Freitag, 3. April 2020

Was, wenn Flehen die größte Stärke der Liebe ist,

die ich dir demütig zu Füßen legte?

Ich steh am Abgrund
So tief erzittert. Jede Zelle bebt
Einen Augenblick bevor ich springe
Und kein Weg zurück
Alle Wände brachen
Verschüttet die alte Zeit
Es ist gut
Ich sehe mich tanzen am Feuer der Liebe
Weit vorne am See der Mondin
In den Bergen der Freiheit
Zwischen Menschen und Freude
Im Rudel der Wölfe. Glücklich.

Ich steh am Abgrund
Der Ungewissheit
Ich höre die Rufe der Affen.
Die Vögel ziehen über mir hinweg
Am Horizont spielen die Wellen der endlosen Meere mein Lied
Es geht voran
Nur ein Weg
Und ich weiß, ich fliege mit dem Phönix
Er war immer mein Begleiter
Treu mit seinen starken Schwingen
Er trägt mich in diese neue Welt

Ich wollte Tiefseetauchen bis zur Kapitulation,
Mit dir, mein Geliebter
Ich bat um Wunder auf meinen Knien
Hab nachts gefleht und gebettelt
Verhallt all meine Gebete
Ich sah dich gehn,
Wieder und wieder
Die alten Gräber umdrehn
Wartend, die schon längst zerfallenen Knochen sortieren
Der alte Schwur verschloss deine Augen
Jede Nacht tanzte der Wolf mit mir
Sein Herz hörte meine Rufe
Seine Seele lachte mit mir im Schein der Mondin
Am See der unsterblichen Liebe
Für immer, Geliebter

Ich steh am Abgrund
Das ist der Tod, den ich sterbe
Ich geh in die Knie, Geliebter
Vor dir, vor mir und dem Leben
Ich höre die Musik meiner Seele
Mein Flehen verhallt.
Entgleitend
Mein Schiff hat längst abgelegt
Ich hebe meinen Kopf
Rieche den Geruch der See
Ich seh mich im Spiegel der Wellen
In Schönheit strahlen
Ich seh meine Liebe und Träume
Sie ziehen dahin wie ein Hauch
Hier beginnt meine neue Reise

So zart, dein Finger auf meiner Lippe
Für immer spüre ich das Brennen auf meiner Haut
Den Kanal in die Ewigkeit geöffnet
So tief, tanzend im Sternenstaub
Die Glocken unserer Liebe
So weich, mutig und weit wie der Wind
Der die ganze Welt umwandert
Alles war möglich, alle Türen auf, wie noch nie
Schmelzend in deinen Armen
Das Feuer so hoch und warm
So treu und ergeben
Und ich steh am Abgrund
Der Rhythmus meiner Seele wiegt mich
Im Abendrot, zur blauen Stunde, unter dem Sternenhimmel
Die Dimensionen der Unendlichkeit verschmelzen in mir

Ich hab dir alles geschenkt, was ich besitze.
Nun bin ich nackt
Und frei
Das weiße Kleid hat der Wind mit sich gerissen
Und ich folge ihm
Hinter dem Abgrund
Auf meinem Weg
Ich rufe die Wölfe an meine Seite
Mögen sie die Asche deiner alten Gräber aufwirbeln
Im Sturm dieser Tage
Mögen die Feuer abbrennen was alt und faul
Und Millionen Schmetterlinge den Himmel befreien
Vom Gift der Vergangenheit
Alle Schritte gezündet, alle Kreise geschlossen
Ihre Mitte als unendliches Nichts was Alles ist erkannt
Möge die Magie alle Zellen dieser Welt bewegen
Im Chaos der neuen Ordnung
Im Tanz der Liebe

Ich flehe darum, dass ich dich wiederfinde
Irgendwo da draußen
Auf dem Weg zum Horizont
Da wo die Freiheit nach Glück und Schönheit riecht
Wo du den Mut hast und mit den Löwen brüllst
Und in Demut auf die Knie gehst
Vor dem Leben und deiner Stärke
Vor dir selbst und mir
Ich werde mein weißes Kleid für dich trage
Am See der Mondin

Irgendwann und irgendwo




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