Montag, 25. April 2016

Aktivierung des Heilnetzes über Berlin: 8. Schritte


Der 8. Schritt – mitten im Feuer, Stille / Halten

Tief im Osten.  Mahlsdorf Nord. Birkenstein


Sah so leicht aus der Weg aus der Universumsperspektive, doch am Boden angekommen fanden wir ihn nicht und irrten umher im Dickicht der menschlichen Bebauung. Vorstadtsiedlungen sind tückisch, voller Zäune und Verbotsschilder. Wir gingen durch Gräben, unter Rosenbüschen hindurch, über das Niemandsland zwischen den Gärten von Mahlsdorf und den Gärten von Birkenstein – säuberlich getrennte Bezirke.
Es ist Drachenzeit. Die Feuer brennen hoch.
Wie jedes Mal fing der Prozess des Schrittes schon Tage vorher an. Der 8. Schritt zündet das Mitten im Feuer stehen. Er zündet das Halten, von aus-halten, an-halten, durch-halten und fest-halten, was im Feuer stehend größtes Loslassen ist - sich selber halten anstatt wegrennen. Im Feuer ist kein Abtauchen, kein Ausweichen möglich. Bleibe ich still stehen und fühle die Wallungen durch mich hindurch fließen, dann bin ich sicher in der Mitte des Feuers. Hier ist Stille, wie im Auge einer Orkans. Doch wehe, ich wehre mich gegen mein eigenes Feuer, will ausweichen oder wegrennen, dann ist Schmerz und Leid, tiefste Wunden und Verbrennungen. Ich zünde die Stille, möge diese Stadt ihr Feuer tragen. Die Freundschaft des Feuers erkennen. Das Feuer nährt uns, wärmt uns, reinigt uns und beschützt uns vor wilden Dämonen. Es brennt Altes und Krankes nieder damit das fruchtbare Land wieder genutzt werden kann. Es schafft Platz für Neues. Es gibt der Erde ihre Nahrung und schützt vor Ungeziefer jeder Art. Empfangen wir das heilige Feuer, die Kraft. Folge dem Ruf der Ruhe im Sturm, sagt eine tiefe Stimme immer wieder in mir. Ich höre hin.
Agni, der Hüter des Feuers, wurde schon in Bremen von den Schamanen hergesungen und kam am Abend vorher zu mir. Getrommelt bei einem Ritual in dem wir unsere Initiation vorbereiteten. Wir ließen uns zerstückeln von den hungrigen Geisthelfern, von Wölfen, Drachen, Maden und anderen Helfern. Wir spürten die Hingabe als Nahrung zu dienen. Einen Augenblick im Nichts verweilend bis dann die Schöpfer unter den Geisthelfern kamen und uns neue Körper schenkten. Mir war direkt klar, dass ich mich jeden Tag in diesem Monat des Feuers ergeben werde, mich als Nahrung hingebe, auflöse zu Sternenstaub, die Geisthelfer einladend mich neu zu kreieren. Welch Geschenk das Feuer in sich hat. Alle Viere weit von mir gestreckt, öffne ich mich dem Feuer voller Hingabe. AHO.
Ich rufe die Heldenreise der Drachenreiterin ins Feld, möge sie neue Wege zeigen. Ich rufe den Phönixprozess ins Feld und Atlantis. Die größten und mächtigsten Geisthelfer sind hier am Start. Nophretete tritt auf, neben ihr eine Legion Aliens, sie ist ihre Königin. Der Narr ist weiblich und männlich gleichzeitig, rechts schwarz, links weiß. Zero und Universum in einem. Er geht voran und läutet gleichzeitig das Ende des Prozesses ein.
Am 21. dann saß ich nicht alleine am Alex, sondern mit sechs Begleitern beging ich diesen Tag. Ich war aufgeregt unter den vielen Touristen am Alex zu räuchern und die Kräfte am Turm zu aktivieren. 


Wir fuhren Richtung Hoppegarten, der alten Pferdewettrennbahn. Ein Austauschplatz der Fülle und Illusionen. Claudia erzählt, dass sie auf der Rennbahn ihr Geld für den Führerschein gewonnen hat. Mit 2 Mark fünfzig machte sie Tausenachthundertdreimark. 30 Jahre später fahren wir die Masken und Inszenierungen dem Feuer preiszugeben, vorbei an Victoria-Stadt und der Idee im spielerischen Sein eine Freiheit ohne Sucht finden. Über uns  hängt ein großes Schild „Zimmer frei“ was uns daran erinnert, dass wir alle Räume haben, die wir noch füllen können. Kristalle sind im Feld, weiße, klare, riesengroße Kristalle heilen unser Wasser in der Zeit des Feuers. 


Wir sitzen im Kreis, umringt von Johanniskraut. 


Rosa Taubnesseln sind in diesem Jahr besonders auffällig überall – was sie uns wohl bringen wollen? 
Alle Kräuter sprießen. Riesen Mammutbeifuss stand hier letztes Jahr. Seine ausgedörrten Stämme zeugen von mannshohen Pflanzen, die mich bei weitem überragen. Am Birkenhain sitzend haben wir alle erstmal riesig Hunger und futtern all unsere Vorräte. Die Sonne scheint und der Himmel ist streifenfrei knallblau. 

 
Die unteren Chakren verdichten sich, sagt Stefan und tragen Visionen in die Oberen, das bringt Verbindung. Franziska lässt ihren Drachen über der Stadt kreisen. Er ist so groß, dass er der Stadt als Schützer dient. Als Christina schweigt, uns ihre Liebe und Dankbarkeit zeigt, höre ich erste Frösche in der Stille nach ihren Weibchen zwitschern. Mögen die Prinzessinnen auferstehen und ihre Frösche befreien, damit sie starke und hingebungsvolle Männer sind. Ich schicke tausend Küsse an tausend Frösche, auch wenn in der Ursprungsversion des Märchens nicht die Küsse, sondern der emanzipatorische Wurf gegen die Wand den Frosch zwar platt machte, aber den Prinz in ihm rettete. Es war die Wut, der unterdrückten und sich befreienden Prinzessin, die sie zur Frau machte und damit ihn bemächtigte wieder er selbst zu sein! Dies sei bemerkt!!! Wut heilt.
Claudia ist pure Hingabe. „Wenn wir unser Licht spüren – und wir sind alle Licht – dann können wir, wenn wir unsere Schatten spüren, Licht hinfließen lassen. Mutter Erde gibt Schutz und versorgt uns“, sagt Rainer. Unser aller, helles Sehen bringt gemeinsam Licht ins Dunkel ums Feuer.
Ich rufe nun die Stille, den 8. Schritt und das Feuer zeichnet uns alle mit Sonnenbrand aus. Wir glühen. Heyhey, 8. Schritt sei gezündet. Zitronenfalter umschwirren uns.  
Ich rufe hier im Feuer die Bereitschaft. Möge diese Stadt bereit sein für diesen Prozess. Mögen wir alle das Ziel sicher in den Augen bewahren, die bedingungslose Liebe leuchtet klar den Weg. Möge die Disziplin, die gelebte Selbstliebe uns stärken und jeden Tag erinnern. Möge die Klarheit des großen weißen Adlers unsere Augen waschen, möge die Selbstverantwortung uns unserer Beine bemächtigen auf denen wir voran gehen können und möge die bedingungslose Ehrlichkeit uns im Rudel den Weg weisen Mögen wir alle Projektionen und Schuldzuweisungen zurück in unser System holen, auf das alle blinden Flecke Heilung finden und die Verbindungskanäle mit den anderen Menschen sich reinigen. Mögen wir den Mut finden für all diese Prozesse. Den Mut in den freien Fall, ins Neue und Ungewisse springen. Mögen wir Stille finden und das Wahre Handeln nach dem Feuer. Mögen wir Gnade finden und Leichtigkeit. Und mögen wir die Verbindung spüren zwischen uns und allen anderen Wesen dieses Universums.
Ich rufe das Feuer nun. Ich rufe dich große Kraft, verbrenne nun, was alt und modrig ist. Brenne nieder, was uns hindert am Glücklich sein. Ich bringe all meine Schuld mit, meine Ängste, meine Opferschaft und Täterschaft. Ich bringe meinen Neid mit, meine Eifersucht, überhaupt meine ganze Sucht, meine Schmerzen, meine Verurteilungen, die ich mir entgegenbringe und anderen. All das bringe ich mit und übergebe es dem Feuer samt meines Körpers. Mögen wir alle unsere alten überholten Ideen, Konzepte und Leben dem Feuer übergeben. Möge diese Stadt gereinigt werden. Möge alles brennen. Ich gebe mich den Flammen hin.
Sternenstaub weht milde durch die Nacht bis tief ins Universum. Hey ihr großen Mächte, ich ergebe mich euch. Heyhey, ich rufe euch, last eure Winde spielen und tragt mich durch diesen Prozess. Tragt diese Satdt druch diesen Prozess. Hey all ihr Götter, ihr Engel, ihr Weisen ich gebe mich euch hin und empfange euer Geschenk. Baut mich neu, geläutert im Feuer erstehe ich auf. Baut diese Stadt neu. Hey Phönix, mein bester Freund, schon als Kind habe ich dich immer wieder gehört. Du mein größter Trost, mein bester Freund, singe für mich dein Lied des Friedens. Sing es für diese ganze Stadt. Mögen all die unglücklichen Wewsen dieser Stadt dein tröstendes Lied hören und deiner weisen Stimme folgen. Ich folge Dir. Ich erstehe auf aus den Aschen meines alten Seins und ich fliege gen Sonne, höher empor gemeinsam mit dem mit dem Condor dessen Beute ich war. Möge mein Blut seinen Durst stillen und mein Fleisch seine Nahrung sein. Heyhey, ich verneige mich vor dir großes Feuer. Ich danke Dir für diesen Tanz, so eng umschlungen mit deiner Gier. Ich spüre deine Hände auf mir, dein Begehren. Ich spüre wie du in mich eindringst, mich nimmst und hältst. Im Sternenstaub liegt die Ekstase deines glitzerndes Seins. Heyhey, nochnie war soviel Liebe in mir wie mit dir. Als letztes schenke ich dir meine Kontrolle, dies ist der letzte irdische Halt. Möge sie brennen. Stille.

Ich stehe im Nichts, ein leerer Raum. Dunkel, frei. Weit über mir sind Sterne.
Nina Schmitz
25.April 2016

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