüren. Dieser Kreis, gesäubert, aufgeladen und mit Gebeten die Energie der Liebe angerufen, war ein Energiespender. Sobald man ihn betrat konnte man die Energiewellen spüren. Und die Verbundenheit der Menschen – wir gemeinsam, als ein Ganzes, malten ein Bild, eine Botschaft – war deutlich spürbar.
Das Außen war immer angebunden, denn schon in den Gebeten ist es angelegt: man betet 1 Gebete für sich und 6 für andere. Das ist eine wichtige Ausrichtung! Oder die anderen unterstützenden Helfer außerhalb des Kreises aßen und tranken für uns Tänzer und schickten uns ihre Kraft. Am Ende eines Tanzes, der sich immer auf die Mitte, die Gebete bezieht, auf den heiligen Baum, wird die Essenz durch die Pfeifenträger und in einer Zeremonie aus dem Kreis nach Außen gegeben.
Es war ein unglaublich intensives Gefühlserlebnis an diesem Sonnentanz mit zu tanzen. Nicht wegen dem Piercing, wie alle immer meinen, sondern wegen der deutlich spürbaren ansteigenden Energie im Feld. Wegen der Focussierung darauf, warum ich überhaupt tanze. Wofür ich tanze und das ich getragen bin in der Verbindung mit vielen Menschen und sich mein System reinigt, ausrichtet und nachher nichts mehr so ist, wie vorher. Die Energie, die sich dort Raum geschaffen hat, wirbelte mein ganzes Leben auf. Man sagt, sie arbeitet ein ganzes Jahr. Ich habe noch nie eine solch schnelle Transformation erlebt, wie seit her. Von außen mag mein Prozess vielleicht immer wieder erschreckend erscheinen, aber ich hier drinnen war dabei und weiß, dass sich alles aufräumt und neu sortiert. Alles was unwahr, hinderlich oder bremsend ist in meinem Leben sortiert sich seither aus.  Sehr beängstigend bisweilen und anstrengend. Doch ich kann sehen, wie sich das Neue gleichzeitig aufbaut und festigt. Es ist hoffnungsvoll und aufregend und lebendig. Komprimiertes Er-Leben.
Also zurück zur Frage. Wie läd man einen Körper auf? Wie kommt Erde, Luft, Feuer und Wasser hinein? Ich habe dort erlebt, wie ein Körper – der Kreis – aufgeladen wird über die vier Richtungstore, die im Medizinrad den Elementen zugeordnet sind. Wie die Mitte das Zentrum der Energie ist und der Außenkreis mit den vier Richtungen das Feld stützt.
Ich hatte diese Erfahrungen schon vorher gemacht, als ich begann mit einem eigenen Medizinrad zu Hause zu arbeiten. Die vier Richtungen, täglich angerufen, konnte ich gut um mich spüren. Wie ein Stützring, der mich aufrichtet. Als ich Anfang 2015 aus dem Schmetterlingsprozess die 13 Schritte erfühlte, war das eine Erweiterung der vier Richtungen. Die 13. ist die Mitte, die bedingungslose Liebe, oder der Baum auf dem Sonnentanz. Und dann gibt es jeweils 3 Schritte oder 3 Punkte in jede der vier Himmelsrichtungen. Ich habe diesen Punkten Namen gegeben, die für mich einen Sinn ergeben für einen Transformationsprozess. Ich habe diese Ideen dafür aus der Analogie mit der Schmetterlingsmetamorphose abgeleitet – das kann man auf meinem Blog nachlesen – seitdem rufe ich jeden Tag die Energien der 13 Schritte in die vier Richtungen an und aktiviere somit ein Energiefeld um mich. Die viele Übung damit hat gemacht, dass ich inzwischen spüre, wenn eine Richtung gerade nicht stabil ist in mir oder bei meinem Gegenüber und sogar spüre, welcher der Schritte gerade instabil ist und so kann ich mich auf eine Stelle konzentrieren, auf eine Idee dazu und mich oder andere wieder ins Gleichgewicht bringen. Mich hat diese Übung mit meinem Energiefeld stabilisiert. Meine Heilung ging erst richtig gut und schnell voran, als ich mein Energiefeld um mich selber halten, aktivieren und ausgleichen lernte. Deswegen gebe ich die 13. Schritte und ihre Übungen gerne an Menschen weiter, die Unterstützung in einer tiefen Transformation brauchen. Es ist kein Wundermittel, daran glaube ich nicht, dass wir Menschen hier inkarniert sind um via Wundermittel zu heilen und nichts davon zu kapieren oder in uns zu erfahren -  ich erlebe die Menschen als Wesen, die Erfahrungen suchen und selber einen Weg gehen wollen. Jeder auf seine Weise. Und dieses System unterstützt dabei dass jeder auf seine Weise voran gehen kann. 
Warum nun diese Erweiterung zum 64 Tetraeder? Ich habe in den letzten Jahren sehr viel in mir, tief in mir gegraben, aufgeräumt und beleuchtet. Dennoch gab es in mir eine Stagnation. In meinem Innenraum bin ich immer klarer und stabiler geworden, doch ich hatte keine Ahnung, wie da raus. Viel Zeit ist so vergangen bis ich so einsam fühlte, dass ich meine Tür wieder aufgemacht habe. Ich habe das Außen um Hilfe gebeten, habe meine engsten Freunde um Hilfe gebeten und ich habe in den letzten Wochen ein Wunder nach dem anderen erlebt. Ich habe erlebt, wie das Außen – nachdem ich Innen aufgeräumt hatte ß die Reihenfolge ist wichtig!!! – mir auf eine Weise hilft, die ich nie für möglich gehalten hätte. Nochmal: ich musste mir erst selber Innen helfen, damit die Spiegel der Außenwelt mir helfen konnten. Ich schreibe das, weil ich bevor ich mein Innen aufgeräumt habe, jahrzehnte damit verbracht hatte vom Außen Hilfe zu fordern und das hat nie funktioniert.
Also zurück: Ich erlebte Wunder von Außen und konnte spüren, dass Außen zutiefst an mich glaubt. Dieser Glaube kam als eine Energie bei mir an, die meine Türen aus den Angeln gehoben haben. Mein System dreht sich gerade mit einer neuen Ausrichtung. Es öffnet sich neuen Verbindungspunkten, die im Außen liegen. So entsteht ein geometrisches Gebilde mit 13 Punkten Innen, die sich in vier Richtungen aufteilen und diversen Punkten im Außen, die mich voran ziehen. So passiert eine Bewegung im stabilen Raum. Mit Verbindungslinien nach Innen und Außen. Ich nehme mich als ein Teil einer Ganzheit wahr. Ich bin Künstlerin und versuche diese Erfahrung in sichtbare, körperliche Dimension/Formen zu übertragen. Der Tetraeder ist perfekt dafür. Die Verbindung des Tetraeders mit meinem 13 Schrittesystem. Denn dieses System steckt im 64er Tetraeder. Er baut sich Innen genauso auf, wie ich es oben beschrieben habe. Die Mitte innen, dann in der ersten Schicht vier Tetraeder in vier Richtungen, aber eben nicht zweidimensional, sondern dreidimensional – das ist der Unterschied zum Medizinrad.  In der zweiten Schicht sind dann jeweils drei Tetraeder an jedem Tetraeder der ersten Schicht, wie bei meinen 12 Schritten im Außenkreis. Und ich empfinde mich als sei eben genau auf dieser Schicht eine Membran, eine Art Spiegel, die ich bin. Es gibt ein Göttliches in mir und ein Energiefeld in mir, was mich gelehrt hat mich zu tragen, mitten erden, etc und dann gibt es etwas außerhalb von mir, was aber angeschlossen und abhängig von Innen ist. Und der 64er Tetraeder hat dann noch mal zwei weitere Schichten mit jeweils 24 Tetraedern, die jeweils 4 Tetraeder sitzen auf einem der 12 Schritte (Tetraeder der zweiten Schicht). Das symbolisiert die Hilfe von Außen. Ich kam auf die Idee der Membran im 64er Tetraeder sein auch, als ich sah, dass zB der Baum des Lebens in der Blume des Lebens steckt, auch von der Idee macht das Sinn. Als ich dann sah, dass der 64er Tetraeder 12 Spitzen außen hat, habe ich ihn selber gebaut um zu schauen, wie er Innen ist. So und die Erfahrung die ich in den Letzten Jahren gemacht habe, bringt hier alles zusammen. Ich habe erlebt, dass man sich aufladen kann durch Aktivierung von Kräften in einem selber. Ich habe erlebt, dass man eine energetische Aufladung spürt, wenn im Außenraum vier Punkte aktiviert werden. Ich halte die vier Himmelsrichtungen für sehr kraftvoll – die Kombination aus Erde, Feuer, Wasser und Luft ist ein Kräfteensemble, was mich zutiefst beeindruckt. Sowohl auf dem Sonnentanz als in meiner eigenen Testung habe ich die Aktivierung eines Feldes um mich herum stark gespürt. Ich habe Räume mit den 13 Schritten in vier Richtungen aktiviert und ein Jahr lang ein Heilnetz um Berlin gespannt, auf die gleiche Weise. Was mache ich da? Ich aktiviere Orte, Gegenstände, Bäume, etc mit einer Aufgabe dem Feld innen zu helfen. Sowie der Baum in der Mitte des Tanzplatzes aktiviert wurde mit dem kompletten Ritual: dem Tanz, der Bewegung, der Trommel, des Rauches, der Berührungen der Menschen und den vielen, vielen Bitten und Anrufungen um Hilfe. Es ist wie eine super hohe Konzentration an Energie die man auf einen Punkt konzentriert und mit einem bestimmten Gedanken initiiert. Ich bete, ich rufe die geistige Welt um Hilfe, ich trommle und singe und bitte. Ja, ich bitte um Hilfe aus dem ganzen Universum und von Mutter Erde und allen Engeln und Helfern. Ich rufe die Krafttiere und die Weisen des Himmels. Ich rufe die uralten Kräfte aus Atlantis und aus Avalon. Ich rufe die Buddhas und Shivas und alle Pfanzengeister und wer immer mit guter Energie helfen möchte. Ich habe es oft erlebt, dass es funktioniert. Ein Geschäft, was nicht lief und danach gute Umsätze macht, ein Haus der Bewohner endlich Frieden miteinander leben können oder die Energie meines Praxisraumes, der seit Jahren täglich aufgeladen wird. Innen funktioniert das wunderbar. So hole ich die Kraft der vier Elemente in ein System oder an einen bestimmten Punkt.
So und jetzt, ganz neu, aktiviere ich also im Außen für jeden der 12 Schritte weitere 4 Helfer-Tetraeder, sogenannte 4-Elemente-Punkte. So dass es im Innern ein festes Netz gibt und im Außen und dazwischen bin ich gehalten, verbunden mit allen Punkten. Und ich aktiviere wirklich hier auf Erden im Außen jeweils 4 Punkte für jede Intention.
Zum Beispielt, nehmen wir Schritt 1, die Bereitschaft, die zum Tor des Westens gehört. Ich aktiviere nun vier Punkte hier in meiner Wohnung, die mich im Außen in meiner Bereitschaft unterstützen. Bereitschaft ist der Anfang, ist der Morgen, also wähle ich meine Zahnbürste, meine Toilette, meinen Kleiderschrank und einen bestimmten Stein, den ich morgens gerne bei der Meditation halte. Diesen vier Gegenständen im Außen gebe ich die Aufgabe mich täglich im Unterbewusstsein an meinen Bereitschaft zu erinnern. Jeder Gegenstand bekommt eine individuelle Aufgabe. Es geht darum, dass meine Blockaden und Widerstände sich mehr und mehr lösen – zB mit jedem Abspühlen der Toilette. Das sage ich dem Gegenstand und damit aktiviere ich in meinem Unterbewusstsein eine tägliche Wiederholung in mir.
Ein 4-Elemente-Punkt kann aber auch eine Übung sein, die ich tägliche mache, indem ich meinen Geist trainiere. Um gewisse Konditionierungen in uns wirklich für immer zu ändern, brauchen wir bis zu 200 Tage. Für diese Zeit habe ich eine nächtliche Meditation entwickelt durch Delta-Wellen unterstützt, die direkt das Unbewußte erreicht. Das ist zB der 4-Elemnte-Punkt des 2. Schrittes, des Ziels, in Verbindung mit dem Luft-Element, dem geistigen Ausrichten auf das Ziel. USW, es gibt also 48 Aktivierungen im Außen, die ich vornehme plus die 12 Schritte und die 4 Himmelsrichtungen im Kern – dann haben wir 64 Punkte aktiviert um uns, die uns täglich, beständig helfen.
So, nun stell dir dies wieder als Geometrische Figur vor, in der du dich bewegst und gehalten bist. Die dich unterstützt in deiner Ausrichtung auf ein Leben im authentischen Sein. Ein Jahrestraining, indem wir nach und nach diese 64 Punkte aktiviert, ausgerichtet auf die 4 Richtungen mit den 12 Schritten und der 13, auf der jeder steht.
Ich habe festegestellt, dass innere und äußere Arbeit gleichzeitig wichtig ist um erfolgreich zu sein. Und ich meine mit Erfolgreich nicht, Auto, Haus oder sonstige Besitze. Sondern der Erfolg eines Lebens hier, ist so authentisch wie möglich leben zu können. Verbunden mit Menschen, die mir gut tun und wachsend in Situationen, die mich fröhlich, tief und geliebt fühlen lassen. Mich selber sehend, gesehen werden und andere sehend. Wenn ich mich nur auf geistige positive Ausrichtung konzentriere, aber meine inneren Wunden nicht fühle, bricht mein System immer wieder zusammen. Wenn ich nicht authentisch sein kann, erschöpfe ich mich. Wenn ich nur Innen in der Höhle agiere, fühle ich mich einsam – es darf also eine Ausrichtung auf verschiedenen Richtungen sein – da sind sie wieder die verschiedenen Richtungen gleichzeitig. Ja und ich finde die Idee der heiligen Geometrie sehr einleuchtend. Der 64 Tetraeder ist das stabilste System, was es gibt. Die vier Richtungen sind schon enthalten in jedem einzelnen Tetraeder durch seine dreidimensional angelegten 4 Punkte und vier Seiten. Ich gebe ihnen eine Bedeutung, abgeschaut bei den Medizinrädern der alten Weisen. Abgeschaut in der Natur, bei den Jahreszeiten oder bei der Analogie eines Tieres, was eine erstaunliche Wandlung im Leben vollbringt, was sich im Cocon auflöst in Zellbrei und etwas komplett Neues erschafft, obwohl das alte System versucht das Neue zu verhindern. Der Schmetterling, mit seinen Millionen gelungenen Metamorphosen, ist uns ein weises Vorbild in der Art wie wir voran gehen können. Die neuen Zellen überleben nur, weil sie sich zusammenfügen zu Clustern und Verbindungslinien untereinander aufbauen. Auch diese Cluster und Vernetzungslinien ergeben eine geometrische Figur im Zellbrei, die sich nach und nach stabilisiert. Erst mit dem überwinden des Tippingpoint bauen sich die Stammzellen um in einen Schmetterling. Und wie wir, muß er erst schlüpfen und Kontakt mit Außen aufnehmen bevor er seiner Bestimmung, seine Art bestehen zu lassen, erfüllen kann. All diese vielen Informationen komprimieren sich in diesem Tetraeder- System auf eine stabile Form. Energie folgt der Aufmerksamkeit. Mögen wir sie lenken, damit sie uns befreit. AHO

Danke für deine Frage.



Freitag, 10. März 2017

13 Schritte im 64 Tetraeder

Heilige Geometrie - der 64 Tetraeder ist ein stabiler Träger von Energiepotential. Seine Kräfte sind vollkommen im Gleichgewicht. Es gibt 64 mögliche Codes in der DNA oder beim I-Ging finden sich die 64 Möglichkeiten des Wandels wieder. Ich habe es gerade mit 64 Ton Tetraedern gebaut um zu verstehe, wie sich das Gebilde zusammen setzt und es funktioniert. Ich bin zutiefst erstaunt! Die 13 Schritte im 64 Tetraeder! Damit wird die Arbeit mit den 13 Schritten ein stabiles Matrixsystem.
Im Kern, ganz in der Mitte, ist ein leer Tetraeder: die bedingungslose Liebe. der 13. Schritt. Dann folgt eine Schicht mit 4 Tetraedern - Erde, Luft, Feuer und Wasser - in der nächsten Schicht gibt es 12 freie Tetraeder-Andockplätze - die 12 Schritte, derren 13. Schritt, die Mitte, die bedingungslose Liebe ist. In der nächsten und übernächsten Schicht sind jeweils 24 Tetraeder-Andockplätze frei. An jedem der 12. Schritte docken 4 freie Plätze an - in zwei Schichten - so dass die 12 Schritte jeweils die Energie von den 4 Elementen bekommen. Aktivieren wir in uns und um uns diese 64 Schritte, sind wir umgeben von einem System, was sich in uns wiederfindet, in der DNA - wir aktivieren also das Zellprogramm von MIllionen von Zellen, die uns unterstützen im Körper. Mit der Aktivierung dieses 64 Tetraeders können wir unser authentisches Sein aktivieren. Genauso, wie wir gemeint sind und das ist der Weg.
 
Hier gibt es mehr Informationen über die 13 Schtritte: http://schamanin.ninaschmitz.de/p/schmetterlingsporzess.html

Bleistift und Acryl auf Papier, 84 x 60 cm
mit Tonskulptur.

Bleistift und Acryl auf Papier, 84 x 60 cm
mit Tonskulptur.

Bleistift und Acryl auf Papier, 84 x 60 cm
mit Tonskulptur. 
In der zweiten Schicht, von 4 Schichten Tetradern sind es genau 12 Tetraeder. Die 12 äußeren Schritte der 13 SChritte, die die Mitte, die bedingungslose Liebe in sich tragen. Hier gibt es eine weitere Schicht dazwischen mit 4 Tetraedern, die vier Richtungen, in die sich die 13 Schritte aufteilen. Jeweils 3 Schritte gehen in eine Richtung.


Bleistift und Acryl auf Papier, 84 x 60 cm
mit Tonskulptur.
 So bauen sich die Tetraeder im 64 Tetraeder auf: Innen ein leer Tetraeder, der umschlossen wird von 4 Tetraedern an denen jeweils drei Tetraeder (12) andocken, an denen jeweils 2 Tetraeder (24) andocken auf denen nochma jeweils zwei Tetraeder (24) sitzen. Das macht dann 64.

Bleistift und Acryl auf Papier, 84 x 60 cm
mit Tonskulptur. 

Das Energiekreuz der Vier Richtungen
Himmelsrichtungen
Westen
Norden
Osten
Süden
Mitte
Elemnte
Erde
Luft
Feuer
Wasser
Senkrechte Verbindung zwischen Erde/Universum 

7 Chakren
1. Mouladarachakra
2. Svadhistanachakra
3. Manipurachakra
4. Anahatachakra
5. Vishudachakra
6. Ajnachakra
7. Sahasrarachakra

Schmetterlings-prozess
Raupe
Cocon
Schlüpfender Schmetterling
Paarender Schmetterling

Eier
13 Schritte von Nina Schmitz

1.Bereitschaft
2.Ziel
3.Kontinuierliche Disziplin
4.Klarheit
5.Selbstverantwortung
6.Bedingungslose Ehrlichkeit
7.Mut
8.Stille
9.Wahres Handeln
10.Gnade
11.Leichtigkeit
12.Verbindung mit Menschen

13.Bedingungslose Liebe
Im Menschen
Körper
Geist
Kraft
Emotionen
Das Göttliche

Ebene
in der homöop. Verreibung
C1.Körperliche Symptome
C2.Emotionaler Zustand, körperliche Eben wird ausgeheilt
C3.Mentale Konzepte, Innere Bilder, für tieferes Verständnis der Emotionen
C4.Einheit des Seins
C5.Kollektiv Ebene
C6.Archetypen
C7.Göttliches
Bewusstsein

Auraschichten
1. Ätherkörper
2. Emotionalkörper
3. Mentalkörper
4. Astralkörper
5. Ätherische Blaupause
6. Himmlischer Körper
7. Ketherischer Körper

Kräfte
Bodenständigkeit
Klarheit
Reinigung
Liebe
Aufsteigende Energie

Tarot
Scheiben
Königin
Schwerter
Prinz
Stäbe
Ritter
Kelche
Prinzessin

Große Arkanen
Christliche Energie
Mutter Maria
Jesus
Josef
Maria Magdalena
Gottliches Sein

Freitag, 3. März 2017

Hinter dem Opfer sitzt unsere Leichtigkeit

Wenn wir dem Opfer in uns folgen, dann finden wir dahinter, verborgen, unsere Tatkraft wieder, unsere Verspieltheit – mit den Millionen kreativen Lösungen, die unser Geist hervorbringen kann. Doch wer traut sich schon gerne in sein Opfer???

Was denken wir über Opfer? Überprüft euch selber. Wie ist das Stigma? Warum trauen sich nur so wenige von ihren Erfahrungen als Opfer zu erzählen? Warum outen sich nur so wenige? Was sind Erfahrungen derer, die sich outen? Wie werden wir Opfer behandelt und was spiegelt das in meinem eigenen Denken über mich selber wieder? Denke ich das wirklich über mich oder habe ich von klein auf eine Bewertung geschluckt über Opfer, die Gefühle von mir verkoppelt hat mit einer bestimmten Bewertung. Wie werde ich mir, mit meinen verschiedenen Anteilen in mir gerecht???? Wie gehe ich authentisch und heilend aus dieser Situation hervor?
Ich kennen viele Betroffene von sexuellem Missbrauch, die in Führungspositionen sind und niemals auch nur ein Wort darüber verlieren dürften bei ihrer Arbeit, weil sie ihre Anstellung verlieren würden – weil sie sofort niemand mehr ernst nehmen würde – was ist da los??? Ich, die sich outet, kenne zB folgenden Satz, die mir entgegen schlägt: Man kann doch nicht den Teufel mit dem Belzebub austreiben. Übersetzt: entweder du bist Opfer, oder du kannst Opfern helfen – aber das eine schließt das andere aus – entweder du hast Schmerzen, dann bist du arm oder du hast alles überwunden und bist wieder ok, dann bist du reich. Ent oder werder aber beides? Beides gleichzeitig, das geht doch nicht!

Hier meine Auflistung über alle Stigmen, die mir begegnet sind zum Thema Opfer: Opfer sind arm. Kleine arme Kreaturen, zerbrechlich, brauchen Schutz, können nicht alleine. Eigentlich wird einem eher schlecht, wenn man das mitbekommt und wendet sich lieber ab. Das ist zu krass. Opfer sind unfähig, bewegungslos, vielleicht depressiv. Opfer sind krank, verletzt, bekommen nichts auf die Reihe, wollen nur bemitleidet werden. Ziehen alle Aufmerksamkeit auf sich. Mangel pur. Eigentlich stellen sie sich an und wollen sich nur drücken. Ist ja langsam auch mal gut. Irgendwann muss doch mal gut sein. Man kann sich auch anstellen. Eigentlich  machen sie sich selber zum Opfer, weil sie nicht loslassen wollen, eigentlich sind sie selber schuld. Sie wollen nicht arbeiten. Sie wollen nur getragen werden. Sie sind zu schwer, immer schlecht gelaunt. Opfer meidet man lieber, wenn man ein leichtes, fröhliches Leben möchte, hält man diese Energie besser von sich weg. Harte Arbeit hilft gegen Opfersein. Die sollen mal richtig mit dem Körper arbeiten, wie nach dem Krieg, dann spüren sie schon, was los ist. Opfer und zupacken widerspricht sich. Opfer können sich nicht verteidigen. Alleine sind sie schutzlos – das ist eine anstrengende Aufgabe. Besser man hält sie sich vom Halse. Opfer können niemals führen oder klare Ansagen machen. Das widerspricht sich auch. Ey, du Opfer, du bist echt nen Looser, verpiss dich hier.

Da gibt’s bestimmt noch ne Menge mehr und jeder hat da ein bisschen anderes Bild im Kopf, aber positiv ist das nicht, was da an Werten in unserer gemeinsamen Blase existiert.
Opfer von sexuellen Missbräuchen haben dann noch mal spezielle Stigmen: Selber schuld, selber provoziert. Der Rock war zu kurz, die hats doch gewollt. Oder der hat schon als Junge mit dem Po gewackelt. Die war schon als Kind so. Frigide Alte, mit der ist nichts mehr los. Mit der/dem kann man keinen freien Sex haben, nichts ausleben, als Frau/Mann völlig uninteressant. Die rächen sich an den angeblichen Tätern. Alles erfunden und erlogen, weil sie nur Aufmerksamkeit wollen.

Mein Fazit als Opfer ist:
1. Ich halte mich selber fern vom Opferanteil in mir. Ich tue so, als gäbe es den nicht. Ich spiele eine Schauspiel, in dem ich den Menschen um mich vormache, ich wäre leicht und lustig und alles ist super und cool. Mir geht es sooo gut und alles ist ok.
2. Ich tue das Gegenteil von dem was erwartet wird: Opfer können nichts alleine, ich mache alles alleine. Frage niemanden um Hilfe. Vorteil: ich lerne alleine schwimmen. Nachteil: ich bin getrennt von allen Menschen. Überfordert, weil Menschen sich immer gegenseitig brauchen und einsam.
3. Daraus resultiert, dass es einen Anteil in mir gibt, der unbedingt geheilt werden brauch, was aber ohne Anerkennung des Anteiles nicht geht. Dieser Anteil muss ich also umso deutlicher bemerkbar machen, weil dem ist egal, mit welchen bewussten Stigmen wir uns hier im Außen rumschlagen, der will nur heile werden, der Anteil. Eine negative Kettenreaktion beginnt, meist schon in der Kindheit. Wir entwickeln Überlebensstrategien, wie das Gegenteil tun von dem, was erwartet wird mit dem Blick durch die Stigmabrille.

Bei mir war das so, dass ich gearbeitet habe wie ein Berserker. Ich hatte zwei Burnouts, vielleicht sogar drei, wenn man meinen Tinitus mal mitzählt, den ich seit 18 Jahren habe. Ich hab gearbeitet anstatt meine Lebens-Müdigkeit (klar hatte ich die Schnauze voll, als mir all das mit zwei Jahren passierte..) zu spüren.  Ich hab taff gespielt, anstatt meine Schutzlosigkeit zu spüren. Ich hab immer gelacht und mich leicht gemacht, anstatt so schwer zu sein, wie ich bin. Bis hin zu 38 Kilo bei 165cm. (Das sind 20 kg weniger als ich heute habe! Das Gewicht meiner innerer Kinder hab ich nicht nehmen wollen.) Immer früh aufstehn, immer fleißig sein – dafür gabs Anerkennung. Genauso wie für Schnelligkeit und Mut. Ich war immer laut, damit niemand sah, wie schüchtern und leise ich bin – denn damit war ich schon als Kleinste hinten runter gefallen – wenn ich gesehen werden wollte, dann musste ich schon richtig auffällig sein. Ich glaub es gab noch mehr Überlebensstrategien, die dann daraus resultierten und dann welche die mich die Überlebensstrategien überleben ließen und so entsteht eine Kette von Verhalten und Auswirkungen, die eines als Grundlage haben: die Vermeidung des Opfers.

Wenn Traumen in der frühen Kindheit passieren, dann hat das eine Prägung auf alle Strukturen des Seins, die sich in diesem Leben entwickelt. Nein, ich gehe nicht von Lebenslänglich aus, außer: man bleibt in dem Modus, dass man das Opfer, also sich selber, meidet. Was man meidet, klebt an einem wie Pech. Dann hat man die Garantie, dass man lebenslänglich hat. Und weil man den Kreislauf nicht aushält, die Vereinsamung und parallel nicht gelernt hat, seine  Gefühle zu fühlen, fängt man den nächsten Schritt an, man projektiert alles auf Außen -  wird man zum Täter – ob durch aktive Taten oder durch Manipulation, durch Dauermeckern wegen Unzufriedenheit, durch Vernachlässigung der eigenen Kinder, meist emotional oder zeitlich, weil man ja eben arbeiten muss wie ein Berserker.

Ok, ich will das stoppen, diesen Kreislauf, schon lange bin ich dabei auszuscheren aus der Norm der Reaktionen. Als erstes kam die Zeit, wo ich mein Gespinnst an Überlebensstrategien, Reaktionen darauf, Manipulation der Umwelt, etc bewusst werden durfte – denn ich hatte es vor allem vor mir selber total verborgen. Ich habe mich selber betrogen. Viele, viele Jahre lang. Das mir einzugestehen, war echt schwer. Es war mein Netz, mein doppelter Boden und der hatte funktioniert. Ich war eine erfolgreiche Künstlerin, verdiente viel Geld und Anerkennung. Auch als Filmemacherin. Alle die mich damals schon kannten, dachten ich wäre taff und toll und richtig im kommen – gesellschaftlich betrachtet ging es mir damals richtig gut. Meine erfolgreichen Jahre, selbst in der Vita liest sich diese Zeit als etwas super Positives! War es aber nicht. Es war alles Fake, totale Fiktion. ICH war nicht da. Mich hats damals nicht gegeben. Ich hab nicht gespürt, was ich damals erlebt habe. Weder den Erfolg, noch die Sicherheit, noch das Glück. Auch nicht die Anerkennung der Preise und Stipendien, die ich gewann oder das volle Bankkonto – ich habe nichts davon wirklich mitbekommen, weil ich in mir im Mangel war. Es war nie genug, es hat nie gereicht – ich musste immer weiter und schneller und mehr haben – musste immer besser sein und noch mehr Anerkennung. Ich habe mich nie sicher gefühlt oder gesehen oder geliebt. Wie auch. Ich war nicht da und die Wunden hatten ein Loch in den Boden meines Fasses geschlagen – alles was oben rein kam, fiel unten wieder raus. Ein Fass ohne Boden. Auf diese getriebene Art hat keiner eine Chance und wieviele versuchen das. Wir machen vielleicht die richtigen Dinge, aber wir tun sie aus den falschen Gründen. Es ist, als würde man auf dem Gleis daneben fahren und man kommt nicht an, auch wenn man sich noch so sehr bemüht und abstrampelt – man kann nicht ankommen, weil man auf dem Gleis daneben steht und der Zug nie dort ankommen kann, wo deine wirklichen Gleise hinführen.

Ich habe nun fast fünf Jahre damit verbracht alles was Fake ist aufzudecken und bin immer tiefer in mich hineingesunken. Mit allem was dazu gehört. Und dazu gehört, dass die Anteile von damals, die nicht gefühlt wurden, weil sie Opfer waren, zu schwer, zu schmerzhaft – die wollen jetzt gefühlt werden. Und ja, es gibt viele Tage oder gar Wochen, da denke ich, es ist alles viel schlimmer als früher – doch das stimmt nicht. Und diese tiefe Wahrheit habe ich schon vor langer Zeit begriffen, deswegen wage ich mich überhaupt diesen Weg weiter zu gehen.
Jetzt spüre ich meine inneren Anteile, inneren Kinder. Ich spüre den Schmerz eines mit vier Monaten verlassenen Säuglings, den Schmerz eines mit zwei Jahren sexuell benutzten Mädchens, das nein sagen wollte und dafür verprügelt wurde. Ich spüre den Schmerz über meine Hilflosigkeit und die Trauer, dass niemand mir half. Ich spüre den Schmerz über das alleingelassen sein, die Hoffnungslosigkeit von damals. Ich, die Große, spüre die Kleine.
Es ist ein guter Weg, weil ich spüre, dass diese emotionale Realität nichts mit meiner heutigen Realität zu tun hat – ich kann die Projektionen zurücknehmen und die Gefühle von damals fühlen. Und indem ich mich dem Kind widme, ist es das erste Mal nicht mehr allein. Mit jedem Tag wächst meine Hoffnung wieder. Ich, die Große, kann jetzt um Hilfe bitten und mache hier in der Jetztwelt die Erfahrung, dass mir geholfen wird. Ich bin verbunden in einem Netz von Freunden und Familie, die mir jetzt helfen. Auch wenn sie es damals nicht konnten, die die es jetzt können, helfen. Und gleichzeitig helfe ich anderen Menschen, die den Weg gehen wollen, den ich schon hinter mir habe. Und ich spüre, wie gut ich darin bin, denn ich weiß den Weg. Ich kann ihn für niemanden gehen, aber ich kann jedem die Hinweise so gut erklären und ihn begleiten, dass er durch kommt. Ich kenne die Stolperfallen und Abgründe und Widerstände und den Selbstbetrug, den man aus Selbstschutz spielt. Ich weiß, dass man den Teufel mit dem Belzebub austreiben kann – obwohl ich diese Satz echt hasse, denn Opfer sein ist nicht der Teufel und die Erfahrungen die man auf dem Weg gelernt hat sind nicht der Belzebub. Puh, mich hat dieser Vorwurf total verletzt – als ich den letztens um die Ohren geschmissen bekam – und ich durfte in mir wieder einmal eine tiefe alte Wunde finden: meine Looserin. Und sie ist keine Looserin, sondern ein inneres Kind, was müde, traurig und verloren ist – aber diesen Prädikaten wird der Stempel Looser aufgedrückt und das will niemand sein, also hab ich sie abgelehnt. Ich hab mich nie ausgeruht oder Pause gemacht oder gut für mich gesorgt, weil mich das dieser Looserin so nah gebracht hätte. Nun gesteh ich mir mein Versagen ein, meine Langsamkeit bekommt Raum: die trainiere ich gerade in dem ich alles mit links mache, dank dem Rat meiner Freundin. Und ich liebe das Wortspiel, das darin liegt: ich als Rechtshänderin brauche Ewigkeiten um einen Text mit links zu schreiben – meine Langsamkeit wird aktiviert. Etwas mit links machen bedeutet bei uns gleichzeitig etwas mit Leichtigkeit, ganz einfach zu bewerkstelligen – und zusammengesetzt bedeutet das: Langsamkeit ist Leichtigkeit! Das darf sich als neue Erkenntnis in mir setzen!! 
In dem ich die Gefühle der Kleinen von damals fühle, fühlt sie sich wieder wohl bei mir und kehrt zurück. 

Und der letzte Schritt auf dem Weg der Heilung, nachdem wir die vordringlichen Gefühle wie Schmerz und Trauer und Einsamkeit, Ekel und all das aus der Kindheit gefühlt haben ist: wir fühlen auch wieder die heilen, kreativen, wilden, freien Anteile unserer inneren Kinder. Denn damals, mit dem Trauma ist ein ganzer Teil unseres Daseins zurückgeblieben. Wir konnten den Schmerz nicht fühlen und ließen das Kind in dem Alter, in dem es geschah dort zurück, aber auch das Potential des Kindes blieb dort zurück. Wenn wir es nun wieder Kontakt haben mit diesem abgespaltenem Anteil, und das Kind getröstet haben in seinem Schmerz, seiner Trauer und Wut oder was auch immer die Gefühle waren/sind – dies öffnet die Pforten für das ganze Dasein. Nun können wir uns auf dieses innere Kind ganz einstellen und seine innere Kraft hervorbringen. Die freie Kreativität und die Wildheit, die Kindern inne wohnt dürfen wir nun genauso befreien, fühlen und in uns in den Arm nehmen.
Wenn wir dem Opfer in uns folgen, dann finden wir unsere Tatkraft wieder, unsere Verspieltheit – mit den Millionen kreativen Lösungen, die unser Geist hervorbringen kann. Wir wecken die Bewegung in uns erneut, das Spiel, die Lebensfreude, die jedem Kind eigentlich inne wohnt, darf zurückkehren. Das hüpfenden Kind, das singende Kind, das tanzende Kind, das malende Kind, das forschende Kind, das die Natur liebende Kind, das die Tiere liebende Kind – all diese Kindlichkeit, dieses wundervolle Potential möchte gefühlt sein, gelebt sein. Diese Energie, diese Kraft, der Urvertrauen und Sicherheit innewohnt, möchte zurückkehren in unser Leben und uns aktivieren.
Ich kann es nur immer wiederholen: es lohnt sich die Schmerzen der Traumen als Große für die Kleine zu fühlen und sie zu trösten, denn als Geschenk kommt dann das lachende heile Kind wieder zum Vorschein und mit ihm unsere Heilung in Leichtigkeit und Freude!
Das alles eröffnet sich, wenn wir dem Opfer in uns folgen. Ich sag euch, dieser Weg lohnt sich. Nicht nur, weil ich jetzt jeden kleinesten Erfolg auch in mir spüre und dabei bin und stolz, glücklich und mich geliebt fühle, sondern auch, weil das Leben Spaß macht, selbst an den Tagen, wo ich als Große nochmal die Kleine spüre und mit ihr weine - aber wie Kinder so sind, wenn sie sich richtig ausgeheult haben, können sie auch wieder lachen! Es lohnt sich, dem Opfer nicht mehr auszuweichen, denn dahinter liegt die Leichtigkeit verborgen!!! Deswegen sähe ich in diesem Monat Mut für den Weg der inneren Kinder. AHO

3. Rauhnachtsbild - März 2017 - Acryl auf Papier, 84 x 60 cm

Ich sähe Mut. Mut für die Liebe. Mut für die Stille und das Halten. Mut für das Fühlen. Mögen wir alle alles spüren. Mögen die Zwischenräume unseres Denkens, die Leere, die Stille immer größer werden, damit die Liebe durchkommt. Mögen wir alle diesen Mut ernten damit wir dieses Paradoxon der Selbstbefreiung knacken können. Mit der Stille kehrt die Bewußtheit zurück und mit ihr die bedingungslose Liebe.